Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Was nicht in eine der anderen Kategorien passt.
EddieDean

Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von EddieDean »

Also etwa im Spleißbereich?
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Feanor1307
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von Feanor1307 »

Jaein. Kann sein, muss aber nicht. Eigentlich nur bei seehr langem Spleis oder sehr kurzer Kasan. Ich habe dir mal zwei Bilder angehängt und den Bereich gekennzeichnet. Meistens ist es fast gleich dem Knick oder 1-5 cm oberhalb davon (abhängig von der Bogenart (Distanz- oder Kriegsbogen). Wie gesagt es muss auch nicht das Kasan Auge sein. Die Verdrehung kann auch im Wurfarm oder am Übergang Kasan/Bas liegen. Das musst du vorher rausbekommen. Nur meist liegt der Dreher dort - nicht unbedingt:S.
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Kompletter Bogen mit beiden Augen markiert
Kompletter Bogen mit beiden Augen markiert
Sal/Kasan/Bas von oben
Sal/Kasan/Bas von oben
Niemand versucht es herauszuholen, wenn er einmal weiß was in Ihm steckt!
EddieDean

Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von EddieDean »

Verstehe.

Werde ich am Wochenende mal checken inkl Biegversuch.
Danke für deine Mühen.
Ich labber dich dann in Stammen tod und klär dich über die Schießtechnik auf - dann sind wir quit ;D

Gruß
Stephan
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Feanor1307
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von Feanor1307 »

Wie gesagt schaun wir mal, bin halt terminlich eingebunden :(.
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benzi
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von benzi »

@Janitschar

auf den Fotos scheint mir die Verdrehung nicht so, dass ich den Bogen als nicht schiessbar einstufen würde, aber das ist auf Deinen Bildern sehr schelcht zu erkennen! Du hast versucht die Verdrehung im Bild einzufangen, aber für die Beurteilung ist eine Gesamtansicht des Bogens notwendig! Bogen im aufgespannten Zustand, in der totalen Seitenansicht und ein Bild wie Kevin es beschrieben hat, das ist nicht leicht zu machen, da die Kamera meist nicht den ganzen Bogen scharf bekommt, was aber für die Beurteilung nicht SO wichtig ist.

Ob die Siyahs überdimensioniert sind oder nicht könnte man nur beurteilen, wenn man diese auf Deinen Bildern komplett sehen würde. Sehnenbänckchen ohne Sehnenkerbe, sind durchaus üblich, ich hab Dir mal ein Bild vom Manchu-Bogen aus koreanischer Werkstatt angehängt. Gerade dann, wenn, wie beim Manchu Bogen, bedingt durch die langen Siyahs, eine leichte Verdrehung wahrscheinlich ist, macht es in meinen Augen Sinn, die Sehne eben nicht neben einer mittig angebrachten Kerbe aufkommen zu lassen, sondern der Sehne hier einen Spielraum zu lassen.
bänkchenmanchu.jpg
Mein Tip: warten bis Stammen, nicht ohne Hilfe eines erfahrenen Bogenbauers erwärmen!

liebe Grüße benzi
Zuletzt geändert von benzi am 29.06.2012, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
Kleine Waldelfen, die versuchen, unter dem Bast Schneeflocken ins Holz zu schnitzen?.....🥰🧚‍♀️ Benedikt
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corto
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von corto »

'Oh das tut mir echt leid für dich stephan :(

Nu spukt mir aber noch was im Kopf rum:
Hast du mir ein ähnlich vernichtendes Urteil zu meinem Kompo nur erspart damit es keine Tränen gibt?
komm schon, gibs mir ;)
ich habe keine Lösung und bin Teil des Problems -
aber bei geistlos rezipierten viralen Kampfbegriffen gegen Humanismus und Menschlichkeit geht mir der Hut hoch !
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benzi
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von benzi »

corto, Deine Mumie schießt super! Wenn die Verdrehung bei Stepahns Bogen nicht schlimmer ist als bei Deinem, wäre alles im grünen Bereich.....
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skerm
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von skerm »

Die Verdrehung sieht nicht so schlimm aus, aber das sind auch Fotos des aufgespannten Bogens. Im Auszug kann sich das noch weiter verdrehen. Wenn sich die Sehne dann schneller nach vorne bewegt als sich der Wurfarm in seine Ruhelage zurückdreht stehst du mit abgespanntem Bogen da.

Gruß,
Daniel
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benzi
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von benzi »

skerm hat geschrieben: Wenn sich die Sehne dann schneller nach vorne bewegt als sich der Wurfarm in seine Ruhelage zurückdreht stehst du mit abgespanntem Bogen da.
Gruß,
Daniel
klar! aber das scheint bei Stephan ja nicht der Fall gewesen zu sein, oder?
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EddieDean

Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von EddieDean »

@Daniel
Exakt.

@benzi
Wenn du nur von den Fotos und nicht von meinen Beschreibungen ausgehst, magst du vielleicht Recht haben benzi.
Wie geschrieben benzi, nach dem zweiten Schuß bin ich mir sicher das ich nach dem dritten Schuß mit abgespannten BOgen dastehe. Was natürlich sehr ungünstig ist.
Die Verdrehung im unteren Wurfarm ist auch bereits im unaufgespannten Zustand gut sichtbar. Nur mit einer Kamera nur schlecht sichtbar zu machen.

@corto
Warum? Dein Ägypter schießt doch ohne Probleme und irgend einen Drang zum ausrichten des BOgens. Handschock ist auch akzeptabel. Ich hab da keine großen Erwartungen. Der Bogen soll halt schießen.


Gruß
Stephan
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benzi
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von benzi »

@Stephan

dann mach doch den dritten Schuss einfach und den vierten....! Kannst ja nen Armschutz extra anlegen......... entweder die Sehne springt runter, dann weißt Du dass eine Korrektur nötig ist, wenn der Bogen dabei kaputt geht, dann haste einen echten Grund Deine Kohle wieder zu bekommen! oder er schießt einfach weiter, wovon ich nach den Bildern UND Deiner Beschreibung ausgehe!

Grüße benzi
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EddieDean

Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von EddieDean »

Falls der BOgen dabei kaputt geht, kann ich wieder ne ganze Weile auf einen neuen Bogen warten.
Das ist eine Garantie nicht ein Geldzurückgarntie.
Dann hab ich eine neverendingstory.

Außerdem muss auch noch differenziert werden, zwischen einem Bogen der einfach nur wirft und der ordentlich wirft.
Meist werfen die Bögen ordentlich mit mittiger Sehne und nicht verdrehten Wurfarmen. Wenn du verstehst was ich meine ;)
Also die Frage ob die Maschine Bogen so überhauot effektiv funktioniert

Gruß
Stephan
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Arry
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von Arry »

Moin Janitschar, wünsche Dir viel Erfolg beim Zurechtbiegen. Würde Feanor Recht geben - sieht in der Tat handhabbar aus. Gemäß bisheriger Lektüre (keine praktischen Erfahrungswerte) soll man so eine Drehung nach Erwärmung der Bauchseite leicht überkorrigieren und in dieser Position abkühlen lassen.

Habe grad Mittwoch mit Adam Swoboda gesprochen, nicht explizit über Dein Problem aber hier vielleicht trotzdem interessant: Ihm gemäß ist wichtig, einen "echten" Kompositbogen sofort nach dem Spannen mit der Hand zu korrigieren, bevor man mit ihm schießt. Es kommt auf die ersten Augenblicke an. Der Bogen soll sich möglichst keine Sekunde lang an einen "falschen"/ungleichmäßigen Tiller oder eine Drehung gewöhnen.

Insofern würde ich Dir raten, erst mit Wärme zu korrigieren und bis dahin nicht mit dem verdrehten Bogen zu schießen.
Wenn ich groß bin, will ich ne richtige Werkstatt.
EddieDean

Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von EddieDean »

Ich werde mal morgen, oder spätestens am Sonntag mal berichten.

Infrarottemperaturmesser wird morgen gekauft. Schau ma mal

Gruß
Stephan
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Feanor1307
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Re: WARNUNG: Erfahrungsbericht Denis Betoulle

Beitrag von Feanor1307 »

benzi hat geschrieben:@Janitschar

Ob die Siyahs überdimensioniert sind oder nicht könnte man nur beurteilen, wenn man diese auf Deinen Bildern komplett sehen würde. Sehnenbänckchen ohne Sehnenkerbe, sind durchaus üblich, ich hab Dir mal ein Bild vom Manchu-Bogen aus koreanischer Werkstatt angehängt. Gerade dann, wenn, wie beim Manchu Bogen, bedingt durch die langen Siyahs, eine leichte Verdrehung wahrscheinlich ist, macht es in meinen Augen Sinn, die Sehne eben nicht neben einer mittig angebrachten Kerbe aufkommen zu lassen, sondern der Sehne hier einen Spielraum zu lassen.

liebe Grüße benzi
Das macht man ja bei yumis scheinbar so :S (heute gelesen bei "Hankyu auf tour"), dass man die Sehne am Griff vorbeilaufen lässt und somit ein leichte Verdrehung in Kauf nimmt. Bei Komposits ist das aber denke ich eher gefährlich. Die Materialen sind anders als Holz, relativ weich und neigen schnell zum Umschlagen, deshalb sollten Verdrehungen in jedem Fall vermieden werden. Viele Bogner versuchen auch gerade mit Sehnenbrücken leicht verdrehte Wurfarme unschädlich zu machen. Ein Indiz dafür ist, das man Brücken eigentlich nur bei den relativ langen Kompositbögen findet. Je länger der Bogen um so leichter neigt er zur Verdrehung je kürzer desto weniger. Die meisten osman. Bögen hatten daher keine Brücken. Aber bei Bogenlängen über ca. 130 cm empfehlen sich wahrscheinlich generell Brücken um ein Verdrehen bzw. Abgleiten zu verhindern (oder z.B. Wenn man viel Reflex zw. Bas und Kasan hat (Koreaner) etc..
Die Manchu Brücken. Jaaa das ist wieder so ein Thema das lässt sich trefflich spekulieren :). Sie sind ja breiter als der gesamte Wurfarm in dem Bereich außerdem glaube ich das die meisten zur Mitte hin mindestens leicht eingesenkt sind. Keine richtige Kerbe aber immerhin eine leichte Kehlung :).

Viele Grüße Kevin
Niemand versucht es herauszuholen, wenn er einmal weiß was in Ihm steckt!
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