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Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 00:28
von eddytwobows
@Squid...
Squid hat geschrieben:Wat würdstn nehm?
Schwefelsäure? Salpetersäure?
Beide gehen auch Metalle an... und die Kupfersträhnchen sind echt dünn...
Naja, ich denke mal, die Lackschicht wird sich bei einem Säurebad wohl doch etwas schneller auf(ab)lösen, als das Cu... :)
Ansonsten, es gibt auch spezielle Säurehaltige Flußmittel / Lötwässer für starke Verunreinigungen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Flussmitte ... 3%B6ten%29

...etwas runterscrollen...da findet sich dann auch eine Mischung mit diesem Zeugs hier...

http://de.wikipedia.org/wiki/Fluorwasserstoffs%C3%A4ure

Ob mann das allerdings so frei im Handel bekommt, ist wieder eine andere Frage... ;) :D :) :)

LG
etb

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 00:34
von Squid (✝)
Nenenene, letzteres wohl nich...
Mein Opa war Chemiker, der hat sich mit dem Zeugs - Flußsäure ... oder wars Königswasser? - mal einen Daumennagel runderneuert.

Weg in Sekunden, nachgewachsen in zunächst seltsamen Formen in Monaten...

Aber grundsätzlich ist die Idee gut.
Äh, also die Idee, sich ein aggressiveres Flußmittel zu besorgen, nicht die, sich den Daumen zu verätzen!

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 02:15
von tomtux
drahtlack geht mit standardlösungsmitteln nicht ab, und das zeug (z.b. kresol) mit dem er abgeht will kein mensch zuhause haben!
wir hatten mal einen unfall mit dem zeug -> hubschraubereinsatz weil das auch fleisch von den knochen kriegt. der lack muss auch die belastungen in hübsch warmen elektromotoren aushalten, viel spass beim wegbrennen.

mechanisch abtragen, so gehts.

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 09:30
von Heiko W.
Wie wäre es denn, den Lack mit 400er Nassschleifpaier zu entfernen??
Hab ich mal irgendwo gelesen.
Gruß
Heiko
PS:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-83-1673.html

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 11:04
von the_Toaster (✝)
Mach doch ein komplett neues dreiadriges Kabel dran. Eines was ordentlich mit ner vernünftigen Kunsstoffummantelung isoliert ist. Wenn das dann was dicker ist hält das auch länger.
Das Kabel geht ja offensichtlich einseitig an den Kopfhöhrer, oder?
Dann muste nur den Kopfhöhrer selbst für öffnen, was, wenn das Ding geklipst ist, natürlich ne ziemliche Shice is.

Das Nennt sich übrigens "Geplante Obsoleszenz"
Da gibt ne Webseite zu: Murks nein Danke!

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 12:08
von Ravenheart
..hihi - IHR habt Probleme... :D

Als Vater von 3 wilden Kindern gehören solche Reparaturen zu meiner Standard-Feierabend-Beschäftigung.. 8)
Das Geheimnis wurde schon genannt: Schleifpapier! Feinheit: So um die 200
Und zwar doppelt gelegt, Schleifseiten zueinander.

So geht das:
Squid abisolieren.jpg
Praktische Tipps:
* Beim Abziehen je Zug mit der rechten Hand immer leicht die Position ändern, so dass RUNDUM abgezogen wird.
* SANFTER Pressdruck mit den Fingern der rechten Hand, lieber MEHRFACH als mit Gewalt.
* Abisolier-Länge ca. 1 cm (EIN Zentimeter), DANACH mit der Schere den blanken Teil EINKÜRZEN auf das benötigte Maß.
;)


Rabe

PS: Klar geht auch Verzinnen, obwohl das EIGENTLICH nicht nötig ist. Und zwar geht das so:
1. blankes Ende in LÖTWASSER tauchen zum Anätzen (Anrauen der Oberfläche)
2. Etwas Lötfett (nur einen FILM!) zw. Daumen und Zeigefinger verreiben und damit das blanke Ende einreiben
3. Flachspitze des Lötkolbens WAAGERECHT halten.
4. Einen Tropfen Lötzinn auf der Flachspitze absetzen
5. blankes Ende kurz in den flüssigen Tropfen schieben zack-zack rein-raus, feddsch... 8)

Aber wie gesagt, wenn man 1. und 2. macht, kann man auch gleich direkt anlöten... :)

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 12:25
von kra
Glasfaserstift zur Reinigung ist gut.
Der LAck muß auch nich ganz runter. Wenn der Überzug beschädigt ist und das Zinn ans Metall kommt geht meist auch der restliche Lack mit ab.

Ok, RAbe war schneller.

Änderungsvorschlag: Abisolieren, verzinnen und dann erst auf die benötigte Länge abschneiden.

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 12:43
von walta
Ja, diese Lackdrähte in den Kopfhöhrern sind schon ein Krampf (wobei es aber auch noch schlimmer geht, es gibt auch Kopfhöhrer die nur eine einzelne, Haardünne Litze drin haben.

Ich mach das immer folgendermassen:
Die Kunststoffseele (die Schnur in der Mitte) freilegen und mit einem kleinen Taschenbunsenbrenner abfackel (die sehen so aus wie Feuerzeuge, kosten zwischen 5-10 Euro und haben eine kleine sehr heisse und stark gebündelte Flamme.) Ein normales Feuerzeug geht auch, ist aber um einiges schwerer zu kontrollieren.
Dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mit dem Miniflammenwerfer die Litzen kurz verkohlen und den Lack mit einen scharfen kleinen Messer vorsichtig abkratzen (dabei gehen immer ein paar Litzen verloren) oder mit einem Lötkolben und eine Tropfen Lötzinn an der Spitze bei ca. 400 Grad den Lack abbrennen. Was besser funktioniert muss man ausprobieren. Wenn das Kupfer blank ist verwende ich zum verlöten zusätzlich etwas Lötpaste, dadurch lösen sich meist die letzten Reste vom Lack und das Kupfer wird besser verzinnt.

Letztendlich braucht es aber trozdem ein paar Versuche bis man die richtige Kombination zusammen hat.

Walta

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 16:00
von Squid (✝)
Also die gute alte Handarbeit. Fein. Ich denke, nach einiger Analyse, dass die Fasern in der Mitte das Problem sind / waren. Wenn ich die entfernt habe und die Schleifpapiergeschichte durchgezogen hab, sollte das Problem sich erledigt haben.
THX @ All!

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 16:44
von Galighenna
Also den Vorschlag mit de Flussäure fand ich besonders schön. Es gibt wohl kaum eine Säure die gefährlicher ist. Die frisst sich nicht nur durch fast alles durch, sogar durch Glas, sondern ist auch noch Giftig und kann über die Haut und die Atmung in den Körper aufgenommen werden. Führt schon in sehr geringen mengen zu einem fiesen Tod.

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 17:00
von Squid (✝)
Ja, wenn der Thread nicht von mir gewesen wäre, hätte ich auch gemeckert... aber da ich das Zeug kenne, war keine weitere Warnmeldung nötig :D

Gut dass ich nicht getitelt habe "Ich möchte meinen Kopfhörer auflösen..." ;D

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 17:20
von First-break
@rabe

deine bilder sind der hammer ^^

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 17:48
von Squid (✝)
Hey, ich seh grad', wie das Bild heisst: "Squid abisolieren" ... Nenenenenenene! Nich de Squidn abisogage!!

EDIT: Update gegen 20.00 Uhr: Wunderbar: Hat alles gefunzt. Handarbeit scheint sich doch auszuzahlen.

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 19:52
von Bogenede
Abisolieren, Lack mit dem Messer abschaben / kratzen, verzinnen und löten.

Auf keinen Fall abbrennen !!

Der Brandrückstand lässt sich auch nicht löten und muss abgekratzt werden.

Früher gabs auch mal sogenannte Lackkratzer für Drähte. Die älteren Fernmeldehandwerker kennen sie bestimmt noch. Die sahen aus wie eine Pinzette mit Minizähnen vorne.

Bogenede

Re: Lötkünstler anwesend??

Verfasst: 16.06.2013, 20:26
von walta
So einen Lackkratzer hätte ich gerne, scheint es aber nicht mehr zu geben :-(

Walta