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Federformen

Verfasst: 01.11.2002, 16:47
von Mario
Zur Zeit schiesse ich auch nur noch auf nahe Ziele(seit mein bester Pfeil ca. 6m hoch im Baum steckt ;-))
Aber irgend wie ist es doch schon die Entfernung die den Spass an der Sache bringt!

PS: Wie kann man eigentlich ein neues Thema starten?

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Verfasst: 01.11.2002, 17:04
von Marty
Also auf 20 Meter schiesse ich meine normalen Pfeile. Flus oder grosse Befiederung geht so ab unter 7-8 Meter bei mir los. Ist aber Erfahrungssache denke ich.

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Verfasst: 04.11.2002, 10:14
von Juergen Becht
Verschiedene Pfeile für verschiedene Entfernungen ?
Nie gehört !
Ich habe immer eine Pfeilsorte für alle Entfernungen.
Flu-Flus habe ich bis heute noch nicht gebraucht.
War mal auf einem Turnier, da sollten Luftballons abgeschossen werden, hier finde ich den Einsatz von Flu-Flus ok, damit der Pfeil nicht unbedingt so weit fliegt.
Der Veranstalter hat auch Flu-Flus vorgeschreiben.

Der Verlust der Pfeile auf kurzen / langen Distanzen liegt doch nicht am Pfeil, sondern am Schützen selbst.

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Verfasst: 04.11.2002, 11:09
von Curtis
Wenn ich auf 10-20 meter auf einen Strohballen vor einer Holzwand schiesse und die Pfeile brechen weil sie mit voller Wucht durchschlagen, dann liegts an der Durchschlagskraft!! Also muss ich die Dinger langsamer kriegen, und es sind schon 5,5'' Federn dran, also wollte ich mal versch Formen ausprobieren.

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Verfasst: 04.11.2002, 12:15
von Juergen Becht
Durchschlagskraft = O.K.
Aber wo schlägt der Pfeil durch ?
Durch den Strohballen ?
Dann solltest du dir evtl. Gedanken über den Strohballen machen. Evtl. mit Stahlbändern fester spannen.
Aber ich denke das der Geschwindigkeitsverlust bei 10-20 Metern nur marginal ist, der eigentliche Geschwindigkeitsverlust tritt meiner Meing nach erst später (ab 30 Metern je nach Bogen)auf. Ich kann mit meinem Bogen problemlos mit Flu-Flus auf 50 Meter schiessen.
Eine Messung würde hier vielleicht mal Aufschluss geben.

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Verfasst: 04.11.2002, 12:22
von Curtis
Ja, die Pfeile schlagen an manchen Stellen glatt durch den Ballen durch. Stahlbänder? Was passiert wenn ich die Treffe? Ich hab mich schon auf die Suche nach einem anderen Ziel gemacht, werde mal gepresste Holzwolle probiere! Ein Freund hat ein Betrieb für Isolationen aller Art!
Was die Geschwindigkeit angeht, muss ich mal nen Verein mit einem Messgerät finden ;) ich werd dann das Ergebnis bekannt geben!

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Verfasst: 04.11.2002, 12:40
von Marty
@Juergen: Mit verschiedenen Pfeilen für verschiedene Ziele habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Am Anfang bin ich immer mit einem Satz gleicher Pfeile über den Parcour gegangen. Ziele mit 6 Meter Entfernung habe ich nie getroffen weil sich der Pfeil überhaupt noch nicht stabilisiert hat, da war er schon am Ziel. Also wird dafür ein langsamer Pfeil benutzt. Einen schnellen Pfeil nehme ich dann für weiter entfernte Ziele, damit ich nicht Kilometer über das Ziel zielen muss, sondern fast draufhalten kann. Dass heisst jetzt nicht, dass ich 20 verschiedene Pfeile im Köcher habe. Ich habe normale Pfeile, ein bis zwei Schnelle, und ein oder zwei Flus.

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Verfasst: 04.11.2002, 12:48
von Juergen Becht
@Curtis
Die Stahlbänder machst du natürlich nicht vorne herum sondern Quer über den Ballen.
Du schiesst dann 'durch' den Stahlbandring.
Unsere Ballen die wir im Verein verwenden, haben wir von einer Firma bezogen die diese Speziell für den Bogensport herstellt.
Kosten ca. 55 € / Ballen.
Ist zwar recht teuer, die Ballen halten aber min. 3-4 Jahre, je nachdem wie die Ballen geschützt sind, und mit welchen Bögen 'draufgehalten' wird.
Bei Interesse kann ich dir mal die Adresse / Telefonnummer zukommen lassen.


@Marty
haben deine 'langsamen' Pfeile ein höheres Spitzengewicht als deine schnellen ?
Bei höherem Spitzengewicht versteh ich dein Argument schon, denn der Spinewert ändert sich ja, weshalb sich der Pfeil schon (relativ) schneller stabilisiert.
Geschwindigkeitsmässig dürfte da trotzdem kein grosser Unterschied sein.

Mal sehen, wenn es klappt werden wir vielleicht auf unserem Turnier nächstes Jahr im April einen Geschwindigkeitsmesser aufbauen.
Ich red mal mit unserem Verantwortlichen.




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Verfasst: 04.11.2002, 14:00
von Juergen Becht
55€ pro Ballen???? Das ist das 100-fache dessen, was ein normaler Strohballen kostet (wenn man ihn nicht sogar geschenkt kriegt). Er muss dann nur eine Woche halten, und das ganze hat sich schon gelohnt.

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Verfasst: 04.11.2002, 14:15
von Marty
@Juergen: Meine schnellen Pfeile haben eine kurze Befiederung (meistens 5" Parabol) und meine langsameren Pfeile habe handgeschnittene Federn (gross mittelalterlich über 5" z.B.). Bei Geschwindigkeit kommt es meines Erachtens auf den Luftwiederstand und nicht auf das Spitzengewicht an. Ich glaube nicht, dass 2 Gramm Unterschied einen Pfeil derart langsam machen können. Die nächsten Pfeile die ich mir mache sind die mit der 6 fach Befiederung aus Umbras Galerie.

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Verfasst: 04.11.2002, 15:12
von Frank
@Marty:

Die Abschussgeschwindigkeit liegt in erster Linie an dem Gewicht des Pfeiles.
Wie schnell der Pfeil dann abgebremst wird, liegt natürlich am Luftwiderstand. Die Flugweite eines Pfeiles wird aber auch durch seinen Schwerpunkt bestimmt (Beim Schwerpunkt nah der Mitte fliegt der eben gerader - ein Pfeil mit riesigem Broadhead fällt hat schnell runter, auch wenn der noch recht schnell ist).
Nachzulesen auf der Seite:
http://www.asvoe-sbg.at/tb.htm
- Die ist euch aber hoffendlich schon bekannt.

Nachricht wurde von Frank nachbearbeitet!

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Verfasst: 04.11.2002, 15:14
von Marty
Na gut, in so fern stimmt das auch, aber bevor ich mir da eine Spitze dran mache, so schwer wie ein Stein, arbeite ich doch lieber mit Luftwiederstand indem ich die Federn grösser oder direkt eine 6 fach Befiederund mache. Ich benutze immer die gleichen Spitzen.

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Verfasst: 04.11.2002, 15:58
von Juergen Becht
@Tron

natürlich hast du recht.
das sind auch keine Strohballen, sondern Holzspäne, die in eine Richtung gekämmt wwerden und dann mit Holzbrettern und Stahlbändern gespannt werden.
So ein Teil wiegt dann auch um die 60 Kg trocken.

@Marty
klar, das bei grösserer Befiederung der Luftwiderstand höher wird, aber meines Erachtens spielt das noch keine Rolle bei Entfernungen von 5 - 15 Metern.
Durch das höhere Spitzengewicht änderst du ja auch nur den Spinewert, der Pfeil wird weicher.

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Verfasst: 04.11.2002, 16:05
von Marty
@Juergen: Also vielleicht weiss ich es ja nicht besser, aber ich glaube dass ein Pfeil mit grösserem Luftwiederstand sich dadurch dass er stärker abbremst, sich auch früher stabilisiert. zumindest habe ich darüber mal mit Henning gesprochen. Dass der "gesamte" Spine Wert des Schaftes sich nur durch eine schwerere Spitze ändert, kann ich mir echt nicht vorstellen. Was hat denn die "stärke" des Schaftes mit der Spitze zu tun? Klar, wenn ich direkt einen Pfeil mit höhrerem Spine Wert nehme, kann das sein, aber den schiesse ich dann bestimmt nicht mit meinem Bogen.

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Verfasst: 04.11.2002, 16:51
von Frank
Flu-Flu stabilisieren sich tatsächlich schon sehr früh - so nach 3-5 Metern würde ich sagen. Das liegt aber nicht direkt an der Abbremsung, sondern eben an der Aerodynamik.

Spitzen beeinflussen den gesamten Spinewert des Schaftes natürlich!
Stell dir das in Zeitlupe vor. Der Schaft wird von hinten brutal beschleunigt. Vorne drückt er gegen ein Gewicht mit deutlich höherer Masseträgheit als er selber. Zusätzlich erfolgt die Beschleunigung nicht direkt in seiner Radialachse, sondern eben in einem kleinen Winkel dazu (es sei denn, der Bogen ist bis über die Mitte ausgeschnitten). Der Schaft wird sich in bekannter Form anfangen zu biegen - es kommt zum bekannten 'archers paradoxon', bei dem Sich der Schaft um den Bogenarm windet.
Nun nimm in Gedanken deutlich was vom Gewicht weg - die Masseträgheit der Spitze ist geringer, der Schaft biegt sich nicht so stark, Folge: er scheint härter.
Bei höherem Spitzengewicht ist das natürlich umgekehrt.
Der Unterschied zwischen 100 und 125 grain sind ja immerhin 25% und in der Spitze versammelt sich so schon ein Viertel der Masse eines Pfeiles (jedenfalls bei nem stinknormalem Feld und Wiesenpfeil)