Der versprochene Eiben-ELB

Themen zum Bogenbau
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tscho
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von tscho »

Ja , es ging ja sicher nicht anders, aber meine 2. Frage wär dann wie er ihn trocknete, dass nix passierte.
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Ivor Thoralfson
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Ivor Thoralfson »

Der Markkanal ist noch komplett drin un tritt, wie scon bemerkt an den WA s aus. Zum trocknen. er lag in meinem Keller bei ungefaehr 16 grad. Er lag aber 5wochen lang im wald und zwar mit allem Gruen dran! Ich war selbst ueberascht das er jetzt schon bei 12% feuchte war.

ivor
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Galighenna
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Galighenna »

Wenn noch die Äste und das Grün dran sind, dann ziehen diese eine Menge Feuchte aus dem Holz, so lange bis das Grün abstirbt. Dadurch ist dann nach dem Entrinden viel weniger Wasser im Holz. Ob das aber wegen Rissbildung gefährlich ist, weiß ich so jetzt nicht.
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Chirion
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Chirion »

Hallo Ivor, ich möchte dich zunächst bitten deinen Ast in meinem Eibenastthread zu verlinken oder eine Zusammenfassung reinzustellen, vielleicht gelingt es ja doch eine Sammlung von Bögen aus Eibenästen von verschiedenen Bogenbauern in einem Thread zustandezubringrn. Bis jetzt sehr schön geworden. Set is da gar nicht soviel, der war doch von Anfang an Deflex. Wegen Markkanal: ich hab in keinem der Äste die bei mir rumliegen einen Trocknungsriss und wenn die ohner Riss getrocknet sind kann der Markkanal problemlos über die ganze Länge drinbleiben. Enden flippen geht natürlich, du kanns aber auch zusätzlich den Griff leicht Reflex biegen, den müsstest dann aber stabilisieren und dann wärs eher kein Elb mehr, aber eine Überlegung ist es allemal wert.
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Rizzar
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Rizzar »

Ich hab jetzt nicht so die Masse an Erfahrung was das angeht, aber wie entstehen denn Trocknungsrisse????
Ist es nicht so, dass es Spannungsrisse sind, die entstehen wenn sich das Material bei Flüssigkeitsverlust zusammenzieht und irgendwann die Spannung zwischen den einzelnen Fasern so groß ist, dass der sich der Zusammenhalt löst ??
Wenn meine These stimmt, dann wage ich mal zu behaupten, dass eine gewisse Holzmasse(nebenliegender sich zusammenziehender Zellen/fasern) zusammenkommen muss um die Spannung so zu maximieren, dass diese Risse entstehen können, ergo einen gewissen Mindestdurchmesser dafür besitzen müssen.
Wenn ich so an meine Jugendzeit zurückdenke kann ich mich jedenfalls nicht an dünnere Stecken egal welchen materials erinnern(genau hier liegt der Knackpunkt), die jemals Trocknungsrisse bekommen haben, ist aber schon lang her und ich könnte mich da auch auf dem Holzweg befinden.

Hat jemand überhaupt mal mit Ästen Trocknungsrisse beobachten können????
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tscho
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von tscho »

Jap hatte ich schon,war so ne ca 7cm dicke eibe,das Prinzip was ich bisher davon verstehe ist , im Außendurchmesser zieht sich das Holz eben mehr zusammen, also im Umfang, im Verhältnis zum Kern.Somit entstehen die Spannungen, ergo , wenn man bis auf den Kern sägt kann nix passieren.
Kann aber definitiv sein , es weis noch jemand genauer. :)
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Chirion
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Chirion »

Der Durchmesser spielt sicherlich eine Rolle, der Wassergehalt, Themperatur, Luftfeuchte usw auch, wie gesagt bis 6cm bei vorsichtiger Trocknung hatte ich noch keine Risse. Ich denke auch, dass sich recht starke und sehr schnelle Bögen aus solchen Ästen bauen lassen.
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Galighenna
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Galighenna »

Hmm
Also, bei verschiedenen Hölzern ist es so das das Kernholz ein anderes Schwindmaß hat als das Splintholz. Das bedeutet, das es beim Trocknen anders schrumpf als das Splintholz. Bei einigen Hölzern schrumpf es stärker als der Splint, bei anderen stärker. Da bin ich mir aber nicht 100% sicher. Jedenfalls sorgt der Unterschied im Schwindmaß dafür das das Holz einreißt.

Ausserdem trocknet Holz von Aussen nach Innen...

Das bedeutet zusammengefasst und genauer:

1.)Hölzer ohne unterschied im Schwindmaß zwischen Kern und Splint:
Sie reißen, wenn das Holz zu schnell trocknet (durch den Unterschied der Feuchte innen und aussen) Dadurch trocknet das Holz im Inneren langsamer als Aussen. Der Flüssigkeitsaustausch entlang des Radius ist zu langsam und die Differenz zwischen innen und aussen wird zu groß. (kann durch langsamere Trocknung beeinflusst/verhindert werden)

2.)Hölzer mit unterschiedlichem Schwindmaß bei Splint und Kern:
Sie reißen sehr viel leichter, sehr viel stärker und unabhängiger vom Radius des Stammes, also auch bei kleineren Durchmessern (Robinie ist ein gutes Beispiel dafür, da reißt der Splint fast immer, egal wie langsam man es trocknet)
Ausserdem kommen die Effekte von 1.) noch hinzu, was die starke Neigung zum Reißen erklärt. (Rissrisiko kann durch langsamere Trocknung nicht zu 100% vermieden, aber verringert werden )
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tscho
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von tscho »

Dazu kommt , dass sich die Fasern in Längsrichtung auch zusammenziehen wollen.Sieht man schön beim aufsägen von Staves,die biegen sich immer..meistens....vom Schnitt nach außen weg.
(so lang sie noch nicht ganz getrocknet sind zumindest) ganz getrocknete Eiben hab ich noch nie gesägt.
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Ivor Thoralfson
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Ivor Thoralfson »

So, eben von der Schicht rein gekommen.
Chirion hat geschrieben:...... Enden flippen geht natürlich, du kanns aber auch zusätzlich den Griff leicht Reflex biegen, den müsstest dann aber stabilisieren und dann wärs eher kein Elb mehr, aber eine Überlegung ist es allemal wert.
Das mit dem Griffbereich biegen hatte ich noch im Kopf bevor ich angefangen habe den "Ast" zu bearbeiten. Habe aber kurze zeit später etwas skrupel bekommen wegen der menge an kleineren Ästen auf der Bauchseite (Ich hoffe das ich irgend wie mit der Knipse klarkomme um noch ein paar ordentliche Bilder zu posten). Und ehrlich gesagt gefällt mir das "gewurstel" jetzt schon zu sehr um es wieder abzudecken ;) .
Es werden also nur die WA-Enden etwas geflippt. Mal sehen ob es so geht wie ich es mir vorstelle. --nur ein leichter Reflex auf den letzten 25-30 cm.

Ivor

P.: hatte hier noch einen Tiller mit dem Handy gemacht. Da ist auch der etwas steifere WA zu erkennen. Halt etwas Asymetrisch.
http://www.youtube.com/user/IvorThoralf ... NpRzYjv3Ig
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Chirion »

Ah einen schönen Griff kann man natürlich nicht unter ein Griffholz packen, eventuell köntest du die geflippten Enden durch ein Teilbacking aus Eibensplint stabieler machen.

Danke auch für die Verlinkung
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Sipi
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Sipi »

Im Video sieht der sehr viel stärker aus als 50#. Ich finde er biegt sich sehr gut.

Lg Sipi

Ps: Schönen Youtube Kanal hast du da!
http://www.bogensportverein-steinfeld.at/
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Ivor Thoralfson
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Ivor Thoralfson »

Hallo Sipi

Die 50# sind so Pi mal Daumen. Ich wollte Ihn erst richtig fertig haben bevor ich Ihn Ausmesse.(Ne kleine Überaschung für mich ;) )
So, eben fertig mit dämpfen. Ich Denke er wird schön, richtig schön. Halt nicht Übertrieben. Ich wollte den Charakter nicht ganz wegkneten ::) .
Nur ein wenig ;-) flippen
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Ivor

PS.: Heute abend dann mal ohne Form.
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Agroman
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Agroman »

Also ich finde, dass der Tiller gut aussieht. Schön geworden! Aber nächstes Mal bitte bitte das Radio ausmachen wenn solche Musik läuft... :P
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Ivor Thoralfson
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Re: Der versprochene Eiben-ELB

Beitrag von Ivor Thoralfson »

Sipi hat geschrieben:Im Video sieht der sehr viel stärker aus als 50#. Ich finde er biegt sich sehr gut.

Lg Sipi

Ps: Schönen Youtube Kanal hast du da!
Hallo Sipi
Hast Recht sind mehr. Es war nur ne schätzung noch ohne Wage. Es sind genau 75#/28"! bei 66" Länge ;D .

Aber erst mal zum Bogen. Er ist jetzt soweit fertig. Ein Video zum Tiller und wie er wirft kommt in die Präsentation. Hier schon mal paar Bilder ( Habe Fehler gefunden. Handy macht leider nur 72 dpi bei 5mbyte >:) )
Antlers
Antlers
Antlers2.jpg
Der Namensgeber
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Ivor

PS.: werde Ihn noch mit Bienenwachs finischen :)
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