Eibenbogen 27" / >70#

Hier kann man seine selbstgebauten Sachen zeigen. Nicht für Händler zum Vorstellen neuer Artikel gedacht.
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Chirion
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Chirion »

@ Nevis nicht falsch verstehen, meine Aussage, is im Grunde eine rein optische Geschichte und das is bekanntlich Geschmackssache. Funktionell ist da kein großer Unterschied, bei nicht mitbiegendem Griff, ob der nun abgesetzt ist oder nicht.
Chirion lehrt Pfeil und Bogen zugleich zu sein und eins mit dem Ziel zu werden

Den Bogen gespannt, durchstreifst du, der Beute entgegen, die Schattentäler der Nacht
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Tom Tom
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Tom Tom »

Ich Bau seit Jahren mit Knoten weil ich zu faul bin für zwei Ohren bzw zu faul es zu lernen...

Gerissen is noch keine und 8 Strang ff reichen für 60# :D

Lg Tom Tom
max2
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von max2 »

http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 98#p469198

Der Master Bow Builder ist jedenfals nicht der Master String Maker ::) .
Er braucht die doppelte Anzahl Stränge für geringere Reissfestigkeit. Und schneller ist er auch nicht.
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killerkarpfen
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von killerkarpfen »

Achtung! Knoten ist nicht gleich Knoten!
Je nach dem wie ein Knoten geschlagen wird reduziert dieser die Bruchkraft eines Strangs zwischen 20% und 80%. Solange er nur umgeschlagen ist und nur enge Radien auf den Strang wirken wird die Bruchkraft bis zur 50% reduziert. Sobald sich ein Knoten zusammenzieht und den Hauptstrang "abwürgt", wirkt das wie eine Beisszange. Die Bruchkraft wird um einiges herabgesetzt. Guckst Du hier

Der Bogen gefällt mir ganz gut.
Schöner Tiller. Die Form der Wurfarme finde ich auch für Eibe ganz in Ordnung, denn mit einem etwas flacheren Profil nehmen die nicht so viel Set an wie bei einem hohen D.
Der Griff ist Geschmackssache. Für mein Empfinden ist er sehr kantig. Auf dem Auszugsbild sieht man gut, dass die Bogenhand den aufgelegten Pfeil fast in die obere Ecke des Griffs drückt. Da nun ein Pfeil im Abschuss sich nicht nur nach der Seite verbiegt, sondern auch nach oben von der Hand / Pfeilauflage abgehoben wird, habe ich den Eindruck, der Pfeil werde in dieser schmalen Ecke in seiner Bewegungsfreiheit eingeengt. Dies würde sich in den Flugeigenschaften bemerkbar machen. Ich würde vorschlagen den Bogen beim Schiessen ca. 5 - 10mm tiefer zu greifen um dem Pfeil mehr Platz zu geben.
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jetsam
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von jetsam »

Ähm, ich glaube aber, das in diesen Händen der Griff auch besonders kurz wirkt ähm...
Dies ist die Welt.
Wundervolle und schreckliche Dinge werden geschehen.
Sei ohne Furcht.
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Nevis
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Nevis »

Der Griff misst 12cm. Zwischen den Anfängen der Fade-Out´s gemessen.
Und @Jetsam: Ja ich glaube die Hände von Norman sind ein wenig größer.... ;D
nächstes mal drauf achten.
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Nevis
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Nevis »

Chirion hat geschrieben:@ Nevis nicht falsch verstehen, meine Aussage, is im Grunde eine rein optische Geschichte und das is bekanntlich Geschmackssache. Funktionell ist da kein großer Unterschied, bei nicht mitbiegendem Griff, ob der nun abgesetzt ist oder nicht.
Kein Problem Chirion. ;)
Wollte Dir nur kurz erläutern wie es zu der Formgebung gekommen ist.
Der Stave hatte nach dem entfernen der Rinde eine makellose, astfreie Oberfläche. Ich habe dann zunächst die ursprünglich geplante Form mit den breiten (4,5cm) Wurfarmen aus dem Stave gearbeitet.
Anschließend musste noch etwa die Hälfte des Splint runter und da sind dann ne Menge, teils recht große, Totästchen zum Vorschein gekommen.
Da mir mein letzter Versuch mit Eibe vermutlich auch wegen Totästchen gebrochen ist hab ich mich dazu entschieden die WA´s schmaler (3,5cm an der breitesten Stelle) zu bauen und denen eine pyramidale Form zu geben. Damit sind die meisten fiesen Stellen aus den WA´s raus gefallen. Um dann noch das angepeilte Zuggewicht von 75# zu erreichen hab ich mich hier dann für´s D-Profil entschieden.
Fürs nächste mal werde ich dann wohl erstmal das Splintholz bis kurz vor den Zieljahresring runter nehmen. Dann sieht man besser ob ein geplantes Design zu realisieren ist. Der Stave war breit genug und hätte es schon her gegeben den Bogen unter Vermeidung der kritischen Stellen ein wenig anders ins Holz zu legen. Aber nachdem ich die Bogenform schon rausgearbeitet hatte war der Zug leider abgefahren. :P
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fatz
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von fatz »

@Nevis:
Vielleicht hab ist's ja ueberlesen, aber warum hast du eigentlich keinen mitbiegenden Griff gebaut? Waere bei dem Zugegewicht
und der vermutlich nicht allzuguten Holzqualitaet doch nicht verkehrt gewesen? 35mm Breite haette da auch ganz gut gepasst.
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Nevis
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Nevis »

@Fatz:

Ich denke das die Holzqualität egtl. schon recht gut war/ist.
Auch wenn vermutlich kein Vergleich zu den Top-Qualitäten wie Sie hier im Forum an verschiedenen Stellen gezeigt werden.
Für dass was man in Sachen Eibe im Rheinland ernten kann meiner Einschätzung nach aber schon ordentlich/solide.

Der Stave ist/war im Prinzp mit dem von Normchaos im Forum vorgestellten Stave vergleichbar:

viewtopic.php?f=15&t=27383&p=491354#p491354

Was die Entscheidungsfindung zu dem Bogendesign angeht.....

Hier muss ich vielleicht erst einmal kurz was zu meinen Erfahrungen im Bogenbau sagen:

In meiner Kindheit habe ich mir meine eigenen Bögen gebaut. Das waren grob bearbeitete Ebereschenschösslinge die im Prinzip nur entrindet, getillert und mit Nocken versehen waren. Flitzebögen.
Ich habe dann vor ca. 10? Jahren dann mal einen mit Bambus belegten Ipe-Stave bei Hermanski-Bogensport im ELB-Design gekauft und den dann getillert, ein paar Hornnocken und nen Griff aufgeklebt. Den Griff habe ich dann noch mit Perlrochenhaut bezogen. Der fertige Bogen hat 35-40#. Schießt sich immer noch gut und die Arbeit an dem hat mir geholfen ein wenig Erfahrung zu sammeln.
Danach habe ich aus einem Eibenast einen Kinderbogen gefertigt. Mitbiegender Griffbereich, Länge ca 140cm, Zuggewicht ca 20-25# bei 20"? Auszug...ist schon ein paar Jahre her daher hab ich hier keine genaueren angaben mehr.
Der ist mir dann aufgrund von überziehen und der schon erwähnten Totästchen gebrochen.
Der hier jetzt vorgestellte Bogen ist der dritte von mir gefertigte Bogen, wenn man meine Flitzebögen aus Kindertagen mal weg lässt.

Von daher kann man wohl sagen das es mit meinen Erfahrungen in Sachen Bogenbau oder wie hier speziell mit dem Werkstoff Eibe nicht allzuweit her ist. ;D

Daher sind auch solch grundsätzliche Entscheidungen die das Design betreffen derzeit noch reine Bauchentscheidungen.
Und in diesem Fall hat mein Bauch gesagt dass der Griffbereich nicht mitbiegend sein soll. ;)
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fatz
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von fatz »

OK. Das mit der Holzquali war nur so eine Vermutung, wegen der Herkunft. Ich hab mit Eibe 0 Erfahrung.
Allerdings, gerade wenn du den Bogen davor ueberzogen hast haett ich die 20cm Griff mitbiegen lassen...
OK, OK, ich bin einfach grad aufm ELB-Trip ;D
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von NormChaos (✝) »

Hiho

zum Auszugsbild.. ja, ich hätte etwas tiefer greifen sollen es war nochn bisschen Platz nach unten ::)
zu meiner Verteidigung sei gesagt, da wurde nicht geschossen (nagut.. das Foto schon) :D .

Mein Garten ist etwas zu klein und rundum zu bebaut um so ein Kaliber in Vollauszug zu betreiben
auch wenns um manchen Nachbarn nicht schade wäre >:) :-X

Aber zum Bogen.. mir gefällt er sehr gut und der Griff liegt angenehm in der Hand. Der Auszug ist angenehm weich, allerdings bin ich noch ungeübt was das saubere lösen bei den Zuggewichten angeht.
Bei den paar Schüssen mit weniger Auszug kamen die Pfeile aber schön flott aus dem Bogen.

@Nevis: Du hättest den Bogen ruhig hier lassen können.. pass gut drauf auf >:)

LG
Norm
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Blacksmith77K »

Wenn man den Bogen jetzt noch zu Ende tillern würde, hätte man einen wirklich sportlichen Eibebogen. Aktuell bescheinige ich dem Bogen 'ungesehen' einen verhältnismäßig hohen Handshock und ein starkes 'überstrecken' beim Pfeilabwurf...

Ich (...mein Gusto...) würde nochmals an die äusseren Wurfarmdrittel rangehen, damit's auch ein guter Bogen wird:
rick4589.jpg
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

76" Yew Warbow (ELB) 135#@32"
74" Yew Warbow (ELB) 105#@32"



...and several yew warbows...
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Nevis
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Nevis »

Gegen den Elb hat hier für mich die Länge des Staves von "nur" 179,5cm und der vorhandene Drehwuchs gesprochen.
Wie gesagt....reine Bauchentscheidung. ;)
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killerkarpfen
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von killerkarpfen »

Ja Warbows scheinen im Moment hier im Forum gerade der Hype zu sein. Bis vor kurzem waren es die Charakterbögen. ;)

Dieses Design steifer Griff und ein flacherer Belly ist auch meine bevorzugte Bogenform. Targetbows wie sie meist bezeichnet werden. Ich nutze sie auch als solche und meine Gründe sind zum Teil auch bekannt.

Warbows oder anders ausgedrückt Bögen mit Zuggewichten über 80lb sind mir als Jagdbögen nicht bekannt. Gut möglich, dass es solche auch ab und zu gegeben hat. Ob die zum präzisen schiessen für jedermann geeignet sind bezweifle ich. Wären sie effizienter, hätten sie sich zweifelsfrei gegen die anderen durchgesetzt. An Turnieren oder auf dem Parcour sieht man sie nicht.

Man sagt ein mitbiegender Griff soll mehr Handschock haben. Ein mitbiegender Griff hat auch mehr arbeitendes Holz und ist für Schützen mit langem Auszug sicher schonender für den Bogen. Dass er effizienter ist wage ich zu bezweifeln.

Es ist vielleicht vergleichbar wie mit anderen "Statussymbolen" die Mann sich anschafft um sich zu beweisen.
Für jeden Zweck das geeignete Gerät.
Zuletzt geändert von killerkarpfen am 09.12.2015, 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eibenbogen 27" / >70#

Beitrag von Nevis »

@Blacky: Top!
Wenn ich ehrlich bin habe ich auf Deinen Comment mit Spannung gewartet. ;D ;D ;D

Das der obere Wurfarm in dem von Dir visualisierten Bereich noch ein wenig nachgetillert werden könnte habe ich mir auch schon gedacht....das war von vornherein eine Problemstelle. Der säh auch noch übler aus wenn Jetsam und Normchaos mich nicht getrietzt hätten da mehr Material weg zu nehmen. Mangels Erfahrung bin ich da noch ein wenig über?-vorsichtig.
Den unteren Bereich hatte ich nicht ganz so auf dem Schirm.

Auf jeden Fall finde ich Deine Visualisierung Klasse! Danach kann man arbeiten... ;)

Was den von Dir prognostizierten Handschock angeht: Kann ich seit heute bestätigen. Ich habe den heute zum ersten mal im Vollauszug geschossen und da merkt man den doch ganz gut.
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