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Verfasst: 18.09.2003, 14:27
von Authomas
Ich glaube kaum, dass die Diskussion hier in irgendeiner Weise eskalieren wird. Ich denke mal, wir sind uns doch alle einig, dass wir lieber Federn von "glücklichen" Truthähnen hätten, aber wohl kaum einer von uns hat eine Chance, das irgendwie zu kontrollieren. Genauso wenig weiss ich, dass das Leder für meinen Köcher von glücklichen Kühen kommt oder ob mein Schießzettel mit Knochenleim aus glücklichen Haustieren beschichtet ist. :(

Aber sorry für das Highjacken von Deinem Thread. Ich habe bei meinen Trueflight-Federn jedenfalls keine Qualitätsminderung festgestellt, hatte in den letzten 10 Jahren vielleicht ein paar Federn mit den gezeigten Störungen, ist aber länger her.

Jo

RE: @Curtis

Verfasst: 18.09.2003, 15:44
von Hunbow
Ich wollte eigentlich keine Grundsatzdiskussion über Tierschutz vom Zaun brechen. Das führt dann zu einer Eskalation wie beim Thema Bogenjagd auf archery.de.

Trotzdem halte ich es für richtig immer mal wieder drauf hinzuweisen, dass zu unserem freizeitvergnügen andere "federn lassen" müssen. In diesem falle die kz-turkeys.

Beim verwenden von exotischen hölzern ist das ja ähnlich.

Verfasst: 18.09.2003, 15:54
von RudiG
@hunbow,

im Gegensatz zu den Federn sind Hölzer kein Abfallprodukt, aber darüber sollten wir hier auch nicht diskutieren.

Rudi

RudiG - recht hast du!

Verfasst: 18.09.2003, 16:21
von Hunbow
über den (un)sinn der verwendung exotischer hölzer muss man wirklich nicht diskutieren.

Verfasst: 18.09.2003, 19:48
von Steinmann
Ich hatte vor einiger Zeit eine Serie Federn von einem Bekannten übernommen bei denen diese " Hunger - oder Stressmale " ganz leicht zu sehen waren. Diese Feder waren aber schon einige Jahre alt, die hatten zusätzlich auch noch einige Löcher und Fehlstellen in den Grannen, die womöglich von Motten( hat zumindestens so ausgesehen - ich weiss aber nicht ob Motten Federn fressen ) oder von sonst was waren.
Die Federn, auch die mit den " Fehlern ", soweit die beim Stanzen nicht weggefallen sind, schieße ich heute noch.
Ansonsten keine Probleme mit den Federn !

Verfasst: 18.09.2003, 19:52
von Curtis
Also ich hab grad ca 80 ganze Federn gekauft, barred und camo allerdings. Aber an diesen sind keine solchen Male zu finden!

Verfasst: 18.09.2003, 21:47
von daritter
so, hab heute fleissig federn gekauft (natürlich nur aufgrund des threads hier :D ), und noch kein einziges hungermal/stresslinie/grairgendwie/wieauchimmermanesnennenmag gesehen. Genaueres weiss ich natürlich erst bei der Verarbeitung. Mir is nur aufgefallen das die Gatewayfedern viel verrupfter sind als die Trueflight, aber das ist ein anderes Thema.

Bei den Trueflight sind die meisten echt von vorne bis hinten ohne wirkliche Fehler/Fransen. Da wundert es mich nicht wenn die nur wenig federn verwenden können. Wenn ich mir den glücklichen Nymphensittich hier auf seiner Stange ansehe (er darf jeeeden Tag die ganze Zeit im Zimmer rum fliegen :D ), da sind auch die meisten Federn nirgendwie an irgend einer Stelle zerzaust. Ich denke auch nicht, das die geflügelfarm, selbst wenn es wirklich freilaufende Tiere sind, nach dem Schlachten mit dem rupfen wirklich sooo sorgfältig sind, da gehen bestimmt nochmal einige Federn drauf.

Federn woher?

Verfasst: 18.09.2003, 22:12
von Taubert
Auch ich habe mal den Versuch gestartete, federnb von Truthahnzüchtern zu bekommen. das hat unter anderem nicht hingehauen, weil die Tiere wohl recht blutig geschlachtet werden. Sprich denen wird nicht der Hals rumgedreht und dann wird romantisch gerupft. Das Rupfen würde auch die Haut zerstören (Züchteraussage) weßhalb die wohl irgendwie "rasiert" werden.
Weiß jemand mehr?

Verfasst: 18.09.2003, 23:55
von locksley
Hi Griffon,

erst mal herzlich willkommen.

Um auf Deine Frage zurückzukommen, auch mir ist aufgefallen, daß die True-Flight Federn an Qualität nachgelassen haben. die letzen beiden Lieferungen die ich von Bowra erhalten habe sind nicht besonders toll. Schauen schon nach ein paar Schüssen aus wie sonst nur nach nem Tag im Regen und Schlamm. Und das nach diesem Sommer wo sie keinen einzigen Wassertropfen abbekommen haben.

Verfasst: 19.09.2003, 14:00
von daritter
könnte natürlich das Problem sein: die armen viecher hatten dieses Jahr zu wenig wasser und zuviel Hitze. Is ja schliesslich auch ein Naturprodukt. Aber ich kenn mich bei Truthähnen und deren Züchtung net aus

Verfasst: 21.09.2003, 11:43
von Uli
Ich habe gestern mal meinen Bestand an Federn durchgesehen. Alles volle Länge, allerdings Gänsefedern. Etwa 20...30% haben am Ende diese Male und sind dadurch nicht voll zu verwenden.

Ist ja kein Wunder...

Verfasst: 22.09.2003, 20:17
von locksley
... das die armen Tiere keine schönen Federn haben wenn sie so unter Psychostress stehen.

Bild

Verfasst: 26.10.2003, 19:59
von Nacanina
@taubert, die Flieger werden in der Regel vor dem Rupfen gebrüht. Das tut den Federn nicht gut.
Bei großen Farmen und Schlachtereien kommt man nicht in den Prozess. das soll (angeblich) automatisch gehen (???) .

Ich habe auch

Verfasst: 26.10.2003, 20:18
von Archiv
schon probiert bei solchen Farmen ein paar Federn zu ergattern aber die Schlachterei die hier in der Gegend auch für die Gänsegroßzüchter die Gänse schlachten, lassen sich nicht gerne auf die Finger schauen.
Und wie schon erwähnt werden sie sprichwörtlich ins Wasser geschlachtet ( soll heissen, sie werden nach dem Töten kurz angebrüht und kommen dann in eine Rupfmaschiene). Was da dan noch an federn übrigbleibt kann sich wohl jeder denken.
Man hat mir auch nicht den Gefallen getan die Flügel vorher abzuschneiden.
Alles in allem liefen all meine Versuche,von solchen Schlachtereien Federn zu bekommen, ins leere. Ich habe mich dann jetzt dazu entschloßen mir selber Gänse anzuschaffen, so ist wenigstens mein Bedarf an Federn gedeckt :D

hm...

Verfasst: 26.10.2003, 21:22
von Prywinn
wenn man einen bauern in der nähe hat, der seine weihnachtsgänse in freilauf züchtet, und man ganz lieb ist, und evtl. mauserfedern bekommt, kann man die verwenden?

[ich probier das dann einfach aus ^^]