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Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 10.10.2011, 18:40
von Galighenna
medieval archer hat geschrieben:Ravenheart hat geschrieben: Bei den im Rücken liegenden Spannkerben wäre es hingegen sinnvoller noch Horn auf dem Holz zu belassen.
Warum?
Na wenn man ein Hornoverlay auf den Rücken macht, möchte man das Holz des Bogenrückens vor den Belastungen der Sehne schützen. Besonders bei Eibe drückt sich die Sehne sehr stark ins Holz. Wenn man das Horn also in der Kerbe bis zum Rücken runter schleift ist aber ja kein Horn mehr da um das Holz zu schützen...
Edit:
Rabes geniale Zeichnung macht mal wieder alle meine Worte überflüssig

Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 15.10.2011, 03:13
von zoooing
Wenn man Nocken durchschleifft,braucht man ja keine!

Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 15.10.2011, 09:25
von Mandos
Seitlich hat das aber keinen Nachteil, denn der Druck der Sehne verteilt sich trotzdem auf das Horn rundherum - auf dem Holz lastet kaum Druck und es kann nichts einreißen. Es hat dagegen noch den Vorteil, dass die Nocken auch ganz ohne Kleber halten.
Bei einer Kerbe am Rücken ist das natürlich etwas anderes...
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 15.10.2011, 16:38
von zoooing
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 15.10.2011, 16:50
von Galighenna
schau dir das Bild von Rabe ganz oben noch einmal an...
->
http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 50#p304554
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 15.10.2011, 18:12
von Mandos
@zooing
Zwar weiß ich nicht, was an meinem Leben nicht mehr frisch sein soll, aber ich zitiere gerne von der von mir oben verlinkten Seite (
klick mich):
"The obvious question when you see a sidenock is why were they used.
This is a question I have pondered a lot and I can't give a simple answer, I suspect that the real question should be why have we recently converted from sidenocks to the ones we use now? I would guess the answer to this is likely to be that we are using different string materials and mostly much lighter bows.
One thing which I think may be significant is the way the slot goes right through the nock into the wood of the bow tip - I wonder if the a reason for doing this is so that the string actually holds the nock in place so if the glue fails then the nock will still work.
I have tried using a bow with the nock not glued on like this and it does work ok. I have been informed that glues of the time would be very strong but not water proof."
Dabei handelte es sich um einen Bogen mit Zuggewicht 100+#.
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 15.10.2011, 19:47
von acker
Hallo ,
Hier die Aussage eines Schotten aus einem PA post :
" It has been said that one of my Scottish relatives had used rowan on occasion to put meat on the table and that rowan or laburnum were his prefered bow woods.
Rod."
rowan = Eberesche
Das ist nun nichts was irgendwie Geschichtlich relevant ist !
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 04.02.2012, 02:23
von zoooing
Eibe Weich?Ich hab siebenjährige,und würde das als sehr hart bezeichnen.Vorallem der Splint ist glashart und würde meines Erachtens durch eine Sehne nicht geschädigt werden.
Eschen sind viel weicher,und kommen ohne probleme Hormlos aus.
Starke Eibenbogen bis hundert Pfund und mehr sind am Wurfarmende so dünn,das man garnicht wüsste,wo man die Sehnenkerben anbringen wollte!Drum Nocken.
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 04.02.2012, 02:27
von zoooing
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 04.02.2012, 08:32
von Rauer
zoooing hat geschrieben:Eibe Weich?Ich hab siebenjährige,und würde das als sehr hart bezeichnen.Vorallem der Splint ist glashart und würde meines Erachtens durch eine Sehne nicht geschädigt werden.
Eschen sind viel weicher,und kommen ohne probleme Hormlos aus.
Starke Eibenbogen bis hundert Pfund und mehr sind am Wurfarmende so dünn,das man garnicht wüsste,wo man die Sehnenkerben anbringen wollte!Drum Nocken.
Esche ist zwar nicht son gutes Bogenholz aber auf jeden Fall härter als Eibe egal ob 2-3-oder 7 Jahre alt über Eberesche (Vogelbeere) können wir ja streiten
Lanzen, Speere, Hammerstiele und Wagenräder worden von je her aus Esche gemacht auch Bögen ,bei den Bögen ist die Eibe deutlich besser aber sonst, mach mal an einen 5kg Hammer nen Eiben Stiel und arbeite damit das wir lustig

Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 04.02.2012, 10:47
von Galighenna
Wenn der Splint bei der Eibe dir "glashart" erscheint, dann steck die Eibe in den Ofen, die ist gnadenlos übertrocknet. Eibe ist zu 100% IMMER weicher als Esche.
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 04.02.2012, 10:50
von Wilfrid (✝)
Ich weiß nicht, das erinnert mich irgendwie an die Sage vom ottonischen Langbogen
Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 04.02.2012, 11:23
von Genni
Ist es wirklich Eibe, könnte ja auch verkannte Robinie sein

Re: Schottische Langbogen
Verfasst: 04.02.2012, 20:44
von zoooing
Na,man steht in der Werkstatt,sammelt so seine Erfahrungen,und liegt manchmal voll daneben.
ich bin hier um zu lernen.
Und nein ,Genni,wir haben soviel Eiben in der Schweiz,trotz dem raubbau für England,das ich gern mal ne Robinie sehen würde.
Ich wohne nahe bei Zürich. Auf dem Züriberg wachsen die weltbesten Eibenstämme.
Darauf warte ich seit vier Jahren.So eine wundervolle Telefonstangenmässige dreissigzentrimeterdurchmessendeschönheit holen zu dürfen.Vom Züriberg.
Ansonnsten wachsen bei uns in fast jedem Wald Eiben.Sie sind wunderschön und wachsen in Hainen,verdrängen anderes Gehölz,Es herrscht dort eine seltsame Ruhe,Die abgewofenen Nadeln und die schindeln dämpfen deinen schritt,sie sind Alt,manche 2hundert jahre alt oder mehr..wers nicht glaubt kommt mich besuchen.Grill,Trinken,Eibenschau.Besser umgekehrt.