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Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 02.02.2021, 13:56
von Spanmacher
Ich würde mit Maßnahmen jeglicher Art warten, bis Du mit der Bearbeitung so weit bist, dass ein wirklich brauchbares Bild entsteht.
Immer mit der Ruhe!

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 02.02.2021, 19:30
von schnabelkanne
Servus, Dübel und auch Epoxs Sägemehlgemisch halten das aus auch wenn nur mehr Reste davon übrig bleiben.
lg Thomas

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 02.02.2021, 20:53
von fatz
Eigentlich brauchst sie dann aber meistens nimmer. Schadet halt auch ned. Wenn gleich was reinmachst gibt's halt keinen Aerger. So oder so...

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 03.02.2021, 22:59
von WaBo
So, bin gerade beim Bodentiller. Das Loch ist inzwischen eine runde Kerbe, die immer kleiner wird, wobei ich die Stelle erstmal etwas dicker lasse. Sobald ich ihn auf Standhöhe habe, gucke ich mal wieviel übrig ist und stelle in Bild rein.

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 05.02.2021, 20:26
von WaBo
So, heute hatte ich ein wenig Zeit zum Tillern und bin bis zur Standhöhe gekommen.

Diese Reflexe/Deflexe machen das Ganze echt spannend.

Vor allem tauchte am unteren WA außen auf einmal ein starker Deflex, bzw. eine stark biegende Stelle auf, den ich vorher absolut nicht gesehen habe.

Ich denke jetzt müssen die Wurfarme in Griffnähe etwas dünner werden, da dort bisher nicht so viel passiert. ´
Kann ich die Reflexe von der Biegung bei Auszug 1 zu 1 abziehen, oder wie geht man da am Besten vor?

Der Ast ist übrigens weggefallen. Der Punkt geht an Neumi ;)

Anbei an paar Bilder. Links ist Oben.
Falls ihr Fehler seht, bitte laut schreien.

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 05.02.2021, 22:03
von schnabelkanne
Servus, die Kanten der WA sollten abgerundet sein? sieht man auf den Fotos schlecht, so rund wie der Rand einer Kaffeetasse.
Reflexe Stellen - der Bauch folgt in der Dicke dem Rücken
Deflexe Stellen - vorsicht, vor allem am Anfang etwas mehr in der Dicke stehen lassen.
Mit dem starken Reflex und den Wellen ist es halte ein sehr schwieriger Stave.
Im unteren WA am Ende ist eine Schwachstelle, den unteren WA vom Griff bis ca. WA Mitte schwächen um die Schwachstelle zu entlasten, vorerst nicht weiter ausziehen.
lg Thomas

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 07.02.2021, 21:30
von WaBo
Ich habe den unteren WA fleißig geschwächt und ein wenig weiter getillert.

Leider ist mir da gehörig Zugkraft verloren gegangen und die Schwachstelle ist immer noch zu sehen.
Ich bin jetzt auf 15#@15" und will zumindest 30#@28" erreichen.
Wäre es eine Möglichkeit, die Schwachstelle mit einem Leinenflicken plus Wicklung zu verstärken?

Abgespannt sieht er jetzt auch anders aus als am Anfang. Der Reflex ist deutlich schwächer geworden.
Dieser Stave ist auf jeden Fall lehrreich. ::)
Anbei Bilder vom aktuellen Stand.

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 07.02.2021, 22:04
von schnabelkanne
Die Schwachstelle im rechten WA ist halt entscheidend, damit wirst du nicht mehr auf 30# kommen.
Die Schwachstelle zu verstärken ist halt sehr aufwendig und wahrscheinlich hat er schon Stauchbrüche bei der Schwachstelle, ich würde ein neues Projekt starten ist ja gerade Erntezeit.
Stave mit derart starken Reflex und ungleichen WA sind halt extrem schwierig zu Tillern.
Ev. Haben meine Kollegen noch eine Lösung, außer thermische Verwertung.
Lg Thomas

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 07.02.2021, 23:03
von WaBo
Naja, in die Feuertonne wollte ich den noch nicht hauen.
Notfalls gehe ich auch auf 25 oder 20# runter, dann kann meine Frau (die noch fleißig dafür begeistert wird) damit auch mal schießen.
Hauptsache ich habe endlich mal einen fertigen Bogen.

Bei der Schwachstelle habe ich echt nicht aufgepasst und sie nicht kommen sehen. Sehr ärgerlich, aber Stauchrisse sind noch nicht zu erkennen.

Ich tendiere gerade zum Flicken und evtl. Kürzen. Momentan ist eine 170cm Sehne drauf.
Standhöhe ist ----15cm --- 14,5cm----

Oder hat jemand eine bessere Idee?

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 08.02.2021, 07:05
von fatz
WaBo hat geschrieben: 07.02.2021, 21:30 Wäre es eine Möglichkeit, die Schwachstelle mit einem Leinenflicken plus Wicklung zu verstärken?
Kannst schon machen, bringt aber nix ;)

Ich denk, dass da nimmer viel rauskommt, aber wenn Spass dran hast, kannst ihn noch zu tode tillern.
WaBo hat geschrieben: 07.02.2021, 23:03 Oder hat jemand eine bessere Idee?
Neues Holz, neues Glueck

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 08.02.2021, 07:36
von Theron
Einfach erst mal tief durchatmen....
Überlegen wo war ich zu schnell, was lief schief, was war wirklich gut (oder besser als erwartet)...
Schwachstelle großzügig markieren....
An beiden Enden je 5 cm einkürzen...
Nochmal von ganz vorne beginnen...

Gönn Dir und Deinem ersten Stave nochmal 2-3 Stunden...
Wenn es nich hinhaut...
... siehe Fatz

Liebe Grüße
Theron

Edit: Flicken führt nur zu noch mehr flicken. Schau ab jetzt nicht mehr auf das Zuggewicht, nur noch auf sauberen Tiller ;)

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 08.02.2021, 10:09
von Neumi
Theron war schneller, so seh ich das auch.
Durch das kürzen rutscht die Schwachstelle weiter nach außen, was gut ist.
Der Bogen ist jetzt ca. 177 cm lang ??
Du könntest auch noch weiter kürzen und den Griffbereich biegen lassen, dann rutscht die Schwachstelle noch weiter Richtung Ende und 28" Auszug sind trotzdem möglich und sogar dein Wunsch-zuggewicht.
Grüße - Neumi

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 08.02.2021, 12:34
von WaBo
Danke euch für den Input.
Die Feuerholz Variante hebe ich mir für ganz zum Schluss auf.
Selbst wenn das hier nichts wird; jeden Fehler den ich hier mache, kann ich beim nächsten Versuch eher vermeiden. Daher wird dieser Bogen gnadenlos zu Tode getillert, falls nötig.

5-7cm pro Seite zu kürzen klingt gut.
Dann würde sogar die 60" Sehne vom letzten Versuch drauf passen. Und im schlimmsten Fall habe ich halt ein wenig geübt...

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 08.02.2021, 12:54
von Burgunder12
Ich würde am rechten WA den Griff noch verkürzen und am Ende 7- 8 cm kürzen. Den linken WA dann weniger kürzen und den als oberen verwenden. Vor dem nächsten Aufspannen sollte er dann noch rechts in WA- Mitte mehr biegen.
Aber vorsichtig an den Tiller ran arbeiten!

Re: Der Anfänger und die Esche

Verfasst: 08.02.2021, 20:11
von st800
Ja das Problem kenn ich auch.
mein letzter Eschenstave hatte auch so eine Schwachstelle von mir produziert.
Hab den auf 20# getillert und dann ein facing mit Kirsche aufgeklebt.
Jetzt hat der Bogen 45# und wirft die Pfeile sauber raus.
Bevor du ihn verfeuerst wäre das vielleicht auch noch eine Option.

Gruß
Alfred