Moral beim Bäume fällen

Was nicht in eine der anderen Kategorien passt.
Ulmenblatt
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Eiben?

Beitrag von Ulmenblatt »

@Nacanina

Wie stehts in Deinem Forst mit den Eiben, mit den Ulmen?

Bei Eiben fehlt es in der Regel ja an einem gesunden Anteil Jungwuchs, da sich die Rehe daran gütlich tun (und ihre Mahlzeiten trotz Giftigkeit unbeschadet überleben).
Denn die Eibe, nicht die Esche, ist der Weltenbaum!
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

Eiben lasse ich seit 9 Jahren pflanzen. (Seit 10 Jahren habe ich dieses Revier)
Da kann also noch nichts zu sehen sein. Die Kutscher und Reiter hatten es gründlich gemacht!
Die Bergulme fällt in großen Teilen des Reviers aus. Wird so 20-25 Jahre alt und stirbt dann ab.
Ich habe in einem Revierteil noch 2 sehr alte und ca 15 jüngere stehen. Um den Infektionsweg zu unterbrechen habe ich deshalb auch keine Bergulmen mehr gepflanzt.
Feldulmen gibt es ca. 15 Stück. Die Qualität ist aber leider miserabel.
Ich habe letztes Jahr angefangen, Feldulme einer anderen Herkunft zu pflanzen. Mal sehen...
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
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shewolf
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Ulmen

Beitrag von shewolf »

@nacanina: was ist mit der chinesischen Ulme, Ulmus parvifolia. Ich habe seit 15 Jahren eine aus einem Steckling selbstgezogene als Bonsai, aber wenn ich Stecklinge von ihr abnehme und einpflanze, werden die ja normal groß. Ist diese Baumart vielleicht resistenter gegen "deutsche" Pilzerkrankungen??
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Bäume fällen und Moral

Beitrag von Archiv »

Es ist schön zu sehen, daß sich doch einige hier über so ein Thema Gedanken machen.Gerade angesichts der Gedankenlosigkeit gegenüber der Natur und ihrer Geschöpfe, die leider bei einem Großteil unserer Mitmenschen vorherrscht, ist es erfreulich zu sehen, daß es auch anders geht.

Gruß, ub.1
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

@shewolf
leider weiß ich das nicht.
Es kommt darauf an, ob der gr, Ulmensplintkäfer diese Ulme "mag".
Wenn er sie mag, schleppt er auch Sporen von Ceratocystis ulmi, einem amerikanischen Pilz ein.
Wenn die Chinesin dann auch damit zurecht kommt,
sollte es was werden. (oder auch nicht- es gibt viele Möglichkeiten, einen Baum umzubringen...
Wundert mich immer wieder, dass da noch so viele von da sind.
Ich bereite gerade einen Vortrag zu Thema "biotische Schäden an Fichte" vor. Das wird uns ja leider nächstes Jahr sehr beschäftigen.
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

@ ub.1: Stimmt gar nicht, das mit der Gedankenlosigkeit!!! Ich mache mir über JEDEN Baum, den ich sehe, SOFORT Gedanken:

- Ist das Holz geeignet?
- Wo müsste der Griff liegen?
- Welche Seite wäre vorn? Welche oben?
- Nähme ich den Ast mittig, oder würde ich daneben bleiben?

u.s.w., u.s.w..... :D

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Rabenschwarze Warze

Beitrag von Ulmenblatt »

Nun ja, Rabenherz,
Wo liegt dein Gewissen.
Und somit GuteNacht. Ich freue mich darauf, mit Dir Langbogen zu bauen, ja ja .
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

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eddgar
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moral bei bäumen

Beitrag von eddgar »

ich hätte nicht wirklich moralische bedenken einen baum zu fällen wenn es nur um den baum geht. aber die frage ist doch: soll, muß man sich denn immer gleich alles nehmen was man "haben will" und es so anderen und der umwelt ohne zu fragen wegnehmen?

es gibt menschen wie nacanina die genau wissen welches holz zur verfügung steht, die gibt es im ganzen land und ich denke da kann man fragen und sogar was dabei lernen.

OSAGE: jungs passt wirklich auf mit der einfuhr von diesem teufelszeug. soweit ich weiß vermehrt sich das wie hölle und kann unsere heimische vegetatiton gefährden, so wie es einige andere pflanzen schon tun (goldrute, japanischer knötereich), diese neueingeführten pflanzen haben ein ausgeprägtes konkurenzverhalten und gewinnen meist weil sie sehr agreesiv sind(was meinst du zu osage nacanina?)

Eibe hegen, robinie umhauen: sehr pauschal, die eibe kann man nämlich (egal wie alt) absolut "runterkrotzen" und die wird wieder. sie treibt super gut aus dem alten holz nach. die robinie ist aber total futsch, tot.

@HAEBBIE: tot war vielleicht übertrieben, aber es ist definitif neuer jungwuchs und nicht die alte , ursprüngliche pflanze (wie bei der eibe). außerdem ganz so wie dus schreibts muß es nicht immer sein. sie ist ein guter parkbaum und fürs stadtgebiet gut geeignet. man sollte sie vielleicht nicht unbedingt in den rasen stellen. vielleicht ist dein exemplar ja auch unter stress.(boden, wasser, temperatut, etc.)

@shewolf: soweit ich weiß müssen die ulmen eine gewisse höhe und stammdicke haben damit sie der ulmensplintkäfer trifft (der kann nur geradeaus fliegen, ist etwas dusselig das tier), deshalb als bonsai ist deine ulme nicht gefährdet (ist aber ein hübscher bonsai, ich kenne die dinger)
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

@eddgar
ich habe auch etwas Bauchschmerzen bei Osage.
In den Wald würde ich nichts davon pflanzen!
Im Garten habe ich im Herbst 4 Stück gepflanzt.
Ich teile deine Ansicht über Neophyten voll und ganz!!!
Wir haben große Anstrengungen unternehmen müssen, um den Riesenbärenklau zu bekämpfen. Es ging letztendlich nur mit Gift. Und davon nicht zu knapp...
Auch den von dir genannten Knöterich haben wir schon bekämpft. Das geht auch im Wald- aber eben nicht am Wasser.
Ich kenne im Harz ganze BAchsysteme, wo diese Pflanze komplett die einheimische Flora (und damit auch die Kleintierfauna) verdrängt hat.
Zum Ulmensplintkäfer: Er möchte schon die CHance haben, eine Brut zu entwickeln. Das geht halt erst ab einer bestimmten Stammdicke. Da kennt er sich schon aus. Nützt ja nichts zu bohren, und die Weibchen zeigen dir einen Vogel!
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Haebbie
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Beitrag von Haebbie »

@ Edgar

In Sachen Robinie muss ich Dir wiedersprechen. Es gibt kaum einen besseren Überlebenskünstler unter den Bäumen als diesen. Wenn es so wäre, absägen = tot, dann wäre sie nicht der Horror vieler Förster. Du schlägst einen Baum und hast 100 Schösslinge. Und aus jedem kann wieder ein Baum werden. Es reicht noch nicht mal die zu schneiden um dem Baum endgültig den Garaus zu machen. Die Unterlage schafft es, gleich mehrere Male auszutreiben. Und dann ist da noch die Chemie. Robinie verändern den Boden so, dass fast nix anderes mehr wächst außer Robinie. Eigentlich mag ich den Begriff Unkraut nicht, aber bei desem Gewächs und ein paar anderen Neos könnte ich mir das nochmal überlegen.
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Herbert
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Beitrag von Archiv »

Tja, das Thema "Nachhaltigkeit" zieht überall ein...

Die Förster (oder welcher offizielle "Waldpfleger" auch immer) sägen und fällen so viel, da sehe ich einfach keine Notwendigkeit, selbst zur Axt zu greifen. Zumal ich als Laie viel zu viel Respekt vor der Materie habe und nicht ausschließen kann, einen guten Baum zum falschen Moment zu erwischen.
Dann doch lieber periodisch mit dem Förster verabreden oder eine Telefonnummer hinterlassen, falls mal was brauchbares "abfällt"...
:D
eddgar
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@haebbie

Beitrag von eddgar »

hab meinen text für dich noch mal edditiert.

fällt mir aber noch was ein: nimm die monophylla robie, die macht das net, is ganz brav... :D
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Beitrag von Nacanina »

Robinie produziert Wurzelbrut (Elsbeere , Weißerle) und die Eibe macht Stockausschlag (Hainbuche, Esche).
Es ist aber alles die identische Pflanze. Vegetative Vermehrung).
@ Julia:
kennst du noch andere Waldpfleger?
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nacanina

Beitrag von eddgar »

stimmt! genetisch gesehen ist die robinienbrut mit der mutterpflanze identisch. nur ists halt nicht mehr der gleiche standpunkt. das ist dann der allgemeine, sehr langsam springende springbaum.

wenn ich eibe auf den stock setze oder schrittweise absetze dann treibt sie eben am alten holz wieder aus und net irgendwo nebendran.

stimmt doch so oder?

und r. monophylla macht soweit ich mich entsinne keine brut. ist das richtig?
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