Tiller und Recurves

Themen zum Bogenbau
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

@Rado: Feucht in Form zwingen geht, wenn die Unterschiede gering sind! Starke Biegungen sind aber, je nach Holzdicke, nicht ungefährlich:

Nicht nur, dass es bereits beim Biegen brechen kann - besonders im halbtrocknen Zustand (Oberfläche trocken, innen noch feuchter) treten zusätzliche Spannungen auf, die dazu führen können, dass Risse entstehen - Quer-, aber auch Längsrisse, die ohne Einspannen vielleicht nicht entstanden wären.

Auch wenn es oft gut geht, es ist ein zusätzliches Risiko.

Rabe
Elch Hunter
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Beitrag von Elch Hunter »

ok hab mal ne blöde Frage aber ich habs leider nirgens gefunden und würde trotzdem gern mal wissen mit was ihr eure Bögen tillert.
Hobel, Messer, Feile, Schleifpapier, oder KA.
:) ich weiß blöde Frage aber ich weiß nicht was am gescheidsten ist.
Karl-Heinz

Beitrag von Karl-Heinz »

würde trotzdem gern mal wissen mit was ihr eure Bögen tillert.
vor allem mit Geduld !!!!!!!!!!!
Ich nehme Schweifhobel und Ziehklinge. Und bei Rattan wenn es schnell gehen muss Bandsäge und Deltaschleifer, letzteres im aufgespannten Zustand.

K-H
thorstain
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RE:

Beitrag von thorstain »

Je nachdem, wo ich gerade bin tiller ich mit Zugmesser und Sax oder Zugmesser und Ziehklinge.
Raspel nehme ich eigentlich fast nur für die Griffpartie (bei Flatbows) und für's Kanten brechen.
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Grobform: Axt, große Ziehmesser (verschiedene)
Taper: Schweifhobel, kleines Ziehmesser, Flot
Tillern: Schweifhobel, Superhard-Raspel (Dick), Ziehklinge, Sandpapier (60er)

Rabe
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Beitrag von masticore »

zum tillern nehme ich den bandschleifer, scharfe messer (krumme und gerade, d.h. taschenmesser oder Klinge vom japanmesser) und schleifpapier. beim bandschleifer vorsichtig sein!

gruss masticore
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Rado
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In etwa alle das selbe...

Beitrag von Rado »

Stave herrichten:Zugmesser,Hobel,Schweifhobel.

Grobe Form:Hobel,Schweifhobel&grobe Raspel.

Grobtiller:Schweifhobel, grobe Raspel,

Ziehklinge(50% der Arbeit) Ich mags wenn sie nen ordentlichen Grat hat und bestimme die Abnahme eher durch den ausgeübten Druck.

Tiller:Ziehklinge(80%) & Schleifpapier (20%)

@rabe: Danke.
Gruß
Rado
Elch Hunter
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Beitrag von Elch Hunter »

Ok danke, da hab ich jetzt mal genug auswahl. :)
Perrin Aybara
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Beitrag von Perrin Aybara »

dann hätte ich auch noch eine themenverwandte frage :)

ich habe nun ein paar bögen aus rattan mit recurves versehen und hin und wieder feststellen müssen, dass die bögen danach zum verdrehen neigten.

Zu den Daten:
- Recurves sind statisch / erst gedämpft, dann noch im eingespannten Zustand getempert
- Die Rohlinge waren allesamt Rundhölzer mit 3,8cm im durchmesser
- Länge zwischen 170 und 180
- Länge der Recurves zw 15 und 19 cm
- Winkel zw 30° und 50°

Als Beispiel soll mal das angehängte Bild dienen.
Bild

Bisher habe ich sie unter nochmaligem Dämpfen in die richtige Richtung gebogen und ggf. noch etwas Holz weggenommen wo es mir zuviel erschien. Nur habe ich leider in letzter Zeit so viele Threads/Bücher/DIYS-Anleitungen gelesen, dass ich im Augenblick glaube garnixmehr zu wissen ^^.

Frage 1.
Wie geht ihr vor, wenn ihr nach dem Biegen feststellt, dass die Recurves sich leicht verdrehen.

Frage 2.
Wenn der Bogen sich aus Schützensicht in eine bestimmte Richtung (sagen wir mal links) krümmt, fand ich immer nur den Spruch "Dämpfe ihn in die richtige Richtung" (=>rechts). Ist es aber nicht so, dass er sich in eine Richtung krümmt, weil das Holz dort schwächer ist? Also sollte man dann nicht, wenn er sich nach links krümmt, rechts noch etwas verjüngen, sodass er sich von allein in die richtige Haltung zieht?

liebe grüße und schöne feiertage
ein etwas verwirrter perrin ;)
WildTurkey
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Beitrag von WildTurkey »

Wenn du eine Form zum Biegen verwendest, sollten die Recurves eigentlich im rechten Winkel sein.
Schau einmal ob deine Form vielleicht etwas aus der Ebene geht, dann kann das leicht passieren.

Wenn die Abweichung nur schwach, und die Recurves stark ausgeprägt sind, würde ich es über den Tiller korrigieren, da sich bei solchen Bögen während des Tillers die Recurves sowieso sehr leicht verdrehen, und man das ständig kontrollieren und ausgleichen muß.

Eine starke Verdrehung mußt du dämpfen und gerade richten, da du sonst bei einer Korrektur über den Tiller den WA ungleichmäßig schwächst und dann Set bekommst - also eine zusätzliche Verdrehung um die erste auszugleichen.
Bei so einem Bogen ist es fast unmöglich einen sauberen Tiller und nicht-verdrehte WAs zu erreichen.

Die Abweichung die du auf dem Foto hast, würde ich über minimale Abnahme an der Seite und dann über den Tiller ausgleichen. 100% exakt kannst du es nicht biegen, da es immer leicht zurückfedert, das geht meiner Meinung nach nur bei einem Hard-Backing oder allgemein bei Laminatbögen.

Leichter wäre es natürlich, wenn du einen flachen Rücken hättest, da kannst du einfach mehr Breite an den Enden lassen, und dann über die Seiten korrigieren, ohne das es auffällt/ungleichmäßig wird.

Imho hast du es eh recht gut hingekriegt, für so einen runden Rücken.
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