Habe meine Stammstücke gespalten, hatten alle Drehwuchs, 180° auf 1 m Länge. Das Bild zeigt die Stirnfläche eines frisch gesägten Zwetschgenstammes mit dem breiten Splint der Hauspflaume. Die Wildform hat i.d. R. einen schmaleren Splint. Die orange Farbe vom Splint wandelt sich beim Trocknen in ein hellgelb (auch sehr schön), das Kernholz bleibt so, auch die lila Farbtöne.
Werde trotzdem versuchen, aus dem Drehteil einen Bogen zu bauen, indem ich einen schmalen Streifen raussäge und den dann mit einem Backing versehe. Das schöne Kernholz ist auf der Bauchseite eh wichtiger, schließlich stehen die anderen Schützen ja hinter einem
JavaScript:paste('');
Da poste ich doch meine Bilder gleich dazu, dann haben wir einen prima Vergleich:
Als ich das Bild machen wollte und den Spaltling aus dem Lager geholt hab, hat´s mir fast den Vogel rausgehaun, ich hoffe der Fras ist auf dem Bild zu erkennen, als ich dann die Rinde runter gemacht hab, weiß ich nicht mehr was ich zuerst gesehn hab, den Drehwuchs oder die tiefen Risse, ich denke das wird leider kein Bogen, naja mit dem Kernholz läßt sich viel machen. Damit wir was daraus lernen können, wie ist Käferbefall bei Holz, bei dem die Rinde drauf bleiben sollte zu verhindern?
@ Nacanina: schon klar, UV-Farbe oder den Griff mit dem lila Holz immer gut festhalten, damit die Sonne nicht rankommt ;-)
@ Benz: das ist der Pflaumensplintholz-Käfer, der frißt unter der Rinde (d.h. die Larven), geht bis zum Kern, aber meist nicht weiter, besonders gern auch in Kirschbaumholz, also Rinde ab, und alles befallene Holz runtersägen. Die Käferlarven kann man übrigens gut verfüttern, an Hühner, Meisen und Buntbarsche:-o Dieser Käfer befällt Holz relativ schnell
@Benz
da hast du dir aber schöne Käfer eingefangen.
Sind übrigens Bockkäfer.
Das sind sehr schöne und an Laubholz in d. Regel sehr selten Käfer (Ausnahme: Eichenwidderbock), die leider die unangenehme Angewohnheit haben, ihre Kinderchen im Schutz von Holz großzuziehen.
Kann man ihnen ja nicht verdenken- sie würden ja sonst von Vögeln oder anderen gefährlichen Tieren gefressen.
Da ist noch eine Kleinigkeit:
Die LArven fressen einen gekrümmten Hakengang in dein Kernholz. Dort machen sie sich eine"Spanpolsterpuppenwiege" (das heißt wirklich so!), und verpuppen sich.
Wie tief, das ist von Art zu Art unterschiedlich.
Rechne so mit ca 3-6 cm. Weil es wahrscheinlich eine seltene Art ist, kannst du nichts dagegen machen.
Denn prophylaktisch dagegen Insektizide einzusetzten, halte ich doch für verfehlt und ist u. U. auch nicht mit dem Naturschutzrecht vereinbar. Aber einen Trost hast du ja.
Es ist bestimmt ein besonderer Käfer, der sich für dein Holz interessiert hat ;-) ;-)
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Snake-Jo:
wie kommst du auf den Kerl? Ovale Bohrlöcher machen die Splintholzkäfer nicht.
Ich finde, es ist ein typisches Bockkäferfraßbild.
Soll Benz mal eine ausgraben, oder die Puppe isolieren
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Also ich habe auch schon heftigst angenagte Staves verarbeitet (Esche)... Man lässt doch eh nur ein paar mm Splint stehen, so tief sollten die Löcher nicht gehen, und selbst wenn; an einzelnen Stellen stört das wenig, wird halt aufgefüllt und gut. Und gehen sie großflächig bis auf den Kern: Backing drauf!
Nur bald entfernen würde ich die Biester! Einfach mit dem Ziehmesser runterschnitzen!
Rabe
(Und nicht die Reste im Keller liegen lassen! Am Besten verbrennen oder über die Biotonne entsorgen!)
@jawohl, es sind Bockkäfer, es käme in Frage der Splintholzbock Leiopus nebulosus oder der Veränderliche Scheibenbock, der nur Laubholz angreift. Übrigens hat der Rothals bock runde Fluglöcher (Ausnahme der Regel)
@Rabe ja, unbedingt die befallenen Holzteile entfernen und besonders die Obstbaumhölzer alle anschauen. Bei mir ist besonders häufig Kirschbaumholz befallen
ich habe übrigens mein stämmchen der länge nach gespalten. da das stück bananenförmig gebogen ist, konnte ich schlecht vorher mit der kreissäge rechts und links einen schnitt anbringen. aber es ist ohne drehwuchs und ließ sich gut aufreissen. jetzt liegt es draussen unter einem kleinen dach und kann erstmal bis zum sommer dort liegen bleiben. dann will ich es richtig ins trockene legen. entweder im holzstall oder unterm dach. gibt es irgendwelche einwände dagegen?
"Der starke Mann trotzt dem Regen. Der kluge Mann stellt sich unter."
@hunbow
wenn du alle Enden und auch die Astlochbereiche mit Leim versiegelt hast, nein!
noch ein Tipp: Habe schon erfolgreich Pflaumenholz (Spaltlinge)in einer Kiste mit Sägespänen getrocknet (im geheizten Keller), die Sägespäne speichern und verteilen die Feuchtigkeit gleichmäßig, sodass die Rissgefahr minimiert wird.
Meine Stammstücke sind bereits nach 2 Tagen draußen auf dem Rasen gefährlich angerissen (mehrfach).
Zwetschge reißt einfach gerne und schnell ;( ;( ;(
Mein Vater hat gestern einen Pflaumen Baum gegroundet! Bin aber noch nicht zum Versiegeln gekommen. Sollte ich wohl noch heute machen, wenn ich diesen Thread bzgl. Risse lese.
Stamm ungefähr 1,80 - 1,90 m lang; 20 cm Durchmesser davon 7 - 10 cm Kernholz.
Habe ich das richtig verstanden? Am besten Rinde erst dranlassen später abmachen (wann ab?) und wenigstens einschneiden, besser spalten?
Tippe
PS.: Übrigens ist Pflaume das einzige wirklich wasserdichte Holz (wurde früher für Hähne z.B. Bierfaesser benutzt)
danke der nachfrage, er liegt immer noch vorm holzstall unterm trockendach. er hat jedoch trotz ausgibigem leimanstrich kleine trockenrisse an den enden bekommen.
ich werde ihn jetzt mal ins haus holen und schaun wie's mit ihm weitergeht.
"Der starke Mann trotzt dem Regen. Der kluge Mann stellt sich unter."
Insgesamt
Beiträge insgesamt 589277
Themen insgesamt 31604
Bekanntmachungen insgesamt: 5
Wichtig insgesamt: 29
Dateianhänge insgesamt: 116357
Themen pro Tag: 11
Beiträge pro Tag: 207
Benutzer pro Tag: 5
Themen pro Benutzer: 2
Beiträge pro Benutzer: 43
Beiträge pro Thema: 19
Mitglieder insgesamt 13634
Unser neuestes Mitglied: Karusel