Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
Ralph
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 1126
Registriert: 18.10.2009, 19:52

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von Ralph »

tecumtha2008 hat geschrieben:@Ralph:
Da ist ueberhaupt nix extrahiert, sonst vergleicht man schlicht Aepfel mit Birnen.

Das war als Kompliment gemeint. :-X
So..., das schreibe ich jetzt nochmal, damit es richtig rüberkommt. ??? ??? ??? ???

Boegen, die einem gefallen zu schiessen ist ja nett, aber wenn die Form nicht zum Schuetzen passt genauso effektiv wie der falsche Length of Pull bei einer Steinschlosswaffe/Schrotflinte etc.


Stimme ich zu, aber ein eine fehlende Identifikation mit einer Waffe - z. B. weil sie einem nicht gefällt - führt meiner Erfahrung nach auch nicht zu deren effektivem Gebrauch, selbst wenn sie sonst wie gut sein sollte. ^-^
Benutzeravatar
Feanor1307
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 474
Registriert: 19.10.2010, 08:52

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von Feanor1307 »

Moin Moin an alle,

interessante Diskusssion hier da muss ich doch noch einmal meinen Beitrag leisten:
@tecumtbha2008
"Du must schauen, mit deiner Auszugslaenge im flacheren Bereich der Kurve zu sein.
Bsp: Bei 48" Koreanern flacht die Kurve bei rund 24" Auszug ab und steigt aber wieder zwischen 28" und 30" an.
Also gut fuer Leute mit Auszug zwischen 24 und 28""
Interessanter Gedanke. Ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht ob es die Intention der Bogenbauer war diesen Bögen eine Art "Let off" wie bei modernen Composit-Bögen zu geben. Allein die Tatsache das gerade die Koreaner ihre Bögen bis mindestens 31 Zoll ausziehen, also bis in den Bereich wo der Bogen stackt lässt mich daran zweifeln. Des weiteren nimmt die Effizienz eines Bogens zu wenn er weiter ausgezogen wird, selbst wenn er dabei das gleiche Zuggewicht wie ein Vergleichsbogen erreicht (Ursache: Mehr Arbeit pro Wurfarmmasse). Daher denke ich das es besonders für Leute mit niedrigen Zuggewichten von unter 50 Pfund sinnvoll ist den Bogen möglichst weit auszuziehen, eben über dieses Plateau hinaus.

"Lederumwickelte Fiberglaskeulen sehen zwar nett aus, schiessen aber wie nasse Nudeln und fuehrten dazu, dass Reflexboegen nicht ernst genommen wurden,bzw. noch nicht ernstgenommen werden."
Muss ich dir absolut recht geben. Als ich von meinem Impala auf einen "Plastik-Türken" (Grozer) umgestiegen bin war ich maßlos entäuscht. Gute Optik aber sehr wabbelig, schlechte Performance/Effizienz (48m/s bei 8 gr/lb - 54%).

"Denn selbst bei gleichem Pfeilgewicht/lbs Zuggewicht, wird ein staerkerer Bogen Geschwindigkeitsvorteile haben..."
Absolut richtig deshalb ärgert es mich immer wieder zu sehen, dass interessante Bögen immer nur bis ca. 60 Pfund angeboten werden, wobei es wahrscheinlich darüber erst richtig interessant wird.

Grüße Feanor
Niemand versucht es herauszuholen, wenn er einmal weiß was in Ihm steckt!
cerberus
Newbie
Newbie
Beiträge: 19
Registriert: 29.10.2010, 21:48

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von cerberus »

ich nehme dies mal als Einstieg...muß ja nicht jeder der ´nen Bogen sucht einen eigenen Thread aufmachen
tecumtha2008 hat geschrieben: Lederumwickelte Fiberglaskeulen sehen zwar nett aus, schiessen aber wie nasse Nudeln und fuehrten dazu, dass Reflexboegen nicht ernst genommen wurden,bzw. noch nicht ernstgenommen werden.

ist das grundsätzlich so? Ist Fiberglas immer langsam, minderwertig, schlecht? Mir gefällt natürlich ein laminierter Bogen auch besser, aber wenn ich sehe, daß verschiedene Hersteller in verschiedenen Preisklassen Fieberglasbögen anbieten, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, daß das alles Schrott sein soll...wenn doch woran liegt das ist es ausschließlich das Gewicht der Wurfarme oder der Werkstoff selbst? Gibt es evtl. auch da unterschiedliche Materialien?
Ich habe mir einige Reiterbögen angesehen und ausprobiert, jedoch bilde ich mir nicht ein den Richtigen so ohne weiteres rausfinden zu können, ausserdem waren die meisten Bögen recht schwach dimensioniert, meist so 30-40#.
Eine Alternative könnte auch ein Marbow Recurve sein, die Dinger sind laminiert und ich habe noch nix schlechtes drüber gelesen.
Für eine Bogenempfehlung müßt ihr natürlich noch ein bischen mehr über mich wissen:
Ich bin groß, sehr groß und auch nicht aus Pappe...mein Auszug beträgt so ca. 32"
Ich hab gelesen, daß Kassai für so Riesen ganz gut sein sollen, ach ja der Bogen sollte auf jeden Fall ein bischen was abkönnen und nicht sofort kaputt gehen wenn ich ihn beim aufspannen mal ein bischen quäle.
Benutzeravatar
benzi
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 8360
Registriert: 31.10.2009, 19:19
Hat gedankt: 720 Mal
Hat Dank erhalten: 138 Mal

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von benzi »

cerberus hat geschrieben: Ist Fiberglas immer langsam, minderwertig, schlecht?
nein nicht immer, aber leider sehr oft...... eine Ausnahme macht z.B. der Hunne von Grozer, der einzige Fiberglasbogen aus dem ersten Teil meiner Testberichte in TB 48

http://www.bogenschiessen.de/bogenschie ... 8-2008.php

Grundsätzlich sind alle Fiberglasbogen im Eigengewicht deutlich schwerer und den wenigsten Bogenbauern gelingt es, eine Leistung aus ihnen heraus zu holen, die denen der laminierten Bogen nahekommt.

zu Kassai: die meisten Kassaibogen sind für einen weiten Auszug gemacht, so wie es die Kassaitechnik vom Pferd vorsieht. Aber Achtung: die Zugstärken werden bei Kassai für einen Auszug von 30" angegeben, nicht wie sonst üblich für 28"!

Kassaibogen sind im allgemeinen nicht die schnellsten, aber sehr ruhig im Abschuss und daher sehr präzise zu schiessen.

benzi
"Du hast den Verstand verloren, weißt Du das?" "Dafür hab ich ein Leben lang üben müssen"
(Peaceful Warrior, Film)
Ralph
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 1126
Registriert: 18.10.2009, 19:52

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von Ralph »

Könnte jemand trotzder ganzen Fach- und meiner Unkenntnis mal bitte versuchen den Unterschied zwischen statischen, dynamischeen und halbdynamischen Siyhas zu erläutern (und am besten die Sache mit ein- und doppelgelenkig mit),

Danke

Ralph
Benutzeravatar
Feanor1307
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 474
Registriert: 19.10.2010, 08:52

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von Feanor1307 »

Moin Moin,

ich probiers mal:

Statische Siyahs: Der Winkel zwischen der Siyah und deinem Wurfarm ist fest und verändert sich weder während des Auszugs noch sonst irgendwann (gutes Beispiel wäre hier der Mandschu Bogen)

Dynamische Siyahs: Der oben genannte Winkel ist dynamisch :), d.h. er öffnet sich beim Auszug und schließt sich beim Schuss. Dadurch erzielst du während des Auszugs eine kontinuierlich stärkere Hebelwirkung da der Hebel am Wurfarm (Siyah) während des Auszugs immer länger wird. Umgekehrt wird der Pfeil nach dem Release durch die Verkürzung des Bogens beim Zurückschnellen kontinuierlich mehr beschleunigt (theoretisch). Gutes Beispiel hierfür sind die "amerikanischen" Recurvebögen (Ragim Impala, BEARPAW Grizzly Hunter usw.) Bei klassischen Bögen gibt es solche halbdynamischen Siyhas meines Wissens gar nicht da sie sehr schwierig zu tillern wären (u.a.).

Bevor man jetzt zu den halbdynamischen Siyhas kommt noch die Sache mit "ein- und doppelgelenkig". Beim Eingelenkigen Bogen hast du nur die Siyha, den obersten Knick am Wurfarm. Der Rest des Wurfarmes ist gerade oder in einem Bogen "recurved". Das ist so beim schon genannten Mandschu-Bogen oder auch beim Koreanischen Hornbogen.
Doppelgelenkig sind die Türkischen Bögen oder auch die Mongolischen Bögen der Zeit um den Mongolensturm. Hier gibt es eine Einteilung in Sal (der sich vollständig biegende Wurfarm), Kassan (erster Knick) und Bas (Siyhah-zweiter Knick). Zwischen Sal und Kassan liegt das Kassan-Göz (?) oder auch Kassan-Auge, ein Bereich welcher sich erst bei Vollauszug öffnen sollte. Und damit sind wir schon bei den
Halbdynamische Siyahs: Bögen mit eben diesem besitzen neben dem statischen Siyha (Bas-bei den Türken) noch einen halbdynamischen Bereich. Der kann nach meiner Auffassung durch einen Doppelknick mit Kassan-Auge (Türkisch) oder durch einen zweiten dynamischen Bereich charakterisiert sein (Koreaner).

Vieles in dem was ich hier gesagt habe ist übrigens auch Auslegungssache. So ordnen manche den klassischen Skythenbogen den dynamischen Siyhas zu (es gibt ebenso viele Argumente dafür wie dagegen).

Grüße Feanor
Niemand versucht es herauszuholen, wenn er einmal weiß was in Ihm steckt!
Ralph
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 1126
Registriert: 18.10.2009, 19:52

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von Ralph »

Danke !!!

Klasse Antwort.

Ralph
Benutzeravatar
Suleviae
Full Member
Full Member
Beiträge: 121
Registriert: 11.06.2010, 11:53

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von Suleviae »

Hallihallo!

Einige wissen schon, ich als gebürtige Ungarin habe andere Meinung, als hier viele. In unsere Familie haben wir 5 Reiterbögen, davon sind 4 aus Fieberglas. Mein Mann hat einen laminierten, den könnte ich haben, möchte aber nicht. Ich bleibe bei meinem Fieberglasknüppel! ;D Und bin sehr glücklich damit. Zweitrangig, aber als Frau trotzdem sehr wichtig: überall werde ich angesprochen, wie schön mein Bogen ist.

Es gibt noch in Ungarn ausser Kassai und Grózer auch andere Bogenbauer, die gute Fiberglas Bögen bauen (und auch welche gute laminierte bauen). Ich kenne inzwischen einige Leute, die mit Fiberglas an Turnieren gute Ergebnisse haben.

Vor eine Woche war ich wieder Bogen kaufen, vom Grózer Hunne hat mich JEDE abgeraten!

Ich wollte nur sagen: Geschmäcke sind verschieden und Geschwindigkeit ist für mich nicht das Wichtigste! Ich habe noch nie einen Bogen nach Testbericht gekauft, sondern nach Probeschießen.

LG: Sylvia
Benutzeravatar
Feanor1307
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 474
Registriert: 19.10.2010, 08:52

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von Feanor1307 »

Moin Moin,

als gebürtiger Nachkomme von Schlesiern, Pommern, Thüringern, Polen und auch Schweden muss ich dem oben gesagten zustimmen auch wenn ich nicht weis ob meine Herkunft damit irgendetwas zu tun hat ;).
Die Strategie den richtigen Bogen durch Probeschießen zu finden ist sicher die richtige. Schwierig an diesem Vorgehen ist natürlich das nicht jeder Händler alle in Frage kommenden Bögen auch tatsächlich auf Lager hat. Dann muss man sich auf Tests verlassen oder kann damit zumindest schon einmal eine Vorauswahl treffen.
Auch ich denke das man aus Fiberglas sicherlich sehr gute Bögen bauen kann nur muss dann sicher auch irgendwie das Design an die Rückstelleigenschaften des Materials angepasst werden. Ich denke das ist der Grund warum viele dieser Bögen nicht so berauschend schießen. Aus Fiberglas kann man eben relativ kostengünstig so quasi jede traditionelle/nicht traditionelle Bogenform gießen. Es geht praktisch nicht kaputt und wird auch nicht vom Wetter beeinflusst (so einen Bogen kann man noch schießen nachdem er 3 Monate im Meer getrieben hat). Er sieht dem Original täuschend ähnlich zieht und schießt aber ganz anders. Ein Beispiel: Bei meinem Türken kommt die Streckung im Kassan Auge gleich als erstes beim Auszug (sollte eigentlich zuletzt kommen). Welchen Einfluss das auf das Wurfverhalten hat ist schwer zu sagen aber ich denke es macht den Bogen instabiler und nimmt dem Bogen Effizienz (da der Hebel zu spät verkürzt wird).
Auch ich denke das Geschwindigkeit nicht das wichtigste ist. Wichtig ist aber das ein Bogen gut ausbalanciert ist und sich ruhig schießen lässt. Wenn man wie bei einem Hunnen üblich schwere Pfeile schießt spielen wahrscheinlich beide Faktoren (Fiberglas und Geschwindigkeit kaum eine Rolle.

Grüße Feanor
Niemand versucht es herauszuholen, wenn er einmal weiß was in Ihm steckt!
Benutzeravatar
benzi
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 8360
Registriert: 31.10.2009, 19:19
Hat gedankt: 720 Mal
Hat Dank erhalten: 138 Mal

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von benzi »

Suleviae hat geschrieben: Ich habe noch nie einen Bogen nach Testbericht gekauft, sondern nach Probeschießen.

LG: Sylvia
ich zitier mich mal selber und zwar aus dem zweiten Teil meines Testberichtes:

"Bei den Reiterbogen gilt noch mehr als bei anderen Bogentypen, den Bogen vor dem Kauf zur Probe zu schiessen oder bei einem Fernkauf ein Umtauschrecht zu vereinbaren, denn Auszugsverhalten und Schusseigenschaften sind sehr unterschiedlich und bei allen Herstellern sollte das angegebene Zuggewicht überprüft werden."

http://www.bogenschiessen.de/bogenschie ... 5-2010.php

Ein Testbericht kann kein Probeschiessen ersetzen, aber er bietet einen Überblick über das Angebot und grobe Anhaltspunkte für z.B. max. Auszugslänge, Geschwindigkeit und Auszugsverhalten.

benzi
"Du hast den Verstand verloren, weißt Du das?" "Dafür hab ich ein Leben lang üben müssen"
(Peaceful Warrior, Film)
cerberus
Newbie
Newbie
Beiträge: 19
Registriert: 29.10.2010, 21:48

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von cerberus »

Feanor1307 hat geschrieben: Schwierig an diesem Vorgehen ist natürlich das nicht jeder Händler alle in Frage kommenden Bögen auch tatsächlich auf Lager hat.

Grüße Feanor
das ist das eine, andererseits ist es auch gerade für unerfahrene Schützen nicht so leicht zu beurteilen welcher Bogen passt.
Wenn man "nach Gefühl" entscheidet kann man auch daneben liegen. Ich fand den Nomad L3 besser als den G4, aber er war eben aus Laminat und auch länger als der G4, das kann dann schon eine Gewisse Voreingenommenheit verursachen.
Schließlich muß der längere Bogen für mich besser sein und "hochwertiger" und teurer ist er auch. :)

Kann mir jemand einige Reiterbögen nennen, die besonders bei langem Auszug geeignet sind?
Benutzeravatar
szuku76
Sr. Member
Sr. Member
Beiträge: 421
Registriert: 15.03.2009, 11:47

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von szuku76 »

cerberus hat geschrieben:
Feanor1307 hat geschrieben: Schwierig an diesem Vorgehen ist natürlich das nicht jeder Händler alle in Frage kommenden Bögen auch tatsächlich auf Lager hat.

Grüße Feanor
das ist das eine, andererseits ist es auch gerade für unerfahrene Schützen nicht so leicht zu beurteilen welcher Bogen passt.
Wenn man "nach Gefühl" entscheidet kann man auch daneben liegen. Ich fand den Nomad L3 besser als den G4, aber er war eben aus Laminat und auch länger als der G4, das kann dann schon eine Gewisse Voreingenommenheit verursachen.
Schließlich muß der längere Bogen für mich besser sein und "hochwertiger" und teurer ist er auch. :)

Kann mir jemand einige Reiterbögen nennen, die besonders bei langem Auszug geeignet sind?
Hallo, dieser Bogen ist defintiv für langen Auszug (34") geeignet:

http://www.youtube.com/watch?v=fXFKHghZ7GY

Dann dieser Bogen mit einem Intarsie-Technik (man kann auch ohne Intarsie haben) (34"):

http://www.youtube.com/watch?v=2zPv_hgdRZI
Benutzeravatar
benzi
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 8360
Registriert: 31.10.2009, 19:19
Hat gedankt: 720 Mal
Hat Dank erhalten: 138 Mal

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von benzi »

Suleviae hat geschrieben: Vor eine Woche war ich wieder Bogen kaufen, vom Grózer Hunne hat mir JEDER abgeraten!

LG: Sylvia
genau um solchen schwammigen Aussagen, die dann zu einem schlechten Ruf eines Bogens führen können, etwas entgegen zu setzen, habe ich mit den Testberichten begonnen!

Denn bei dieser Aussage wissen wir weder WER sie getroffen hat, noch WARUM......... weil der Bogen langsam ist? weil er stackt? weil er zu teuer ist? oder weil der Gefragte seine eigenen Bogen verkaufen will? ;D ;D

benzi
"Du hast den Verstand verloren, weißt Du das?" "Dafür hab ich ein Leben lang üben müssen"
(Peaceful Warrior, Film)
tecumtha2008
Full Member
Full Member
Beiträge: 224
Registriert: 10.02.2008, 09:09

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von tecumtha2008 »

Anstatt hier irgendwelche links auf youtube zu setzen, stelle lieber mal eine Auszugskurve und eine Geschwindigkeitsmessung mit 9 grain/lbs und bei rund 50@28 bei 28" Auszug online. Das ist dann zumindest mit Werten von Blacky vergleichbar (laminierte Langboegen,Recurves etc.). Irgendwelche Videos, in denen mal der Bogen gezeigt wird, wie er auf eine Scheibe geschossen wird sind weder informativ, noch lassen sie auf echte Fachkompetenz beim Handel mit diesen schliessen.
Warum haben die Haendler fuer ungarischen Bogen nicht den Mumm die Fakten auf den Tisch zu legen?
Bei einem anderen bekannten "archaischen" Shop ist das dasselbe Spiel....
Ist es nicht hilfreich fuer potenzielle Kunden zu wissen, dass ein Bogen erst bei X-Zoll Auszug gute Geschwindigkeitswerte aufweisst? Siehe Grozer TRH Tuerke.
Die Auszugskurve macht den Anfang und vernuenftige Geschwindigkeitsmessungen ergaenzen dies dann...
Das erstellen einer Auszugskurve dauert mit Schreiber vielleicht 15min. Wenn ich also 10 Bogentypen verkaufe, dann kann ich alles in rund 3 Stunden, einschliesslich Eingabe in Excel erstellen. Wenn mir meine potenzielle Kundschaft nicht 3 Stunden meiner Zeit wert ist, dann ist das schon fragliche Geschaeftspolitik.....
Ich weiss, die "Kunden" kommen ja auch so.....
Benutzeravatar
benzi
Forenlegende
Forenlegende
Beiträge: 8360
Registriert: 31.10.2009, 19:19
Hat gedankt: 720 Mal
Hat Dank erhalten: 138 Mal

Re: Reiterbogen - woher und welche Pfeile?

Beitrag von benzi »

den Turul von Vegh hab ich gerade zum Testen da und eben mit ihm geschossen.......... ;D

Die Werte die ich ermittel werden dazu dienen den Bogen mit anderen Reiterbogen im Zuggewichtsbereich von ca 35# bei 28" zu vergleichen. Geschwindigkeit und Weitschüsse werden bei 30" Auszug gemessen.

Mehr wird natürlich noch nicht verraten. ;D

Wer Geschwindigkeitsmessungen von Reiterbogen bei 28" und 50# einfordert, zeigt meiner Meinung nach, dass er von der echten Welt der Reiterbogen noch weit entfernt ist.......... :'(

lG benzi
"Du hast den Verstand verloren, weißt Du das?" "Dafür hab ich ein Leben lang üben müssen"
(Peaceful Warrior, Film)
Antworten

Zurück zu „Bögen“