Aslo, Kornwachstum und Bandbildung sowie die Bildung von Sekundärzementit etc. ist schon wissenschaftlich korrekt dargestellt. Auch das zeilige Wachstum der Körner durch Pendelglühen etc.
Das sind alles Sachen, die schon während meines Studiums als teilweise schädliche Behandlungsmethoden durch aus bekannt und vermieden wurden ;-) Das war 1985 zu Ende, mein Studium. Auch das bestimmte Spuren von Legierungselementen die Löslichkeit von Kohlenstoff im Stahl beeinflussen und wie sie das machen, war schon deutlich vor 1988 bekannt.
Da der Mann nun Professor dieses Fachs ist (Hüttenwesen) und dies e Arbeit nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst veröffentlicht wurde, mit diesen , für Fachleute deutlich sichtbaren Humbug dabei, er machte sich einen Scherz. Ich finde ihn gelungen :-))
Wikingeraxt schmieden-sehr schönes "How to" Video
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Re: Wikingeraxt schmieden-sehr schönes "How to" Video
Was mich an der ganzen Sache so sicher macht, das das ein Ulk ist:
Der unten dargestellten Luppe fehlt der Lunker in der Mitte, der entsteht, wenn eine Schmelze erstarrt. Eine Luppe, wie die gezeigte muß Gasblasen enthalten, also aus unberuhigtem Stahl bestehen, Beschrieben wird beruhugter Stahl.
Weiter, warum soll Kohlenstoff beigegeben werden , wenn Soreleisen (Gußeisen ) und Reineisen gemischt werden sollen?
2,06-4,3 %C + 0%C brauche ich eine Mischung von 1:1 und erhalte rund 1, 5% C
Was würde passieren, wenn man solch eine Mischung in einem solchen Tiegel , wie da gezeigt, erhitzt? Das "Soreleisen"schmilzt und umfließt das feste Reineisen, löst dieses an und wird halbflüssig wie ein schlechtes Sorbet. Das Glas als feste flüssigkeit wird dünnflüssiger und dünnflüssigersteigt gaaaaanz langsam nach oben und bildet da eine Schlackeschicht, die den Gasaustausch verhindert, Silizium aus dem Glas, natrium , Calzium und andere lösen sich in der Schmelze. Damit das ganze passieren kann, sei es mal möglich, mit Co oder Propangas + Luft eine entsprechend hohe Flammtemperatur zu erreichen, der Tiegel soll ja in diesem Jahrhundert noch ne Temperatur über am Ende 1450 ° C erreichen.
Also Flammtemperatur so ~ 1700°C, auh soll die Schmelze nicht solange im Tiegel bleiben, denn Glas und Stahlschmelzen sind hochaggressive Flüssigkeiten, die lösen so ziemlich alles. Da das ganze ja von aussen beheizt wird, naja, der Tiegel braucht ja nun auch ne gute Wärmeleitfähigkeit. Also einen dichten nicht porösen, dünnen Tiegel.
Leider ist da auf den Bildern nix von zu sehen. Dummerweise hatten die alten Inder nur Holz- oder Steinkohle als Heizmittel zur Verfügung, ja , und Luft als Sauerstoffträger. Und auch Feuerfestkeramik für diese Temperaturen ist leider so lange noch nicht bekannt. Und Dummerweise erreicht man mit Kohle und "Wind" die Schmelztemperatur von Stahl man gerade nur mühsam, um aber 3 kg Stahl, soviel wiegt nämlich so eine Luppe von 10cm Durchmesser und 5 cm Höhe + einen Schmelztiegel über nötigen 1400 °C zu bringen .... Die olle Kohle verbrennt so schnell und n Gaswerk gabs noch nicht.
Der Rest entspricht dann tatsächlich dem Stand der Technik, einschließlich der blöden zeiligen Zementitkügelchen, an deren Grenzen entlang denn der Stahl so schön bricht ;-). So ein fein geätztes Grobkorngefüge sieht schon Klasse aus, aber der Gag mit Mohammeds Leiter und den Rosen ist auch gut. Im Stahl sind ja die Körner kleiner, wenn ich also das grobe Korn aussen entferne an manchen Stellen und dann die äußeren , groben körner nach innen prügele, das feinkörnige n bischen nach oben, könnte man so ein schönes Muster kriegen. Man muß bloß aufpassen, das dieser , wegen des Schwefels rotbrüchige Stahl nicht kaputt geht.
Im Gegensatz dazu ist der echte Damaszenerstahl ein Gemisch aus härtbaren und nicht härtbaren äußerst feinkörnigen , und damit zähen Stählen. Selbstverständlich nahezu schwefelfrei. Der Rohstoff dazu stammte übrigens wirklich aus Indien, war tatsächlich in rund gehandelt u.u.u. Da haben Herr Professor dann nicht geschwindelt ;-)
Der unten dargestellten Luppe fehlt der Lunker in der Mitte, der entsteht, wenn eine Schmelze erstarrt. Eine Luppe, wie die gezeigte muß Gasblasen enthalten, also aus unberuhigtem Stahl bestehen, Beschrieben wird beruhugter Stahl.
Weiter, warum soll Kohlenstoff beigegeben werden , wenn Soreleisen (Gußeisen ) und Reineisen gemischt werden sollen?
2,06-4,3 %C + 0%C brauche ich eine Mischung von 1:1 und erhalte rund 1, 5% C
Was würde passieren, wenn man solch eine Mischung in einem solchen Tiegel , wie da gezeigt, erhitzt? Das "Soreleisen"schmilzt und umfließt das feste Reineisen, löst dieses an und wird halbflüssig wie ein schlechtes Sorbet. Das Glas als feste flüssigkeit wird dünnflüssiger und dünnflüssigersteigt gaaaaanz langsam nach oben und bildet da eine Schlackeschicht, die den Gasaustausch verhindert, Silizium aus dem Glas, natrium , Calzium und andere lösen sich in der Schmelze. Damit das ganze passieren kann, sei es mal möglich, mit Co oder Propangas + Luft eine entsprechend hohe Flammtemperatur zu erreichen, der Tiegel soll ja in diesem Jahrhundert noch ne Temperatur über am Ende 1450 ° C erreichen.
Also Flammtemperatur so ~ 1700°C, auh soll die Schmelze nicht solange im Tiegel bleiben, denn Glas und Stahlschmelzen sind hochaggressive Flüssigkeiten, die lösen so ziemlich alles. Da das ganze ja von aussen beheizt wird, naja, der Tiegel braucht ja nun auch ne gute Wärmeleitfähigkeit. Also einen dichten nicht porösen, dünnen Tiegel.
Leider ist da auf den Bildern nix von zu sehen. Dummerweise hatten die alten Inder nur Holz- oder Steinkohle als Heizmittel zur Verfügung, ja , und Luft als Sauerstoffträger. Und auch Feuerfestkeramik für diese Temperaturen ist leider so lange noch nicht bekannt. Und Dummerweise erreicht man mit Kohle und "Wind" die Schmelztemperatur von Stahl man gerade nur mühsam, um aber 3 kg Stahl, soviel wiegt nämlich so eine Luppe von 10cm Durchmesser und 5 cm Höhe + einen Schmelztiegel über nötigen 1400 °C zu bringen .... Die olle Kohle verbrennt so schnell und n Gaswerk gabs noch nicht.
Der Rest entspricht dann tatsächlich dem Stand der Technik, einschließlich der blöden zeiligen Zementitkügelchen, an deren Grenzen entlang denn der Stahl so schön bricht ;-). So ein fein geätztes Grobkorngefüge sieht schon Klasse aus, aber der Gag mit Mohammeds Leiter und den Rosen ist auch gut. Im Stahl sind ja die Körner kleiner, wenn ich also das grobe Korn aussen entferne an manchen Stellen und dann die äußeren , groben körner nach innen prügele, das feinkörnige n bischen nach oben, könnte man so ein schönes Muster kriegen. Man muß bloß aufpassen, das dieser , wegen des Schwefels rotbrüchige Stahl nicht kaputt geht.
Im Gegensatz dazu ist der echte Damaszenerstahl ein Gemisch aus härtbaren und nicht härtbaren äußerst feinkörnigen , und damit zähen Stählen. Selbstverständlich nahezu schwefelfrei. Der Rohstoff dazu stammte übrigens wirklich aus Indien, war tatsächlich in rund gehandelt u.u.u. Da haben Herr Professor dann nicht geschwindelt ;-)
- Galighenna
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Re: Wikingeraxt schmieden-sehr schönes "How to" Video
Ah Ok... das klingt plausibel und nachvollziehbar.
Danke für die Erklärung
Dann bin ich wohl tatsächlich einem Aprilscherz aufgesessen oder so *schäm* 
Danke für die Erklärung
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
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- Wilfrid (✝)
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Re: Wikingeraxt schmieden-sehr schönes "How to" Video
och, nicht nur Du allein, sondern etliche Messerforen, Hobbyschmiede u.u.u. das halbe Netz ist bei dem Thema auf den Zug gesprungen. Ist ja auch zu verlockend ;-)
- eddytwobows
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Re: Wikingeraxt schmieden-sehr schönes "How to" Video
@Wilfrid...
Erstmal besten Dank für die Aufklärung und Richtigstellung über diese unsinnige "Wootz-Mystifizierung"...
Anbei noch mal zwei links über die KOMPLETTE Herstellung (vom Raseneisenerz schaufeln über die Verhüttung bis hin zum Griffschnitzen...alle Achtung, kann man da nur sagen, Hut ab und Verbeugen !!!) eines Messers die ich gestern im Mittelalterforum gefunden habe...
http://www.mittelalterforum.com/index.p ... adID=11975
http://mittelalterforum.com/index.php?p ... adID=11658
und dann noch zwei links der Vollständigkeit halber zur Damast-Herstellung (Schmiededamast u. "Wootz-Damast")
Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Damaszener_Stahl
Karlsruher Türkenbeute
http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_han/ ... nst_de.php
LG
etb
Erstmal besten Dank für die Aufklärung und Richtigstellung über diese unsinnige "Wootz-Mystifizierung"...
Anbei noch mal zwei links über die KOMPLETTE Herstellung (vom Raseneisenerz schaufeln über die Verhüttung bis hin zum Griffschnitzen...alle Achtung, kann man da nur sagen, Hut ab und Verbeugen !!!) eines Messers die ich gestern im Mittelalterforum gefunden habe...
http://www.mittelalterforum.com/index.p ... adID=11975
http://mittelalterforum.com/index.php?p ... adID=11658
und dann noch zwei links der Vollständigkeit halber zur Damast-Herstellung (Schmiededamast u. "Wootz-Damast")
Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Damaszener_Stahl
Karlsruher Türkenbeute
http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_han/ ... nst_de.php
LG
etb