Tja, warum?
Darauf gibt es mehrere Antworten!
"Erfunden" hat das - nach MEINER Einschätzung - eine Eibe!
Bei Eiben ist nämlich oft der obere Teil ab einem Punkt x plötzlich deutlich schmaler...:

- Eibenmoelle.JPG (10.62 KiB) 1470 mal betrachtet
Mit der Überlegung, die Bogenenden möglichst LEICHT zu gestalten, wurde diese Bauform quasi "wiederntdeckt" und kopiert.
SINNVOLL ist das allerdings nur selten.... Es müssen nämlich einige Umstände bedacht werden:
1. Die "Verkürzung" des biegenden Bereichs hat eine deutlich höhere Komprimierung desselben zur Folge (engerer Biegeradius!).
Dieses muss das Holz vertragen - was nicht jedes tut. BESSER ist immer, wenn möglichst VIEL des verfügbarn Holzes "mitarbeitet".
2. Selbst WENN das Holz die Biegung ohne Schäden verträgt - nicht immer folgt daraus auch eine angemessene LEISTUNG! Viele Hölzer werden nämlich - grenzwertig belastet - eher träge, weil die inneren Reibungsverluste überproportional zunehmen.
Die Rückstellgeschwindigkeit leidet und es gibt unnötig viel Set.
(So lange dies - siehe Bild-Beispiel oben! - eine NOT-Maßnahme ist, um ÜBERHAUPT aus dem verfügbaren Holz einen Bogen zu erhalten - ist das akzeptabel (ja geradezu GENIAL!). Als unvertsandene "Kopie" aus einer 3-m-Hickory-Bohle aber eher nicht...)
Rabe