Lumennock / Leuchtnock

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
SilentEntry

Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von SilentEntry »

ich habe mir mal 6 Stück gekauft mit dem Magnetmechanismus.
Davon gingen 2 von Beginn an nicht richtig und die anderen 6 nach 4 - 5 mal schiessen nicht mehr.
Echt schade, denn dafür sind die Dinger wirklich zu teuer! Aber von der Idee her sehr gut, da man hier im nicht so hellen Wald, den Flug gut nachvollziehen kann...wenn sie denn dan funktionieren....
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Frankster
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Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von Frankster »

falls jemand bastelt. Ein paar Infos wären nicht schlecht.
Was ich mir überlegt habe: Kondensator + Widerstand + LED

Damit hat man hoffentlich für ein paar Stunden Dauerleuchten. Den Kondensator kann man einfach mit einer ext. Batterie wieder aufladen. Damit entfällt das Problem das man teuer und auch giftige Spezialbatterien im Schaft benötigt.
Nimm nicht den ganzen Baum wenn Dir ein Ast genügt
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Galighenna
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Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von Galighenna »

Welche Kondensatoren willst denn dafür hernehmen? Gibt es solch hochkapazitive Kondensatoren mit so kleiner Bauform?
Mit den üblichen Verdächtigen mit 1.000µF oder 10.000µF kommste nicht weit, das leuchtet ein paar Sekunden, da braucht man schon was im Bereich 1F oder so und 1,5V Spannung.

Eine Standard LED die mit 20mA an einem Kondensator mit einer Kapazität von 1F und einer Spannung von 1,5V betrieben wird leuchtet grob über den Daumen gepeilt etwa 20s. Danach dürfte die Spannung unter die Durchlassspannung gefallen sein.
(Nur über den Daumen geschätzt, nicht gerechnet)

Also folgende Probleme:
Man brauch einen Kondensator mit sehr großer Kapazität, der auch noch in den Schaft passen muss. Man brauch eine LED die eine möglichst geringe Stromaufnahme hat. Stromaufnahme und Lichtfluss sind dabei oftmals Proportional, so das die sehr "Sparsamen" LEDs auch nur schwach leuchten. Da ist die Frage wie hell die LED sein muss...
Die Betriebszeit mit aufgeladenem Kondensator mit 1F Kapazität, dürfte sich also zwischen geschätzen 20s und einigen Minuten bewegen.
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

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walta
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Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von walta »

Hmm - Goldcap - könnte schon funktionieren insbesondere mit sparleds. Die leuchtstärke der LED´s allgemein wir immer besser. Kommt halt sehr stark darauf an womit man sich zufrieden gibt.

Interessant wäre die Möglichkeit den Kondensator unmittelbar vor dem Schuss aufzuladen - dann würde es genügen wenn er eine oder zwei Minuten leuchtet. Dadurch würde man sich den Schalter ersparen und ohne Mechanik wäre das ganze fast unkaputtbar.

walta
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walta
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Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von walta »

Ich hab gerade nachgeschaut: in meinen Carerra Rennautos ist ein 0,33F Goldcap drinnen. Damit leuchten die Lichter zwischen 30sec und 1Minute und das sind immerhin 2x 5mm Superhell weiss und 2x 3mm normale Rote LED´s. Das aufladen dauert ein paar Sekunden.

Nur um mal einen Richtwert zu haben.

walta
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walta
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Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von walta »

Und gleich noch eins hinterher:
Nennspannung 2.5 V
Abm. (Ø x H) 8 mm x 22 mm
Elektr. Kapazität 1 F
Beim Versender mit dem C um 3,80Euro

walta
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Glemmy
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Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von Glemmy »

So da es ja hier schon mehrere kreative Vorschläge für die Leuchtnocke gibt. Poste ich doch meinen auch mal einen für Holzschäfte.

Man nehme: - Kleber (sollte schon der gute sein da hier etwas mehr auf kleiner Fläche zu halten ist.)
- Nocke (am besten flue grün, flue rot oder was sonst noch Transparenz aufweist)
- Metallbohrer 4,5 oder 4,2 mm, 1,5mm
- Holzbohrer (Durchmesser 0,5mm dicker wie die Batterie für den Holzschaft)
- Holzschaft nach Wahl
- etwas Schmirgelpapier
- einen Zahnstocher (oder ähnlich dünnes)
- einen Schaftanspitzer (empfehlenswert für Nocke "und" Spitze)
- und natürlich die LED Batterie (in diesem Falle nur die nehmen die auf "Druck leuchtet") Farbe wie gewünscht.
Batterien dieses Typs erhält man einfach in der Bucht (LED Knicklichtpose) oder beim Angelsporthändler des Vertrauens, oder, oder, oder..... ;)

Zusammenstricken tue ich es wie folgt:

Nachdem ich die Nocke mit dem 4,5mm Bohrer etwas ausgebohrt habe, (ca. 2-3 mm!! nicht durchbohren!!)
prüfe ich ob der Kopf der LED in die Nocke passt und nicht viel spiel hat.
Anschließend bohre ich mit den 1,5mm Bohrer die Nocke nach hinten durch so das die LED schön durch die Nock leuchten kann.

Nun schmirgle ich den oberen Teil der LED, die in einem Plastikring gefasst ist was die Klebefläche in der Nocke darstellt, an.
Bestreiche diese mit dem stabilen Kleber der von einem Zahnstocher oder ähnlich dünnes vorsichtig aufgetupft wird.
Hierbei ist darauf zu achten das der Kleber wirklich nur auf der LED bzw. auf dem kleinen Plastikring getupft wird.
Drücke die LED nun in die Nocke, nicht ganz soweit bis sie das leuchten anfängt. (Gefühlssache)

-Puh erster Teil erledigt -

(Am besten baut man sich dafür einen Halter für die Zeit die der Kleber brauch um zu trocknen und stellt die Nocke auf den Kopf damit der Kleber NICHT an der Batterie herunter läuft).

In der Trockenzeit nehme ich mit die Holzschäfte vor.

Hier kommt der Holzbohrer, der ca. 0,5mm dicker sein sollte als die Batterie, zum Einsatz.
Als erstes schaue ich mit den Schaft an und mache mit einem dünnen Bleistift (kann muss man nicht) ein Kreuz auf der Seite die "benockt" werden soll.
Diese Seite wird nun mittig mit dem Holzbohrer in längstrichtung des Schaftes ca. 25mm eingebohrt (je nach länge der LED verschieden tief)
Der ausgebohrte Schaft kommt anschließend in den Nockspitzer und wird nur ca. 7mm angespitzt.
Es muss ein biß-chen Luft zwischen der Nock und dem Schaft zum eindrücken bleiben.
Es folgt nun der Spitzer für die Spitzen der aber auch nur eine Umdrehung bekommt.

Bei den "Anspitzereien" kann es passieren das bei nur einer halben bzw. einer ganzen Umdrehung zuviel mit dem Anspitzer dazu führt das der Schaft nachgebohrt werden muss da die nötige tiefe nicht mehr erreicht wird.
Also lieber einmal mehr gemessen oder gesteckt als nachher den Schaft versaut.
(Zur Not mit Sägespan und etwas Kleber wieder ein Stückchen aufgefüllt

So nun zur "Hochzeit" der beiden.

Die Batterie ist in der Nocke inzwischen fest (und kann auch schon durch zusammendrücken ein und durch vorsichtiges auseinanderziehen getestet werden)

Ich nehme wieder meinen Kleber und tupfe diesen wieder mit einem Zahnstocher nun in den ausgebohrten Schaft.
dies hat den Sinn das wenn der Kleber direkt auf die Batterie gestrichen wird das diese sich beim zusammenschieben am Rand des Schaftes abstreift und die Nocke mit verklebt.
also schön tupfen oder mit einer kleinen Spritze hineinpressen.

Beides zusammenstecken bis die LED (nun endlich) leuchtet. Alles schon trocknen lassen.

Befiedern, Spitze drauf und sich aufs Nachtschießen freuen. Leuchtdauer dieser LED ist je nach Typ ca. 40 Std.

P.S.
Solle sich zwischen der Nocke und den Schaft einmal Dreck sammeln falls man doch nicht ins Ziel getroffen hat kann man diesen mit Druckluft auspusten und einem kleinen dünnen Gummiring (O-Ring) vor erneuten Schmutz schützen.
"Geadelt ist wer Schmerzen kennt."
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grumpf
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Re: Lumennock / Leuchtnock

Beitrag von grumpf »

Wir waren letztens beim Nachtschießen (Turnier) und haben die chemische Lösung benutzt:
Knicklicht aus dem Angelbedarf einfach nach dem Knicken mit Tesa auf den Holzschaft vor die Leitfeder geklebt. Geht auch mit Carbonschäften. Die Lichter leuchten so 6-8 Stunden, sprich das reicht für eine Nacht.
Alternativ kann man bei manchen Carbonschäften (z.B. Goldtip) die Knicklichter in den Schaft hinten einsetzen. Bei der Kombination gelbes Knicklicht und orange fluoressierende Nocke geht auch ganz gut.

100 Knicklichter gibt es in der Bucht für unter 10 Euro, das sollte eine Weile reichen.

VG Jens
Beim Bogenschießen sollte auf geeignete Kleidung geachtet werden. ;)
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