Deine Argumente sind grundsätzlich nicht falsch. Für mich gilt aber "die Funktion bestimmt das Design". Als bekennender Traditionalist sehe ich das so, dass Hornnocken wenn sie übergangslos ins Holz übergehen sehr sehr feine Abschlussränder haben die beim aufstecken leicht einreissen. Ein verdickter Rand, halt mit Absatz, ist da viel weniger anfällig. Nun wenn die Nocken mit gutem Leim aufgeklebt sind lassen sich die Übergänge ansatzlos verschleifen. (Mache ich zum Teil auch so um die Sehne besser auf die Nocke schieben zu können.) Ursprünglich vermute ich waren die Nocken nur aufgesteckt und vielleicht mit Pech oder Harz ein bisschen festgeklebt. Frisch aufgesetzt aber sicher noch beweglich. Das habe ich auch schon gemacht das hält übrigens tadellos, oft aber hat es mir feine Nocken gesprengt, was mich dann einiges mehr stört.Galighenna hat geschrieben: Ein wenig verbessern kann man noch, wie die Nocken am Bogen befestigt sind. Also das ist nur meine persönliche Meinung: Ich mag es lieber, wenn man den Übergang zwischen Horn und Holz nicht so abrupt macht. Das sieht für mich jetzt irgendwie ein wenig aufgesetzt aus. Schöner finde ich es, wenn die Form mit der des Holzes verschmilzt, man keine Nahtstelle und keinen Absatz im Übergang hat.
Aber das ist Geschmackssache...
Deshalb ist für mich der sichtbare Ansatz gerechtfertigt, und wenn man da noch ein wenig Kleberreste sieht ist es das Selbe wie damals als das heisse Harz beim aufstecken herausgequollen ist.
Die Form und grösse der Nocken selber, die Sehnenkerbe mit ihrer Platzierung und Tiefe, und zuletzt die Politur ist für mich erstkassig.
