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Feuer und Sehne und Wachs
Verfasst: 03.10.2005, 22:54
von levellyn
Ich habe anfänglich Kunststoffnocken benutzt - jetzt nicht mehr. Ich mach'se jetzt self (daher Selfnock ;-) ).
Aber ernsthaft: einfach am Feuer härten, danach mit Natursehne (gewachst) umwickeln - und man hat Ruhe zum Schießen :-)
Wicklung
Verfasst: 03.10.2005, 23:31
von Broken Arrow
HI
Ich hab bis vor einiger Zeit auch keine Kerbe zur Aufnahme der Wicklung unterhalb der Nock gemacht.
Resultat: einige gerissene Nockenböden und hin und wieder eine zerfetzte Nock.
Sicherlich ist die Nockbodenwicklung bei Bögen unter 50# ausser acht zu lassen.
Ich jedenfalls habe seit ich den Nock Boden einkerbe und mit Zwirn "auffülle" keinen kaputen Nockboden mehr verzeichnet.
Ist auch logisch:
Wenn ich eine Kerbe unterhalb der Nocke einbringe, und diese dann relativ stramm mit Zwirn auffülle, dann habe ich doch im höchstbelasteten Bereich eine Art Klammer geschaffen die den "Spaltkräften" entgegenwirkt.
Aber : jeder wie er mag.
BA
RE:
Verfasst: 03.10.2005, 23:36
von Ravenheart
Original geschrieben von ravenheart
Kerbe für die Wicklung ist technisch gesehen Quatsch! [...] Keine Kerbe machen!
Rabe
Klammer
Verfasst: 03.10.2005, 23:41
von Taran
Klammerwirkung ist bei Wicklung unter der Nocke doch auch da, wenn diese nicht in einer Kerbe liegt! Verstehe das Argument einfach nicht...
Verfasst: 03.10.2005, 23:49
von holsche
:wacko
icke ooch nich...
RE: Wicklung
Verfasst: 04.10.2005, 07:53
von kra
Original geschrieben von Broken Arrow
...
Ist auch logisch:
Wenn ich eine Kerbe unterhalb der Nocke einbringe, und diese dann relativ stramm mit Zwirn auffülle, dann habe ich doch im höchstbelasteten Bereich eine Art Klammer geschaffen die den "Spaltkräften" entgegenwirkt.
...
Also eine Logik sehe ich da auch nicht drin. Wo soll der (mechanische) Unterschied zu einer Wicklung _ohne_ Kerbe sein?? In beiden Fällen wird der Schaft unterhalb der Pfeilnocke durch eine Wicklung zusammen gehalten, damit er bei der Belastung durch den Schuß nicht aufreißen kann.
Kerbe
Verfasst: 04.10.2005, 08:06
von Broken Arrow
Hi
Na da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt!!
Die Wicklung ist meiner Ansicht nach ab einem bestimmten Zuggewicht nötig.
Kerbe oder nicht sei dahingestellt.
Schädlich wird die Kerbe nicht nicht sein, sieht halt netter aus.
BA
Verfasst: 04.10.2005, 10:29
von Ravenheart
Doch, die Kerbe IST schädlich!
Da die Sehne einen geraden Weg nach vorn nehmen "will", der Pfeil sie aber (weil er am Bogen seitlich vorbei muss) seitlich "wegzieht", entsteht auf die Nocke eine Querkraft, also ein seitlicher Druck in Richtung Bogenmitte!
Diese Querkraft bewirkt auf der zum Bogen gerichteten Nockenseite eine Druckkraft an der Außenseite des Pfeils, eine Zugkraft in der Pfeilmitte. Diese können zum Aufspalten des Pfeils in der Längsachse oder zum Abbrechen der "Nockenwange" führen.
Befindet sich nun unterhalb der Nocke eine Einkerbung, können dort an der Außenseite des Pfeils keine Druckkräfte mehr übertragen werden!! Außerdem tritt an der Kerbe eine (die heißt wirklich so!) Kerbspannung auf! Der Potenzielle Knickpunkt wird geschwächt, der Drehpunkt für das Biegemoment nach innen verlagert, was die als Biegemoment wirkenden Kräfte auf diesen Punkt deutlich erhöht!
Die Gefahr eines Bruchs steigt.
Rabe
Verfasst: 04.10.2005, 18:49
von holsche
na DAS klingt nachvollziehbar... meine "ausgeschwungene" Verjüngung, ohne so jähen Querschnuittsunterschied wie die Wickelkerbe liegt auch deutlich tiefer...
also zwischen Nockenwicklung (so vorhanden) und Schlusswicklung der Feder...
Donnerstag werde ich hoffentlich Gelegenheit zum fotografieren meiner "Drumsticks" haben...
Der Holsch
Verfasst: 07.10.2005, 01:34
von holsche
so.... diss hier meinte ich:
Hartholeinsatz (Buche quermaserig eingesetzt mit und ohne Wicklung)
Rinderhornnock ohne Wicklung
[royalblue](edit: aufgeräumt...Rabe)[/royalblue]