Re: Rizzars erstes Messerchen :-D
Verfasst: 26.06.2012, 22:58
Gali hat so ziemlich mit allem recht. Der Nachteil die Klinge komplett in Kohle einzupacken wäre dass man die eigentlichen Glühfarben der Klinge nicht so recht sieht, man sieht die Farben der Kohle. My opinion.
Große Klingen sowie Klingen aus hochlegierten Stählen gebe ich zum härten.
Kleine Klingen aus Kohlenstoffstahl bzw. niedrig legierten Stählen härte ich oft selbst. Ich habe mir dazu aus Schmotteplatten eine Art Muffel gebaut um die Hitze einzugrenzen. Als Wärmequelle nehme ich meinen großen Propangaßlötbrenner. Haben wir damals in meiner Lehre als Werkzeugmacher für Teile bis zu einer gewissen Größe auch so gemacht.
Zu den Glühfarben, besorge Dir die Referenztafel (Tabellenbuch Metall oder einige Schmiedebücher) und übe. Mach doch einfach eine Probeklinge an der Du die Wärmebehandlung übst. Wenn Du diese versaust ist ja nicht schade drum.
Noch ein paar Tips. Umgebungslicht abdunkeln, dann siehst Du die Farben besser. Du kannst auch einen Magneten zu Hilfe nehmen. Wenn Deine Klinge den Magnetismus verliert bist Du meist knapp an der Härtetempertur (gilt für Stähle siehe oben). Den Magneten nicht direkt an die glühende Klinge halten, die mögen keine Hitze. Ein Stahlstück dazwischen geben, ich nehme einen Draht oder Nagel.
Mit Übung brauchst Du dann auch irgenwann den Magneten nicht mehr weil Du die Farben siehst. Bei einigen Stählen kannst Du sogar die Gefügeänderung sehen. Das siehts dann so aus als würde ein Schatten über die Oberfläche laufen.
Härteprüfung, entweder mit einer alten Feile, oder Glasritztest. Wobei Glas nicht gleich Glas ist. Auch hier gibt es Härteunterschiede.
Gruß
Roland
Große Klingen sowie Klingen aus hochlegierten Stählen gebe ich zum härten.
Kleine Klingen aus Kohlenstoffstahl bzw. niedrig legierten Stählen härte ich oft selbst. Ich habe mir dazu aus Schmotteplatten eine Art Muffel gebaut um die Hitze einzugrenzen. Als Wärmequelle nehme ich meinen großen Propangaßlötbrenner. Haben wir damals in meiner Lehre als Werkzeugmacher für Teile bis zu einer gewissen Größe auch so gemacht.
Zu den Glühfarben, besorge Dir die Referenztafel (Tabellenbuch Metall oder einige Schmiedebücher) und übe. Mach doch einfach eine Probeklinge an der Du die Wärmebehandlung übst. Wenn Du diese versaust ist ja nicht schade drum.
Noch ein paar Tips. Umgebungslicht abdunkeln, dann siehst Du die Farben besser. Du kannst auch einen Magneten zu Hilfe nehmen. Wenn Deine Klinge den Magnetismus verliert bist Du meist knapp an der Härtetempertur (gilt für Stähle siehe oben). Den Magneten nicht direkt an die glühende Klinge halten, die mögen keine Hitze. Ein Stahlstück dazwischen geben, ich nehme einen Draht oder Nagel.
Mit Übung brauchst Du dann auch irgenwann den Magneten nicht mehr weil Du die Farben siehst. Bei einigen Stählen kannst Du sogar die Gefügeänderung sehen. Das siehts dann so aus als würde ein Schatten über die Oberfläche laufen.
Härteprüfung, entweder mit einer alten Feile, oder Glasritztest. Wobei Glas nicht gleich Glas ist. Auch hier gibt es Härteunterschiede.
Gruß
Roland