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Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 10:49
von GottfriedM
So werden mir die Zusammenhänge langsam klar !
Mehr als 55 lb brauche ich mit dem Bogen noch nicht - nicht zuletzt wegen der für mich fraglichen Aststelle am re (oberen) Wurfarm, die ich nach Eurer Empfehlung auch noch wickeln werde.
Werde die Tipps von Euch heute versuchen, umzusetzen - vielleicht wirds doch ein brauchbarer Bogen.
Für mich steht jedenfalls jetzt schon fest: Bogenbau ist Tillern (das ist schwierig), die rein mechanischen Arbeiten (die sind wesentlich leichter) hat man schnell gehirnt.

Gottfried

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 10:58
von Felsenbirne
Der Tiller sieht doch jetzt schon gut aus. Die Astsstelle könntest Du mal größer fotografieren, damit man es besser erkennen kann.

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 12:01
von GottfriedM
Hallo Matthias,

das hast Du jetzt davon, hier das Foto der Aststelle und links daneben...na super.
Es zeigt sich jetzt, dass sich Teile des Splints aufsplittern, der bisher noch kleine Riss verläuft - soweit sichtbar - ca 1,5 cm am Rücken weiter in Richtung um den Ast herum, also in Richtung Mitte-Bogenrücken. Hätte wohl schon früher wickeln sollen.

Bogenbauen ist ja sooo entspannend...

Gottfried

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 12:06
von Felsenbirne
GottfriedM hat geschrieben:Hallo Matthias,

das hast Du jetzt davon, hier das Foto der Aststelle und links daneben...na super.
Es zeigt sich jetzt, dass sich Teile des Splints aufsplittern, der bisher noch kleine Riss verläuft - soweit sichtbar - ca 1,5 cm am Rücken weiter in Richtung um den Ast herum, also in Richtung Mitte-Bogenrücken. Hätte wohl schon früher wickeln sollen.

Bogenbauen ist ja sooo entspannend...

Gottfried

Wo hast Du vorher was von dieser Stelle erwähnt? Habe ich es überlesen? Wenn so was auftaucht niemals weitermachen, sondern erstmal wickeln. Kannst immer noch machen und gut mit epoxy tränken.
Auf solchen stellen in Zukunft mehr Splint stehen lassen. Ein Ast ist immer einen Schwachstelle. Hättest mal zu Anfang diese Problemstellen zeigen sollen.

Aber nicht verzweifeln! So einen Sch*** kennt jeder hier

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 12:18
von Blacksmith77K
...das ist keine Belastungsstelle im Spint. So wie das aussieht hast du den Bogen mit 'nem Ziehmesser ausgeschnitten und an dieser Stelle ist VORHER schon das Holz eingerissen. Richtig? ::)

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 12:37
von GottfriedM
Hallo Matthias,

Den Ast abe ich am 23.05. "vorgestellt" unter Ast in Eibe - Eure Empfehlungen. Ich kann den Beitrag nicht in diesem anzeigen, weiß nicht wie das geht.
Das Aufsplittern ist erst heute (!) neu dazugekommen, der Ast blieb bisher friedlich. Der WA hat sich an dieser Stelle etwas in Richtung Ast verdreht, das konnte ich auch noch gut korrigieren.
Ich werde mir nächste Woche eine Wicklung besorgen, Mike hat mir damals empfohlen, ungewachste Zahnseide zu verwenden, man würde die Wicklung dann nicht sofort sehen. Optisch würde mich die Wicklung aber ohnedies nicht sonderlich stören, ist halt vom Holz so vorgegeben. Was hälts Du davon, die Stelle mit einem sehr feinen Messer leicht anzuheben, Leim hinein drücken, etwas zusammenzwingen und dann noch eine Wicklung anbringen ?

Hallo Blacksmith,
sehe jetzt erst Deinen Beitrag, nein das glaube ich nicht. Habe den Rücken mit dem Ziehmesser grob bearbeitet, die letzten Schritte beim Freilegen dann nur mit der Ziehklinge, den Übergang Seite zu Rücken nur mehr mit Schleifpapier gerundet. Die Stelle (Ast) habe ich mir schon einige Male angeschaut, da ich ev. Veränderungen am Ast mit steigendem Auszug beobachtet habe. Die Breite am Wurfarm im Bereich der Aststelle habe ich mit dem E-Hobel verringert, weil mit der Ziehklinge immer wieder Teile grob herausgerissen wurden, ev. habe damit etwas beschädigt. Was ich heute gemacht habe, ist ein Überschleifen der Stelle um zu sehen, wie der Riss weitergeht. Naja Fakt ist, dass die Beschädigung da ist und ich reagieren muss.

Gottfried

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 12:48
von Felsenbirne
Ok ist etwas unglücklich dass ich den ersten Thread nicht kannte.
E-Hobel??? Mensch so was nicht machen, das kann nur der Acker.
Du hast bei diesen Geräten halt keine Kontrolle was das messer macht.

Wicklung: OK, Anheben? eher nicht. Epoxy daruf und mit HP erwärmen. Dieser läuft dann von selbst in die Risse. Ich halte bei solchen Sachen zusätzlich den Griff eines schnellaufenden Dremels gegen das Holz. Durch die Vibration entweich Luft, und der Kleber kann besser die Spalten füllen. (Prinzip Betonrüttler)

Was die wicklung selbst angeht, vielleicht nochmal den raben fragen.Vielleicht kann man auch noch ein Rohhautpflaster aufbringen?

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 13:11
von GottfriedM
Guter Tipp mit dem Dremel.
Mit dem E-Hobel kann ich doch etwas umgehen, habe diesen auch in entgegengesetzter Richtung (Griff in Ri Tip) verwendet aber egal. Denke mir jetzt, dass das Holz für den Bogenbau vielleicht falsch gelagert war. Es lag mind 5 Jahre in einer Bootshütte d.h. immer über dem Wasser und mit entsprechender Hitze (im Sommer) unter dem Dach. Aber mit dem Epoxy wird das schon werden...
Danke
Gottfried

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 13:44
von Blacksmith77K
GottfriedM hat geschrieben:...weil mit der Ziehklinge immer wieder Teile grob herausgerissen wurden, ev. habe damit etwas beschädigt.

Gottfried
Jo, daher kommt das! ;D Ich würde das Spänchen in 'Pfeilrichtung' mit dem Ziehmesser einebnen und verschleifen. Wicklung etc. ist dann in dem Fall unnötig.
SSC_0057.JPG
Solche Stellen hat man öfter bei Eibe. Also drauf einstellen. Ein super 'Spanfindungsgerät' ist Stahlwolle. Die bleibt bei 'unsichtbar' gebliebenen Spänen sofort hängen.

Also ruhig mal den Bogen abreiben... ;)

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 13:59
von GottfriedM
Spänchen nennt er das..mir bleibt fast das Herz stehen.. und dann nennt er es Spänchen, hehehe.
Werde mir das Spänchen noch einmal anschauen und dann mit Hund eine Bergtour machen, dabei habe ich ja Zeit zu überlegen, wie ich den Bogen dann vollständig vernichte.
Feinste Stahlwolle kenne ich vom Möbel restaurieren, geht bei Fichten- Tannen- Lärchenholz wirklich sehr gut. Also jetzt auch bei Eibe in Verwendung!
Danke für die Tipps !

Gottfried

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 14:02
von Ravenheart
Ich korrigiere solche Stellen nur mit grobem Schleifpapier! Mir wäre die Gefahr viel zu groß, mit dem Messer nun den nächsten Span in die andere Richting rauszureißen, da schleife ich lieber 2 Minuten drauf rum...

Rabe

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 15:26
von acker
GottfriedM hat geschrieben:
Bogenbauen ist ja sooo entspannend...

Gottfried
;D ;D ;D :D

Re: 1. Eibe

Verfasst: 10.06.2011, 17:10
von GottfriedM
Habe den Riss jetzt minimal mit Schleifpapier bearbeitet, der Riss geht in die bereits erwähnte Richtung und zwar ziemlich weit und vor allem tief. Zudem habe ich mit der Lupe im Splint den weiteren Verlauf erkennen können, hier ist der weitere Riss dunkel gefärbt, wie manche Stellen am Splint auch.
Hole mir jetzt Kleber, später wird gewickelt.

Gottfried

Re: 1. Eibe

Verfasst: 15.06.2011, 17:07
von GottfriedM
So das wars wohl,
heute beim Fotografieren zwei Geräusche, eines aus der Kamera - kennen wir schon, ein zweites aus dem Bogen - kennen wir jetzt auch.
Es hat sich am Rücken oberhalb des Astes ein zweiter Riss gebildet. Dieser noch weiter in Richtung Rückenmitte, diesen zu kleben hat keinen Sinn mehr. Ich stelle mir das so vor, dass sich der Ast nicht mitbiegen kann, deshalb werden die Ringe im Splint prakitsch über diesen Ast ausgehebelt. (Theorie eines Anfängers)
Habe zuletzt noch Overlays aus Holz zur Übung angebracht, sind vielleicht etwas zu kurz geworden.

Hat es Sinn, den Splint zu entfernen und Backing aufzubringen, ich möchte den Bogen nicht unbedingt in die Ecke stellen.
Wäre mit Eurer Hilfe gar kein schlechter Bogen geworden, die Aststelle habe ich uU zu viel ignoriert, da aber ein zweiter im Winkel von etwa 45 Grad dazu verlaufen ist, konnte ich nicht mehr stehen lassen.

Re: 1. Eibe

Verfasst: 15.06.2011, 17:25
von Ravenheart
zum Verständnis:

Ist Bild 2 die Rücken - Draufsicht?

Rabe