Seite 3 von 4

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 30.09.2010, 13:50
von Blacksmith77K
Na ich teile den Stave 2x

1x um das Kernholz mit Hick- oder Bambus zu backen

1x um 2 schöne Staves zu haben. Splint- und Kernholz.

Da die Ringe aber nicht symetrisch laufen, sondern mittig einen Herzbogen machen bietet es sich doch an, DORT zu spalten/schneiden. Oder?

Die blaue Linie für den 2ten Schnitt... Oder gäbe es eine bessere Möglichkeit?

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 30.09.2010, 15:05
von Ravenheart
Blacksmith77K hat geschrieben:Na ich teile den Stave 2x
Da die Ringe aber nicht symetrisch laufen, sondern mittig einen Herzbogen machen bietet es sich doch an, DORT zu spalten/schneiden. Oder?

Ja genau! So würde ich's auch machen!
(Hätte aber auch sein können, dass Du die 2 Risse meinst...)

Rabe

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 30.09.2010, 15:14
von Blacksmith77K
Gut, somit wird der erste Bogen aus dem Stave ein Eibe Kernholzbogen mit hmmm, Vorschläge her: Bambus? Hickory? Oder gibbet was schöner/besseres 'einheimisches', um den Rücken zu machen?

BergAhorn vielleicht? Das wäre ja nett, funzt das? ???

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 30.09.2010, 15:17
von Ravenheart
Ulme kommt Hickory in den Eigenschaften am nähesten!

Rabe

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 30.09.2010, 15:25
von Galighenna
Also dem Aussehen halber würde ich ja ein Holz nehmen das dem Splintholz der Eibe ähnlich ist. Zudem sollte es ja auch sehr gute Zugeigenschaften haben.
Mit Hickory bist du gut beraten, mit Bambus auch. Ansonsten hmm, was ist denn noch zugstark? Esche fällt mir da noch ein. Ich wüsste nur nicht wie ich aus Esche ein dünnes (3-4mm) Backing basteln soll, dass einem Jahresring folgt und sich dennoch schön auf das Bauchlam kleben lässt. Eventuell mit stehenden Ringen *grübel*

Bergahorn ist eher so la-la... Ahorn ist ein schwieriges Bogenholz, das auch gerne mal bricht wenn die Quali nicht top ist oder das Design nicht stimmt

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 30.09.2010, 15:36
von Blacksmith77K
Hickory ---> check

Bambus ---> check

Ulme ---> ...wo um Himmelswillen bekomme ich ein Ulme-backing her?

Und, achso, reichen 5mm Backing aus?

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 30.09.2010, 15:42
von Galighenna
Jau 5mm reichen aus. Zumindest für die meisten "normalen" Zuggewichte.
Für den Bereich um 45Pfund würde ich sogar eher 3mm an den Tips und 4mm m Griff nehmen, evtl noch ein bischen dünner.

Die Maße sind nämlich an meinen Hickory auf Massa Versuch angelehnt und Massa ist wohl etwas Druckstärker als Eibenkern.

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 21:53
von Ravenheart
Galighenna hat geschrieben:Na das wäre super!
Hat ja auch keine Eile.
So, hab mal Probestücke fotografiert! Die schlechte Eibe hat einen deutlich erkennbaren Porenanteil! Sie ist zudem spürbar leichter, schwammig, und kurzfaserig!

Rabe

(PS: Natürlich wurden beide mit der selben Säge geschnitten und auch danach gleich behandelt, also gleich (~viel) geschliffen und so...)

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 22:01
von Galighenna
Danke Rabe
Das sieht man ja auf den ersten Blick. Die Eibe muss ja wohl krank gewesen sein oder sonstwie irgendwie im Wachstum gestört worden sein.
Gut das mein feines Stämmchen so ausschaut wie auf dem Foto links :)

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 22:09
von Ravenheart
Krank oder gestört würde ich ausschließen! Es war ein mächtiger Stamm mit eher breiten gleichmäßigen Ringen, da kann es dem Baum sooo schlecht nicht gegangen sein!

Rabe

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 22:43
von Blacksmith77K
Also das, was auf dem RECHTEN Stück Eibe zu sehen ist, schließe ich bei meinem Stave (...um den es ja geht...) definitiv aus. Der ist eher noch feiner, als das Stück auf der linken Seite. Kann garnicht nachvollziehen, wie du sowas auf den Bildern von meinem Stück ggf. vermuten konntest/solltest/wolltest?! Bild

Ich kann jetzt wieder beruhigt schlafen... ;D

@Rabe

Was man auf deinem rechten Stück sieht, sind Winter-Embolien. Wenn von Embolien die Rede ist, denkt man zunächst an Thrombosen, also Verschlüsse von Blutgefäßen. Weniger bekannt ist, dass auch Pflanzen von Embolien bedroht sind. Dabei handelt es sich um Luftblasen, die die Wasserleitungen im Holz verstopfen. Sie entstehen bei Trockenstress sowie beim Übergang von Gefrier- und Tau-Perioden. :-*

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 22:56
von Ravenheart
Hmmm... jetzt, wo ich mir Deine Bilder oben noch mal angesehen habe, verstehe ich es auch nicht...
Hast Du die noch mal ausgetauscht, oder hab ich da "Gespenster gesehen"??

Freut mich jedenfalls, dass es NICHT so ist! :)

Rabe

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 22:58
von Blacksmith77K
Nö... habe ich net. :) Habe Dir aber in meinem Beitrag weiter oben noch was in blau zurückgelassen. 8)

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 23:11
von Ravenheart
ah....danke, war mir neu!!
Das Holz ist allerdings durchgängig so; "Luftblasen" kling nach lokalen Ereignissen, davon kann hier nicht die Rede sein...
Trifft es dennoch zu?

Rabe

Re: 2te Eibenholz Qualitätsfrage

Verfasst: 03.10.2010, 23:36
von Blacksmith77K
JA.

Botaniker rechnen durchaus mit der spontanen Bildung von Gasblasen in den Leitungsbahnen des Xylems und sprechen von Kavitation. Tritt dies Ereignis ein, so die herrschende Lehrbuchmeinung, fällt das betreffende Xylemelement für den Wasseraufstieg aus - und zwar schließlich irreversibel (...und über die gesamte Länge des Kanals...) wenn Luft ins Xylem gelangt (Embolie). Der Baum überwindet das Problem durch permanentes Dickenwachstum des Stammes, weil dabei neue (wassergefüllte) Gefäße ausdifferenziert werden.
Die 'toten' bleiben dann in dieser Art und Weise sichtbar.