Beschusstest mit selbst gebauten Spitzen

Selbstgebaute Ausrüstungsgegenstände wie Armschutz, Köcher, etc.
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tscho
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Re: Blattspitzen

Beitrag von tscho »

Ja würd mich auch genauer interessiern,er sagte ja 1m Auszug,das wären so grob 30% mehr Eneriespeicherung ( ?)
Er hatte aber auch klasse Spitzen.Lies mal oben nach

tscho
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shokunin
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Re: Blattspitzen

Beitrag von shokunin »

Es geht schon - zu mindest auf 10-12m.
Bilder gibt es auch - leider aber keine guten... :-\

Wir machen gelegentlich "Bratpfannen-Schiessen" - die sind aus 1mm, 1,5mm und 2mm Stahlblech mit Spiegelei als Ziel...
Was trift und stecken bleibt zählt.
Bei 2mm ist stecken-bleiben schon eher selten aber bei 20kg geht es. Auszug ist wie gesagt bei mir fast 1m, da tut sich schon was.
Spitzen wie gesagt, gehärtet, poliert und scharf.
Montiert sind (bwz waren) sie auf 2015er Alu-Schäfte, Pfeilgewicht war so um die 40-44g.

Bild unten zeigt Einschüsse von "Bodkin" und "Blattspitze" - ist aber 1,5mm denke ich.
Was man aber sieht ist wie die Spitzen schneiden - die Schnittkanten im Blech sind selbst fast wie poliert... möglichst geringe Reibung...
Ich schau mal ob ich ein Loch in 2mm knipsen kann - ist aber immer noch bloss ein Bild von einem Loch... :-[
Oder ich schiess morgen mal ein paar Pfeile...
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Mandos
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Re: Blattspitzen

Beitrag von Mandos »

Ok, danke für den Bildbeweis. ;)

Aus welchem Stahl ist die "Bratpfanne"?
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tscho
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Re: Blattspitzen

Beitrag von tscho »

:-) coole idee

Aber ja, ich muss auch nochmal einhaken,ne Bratpfanne ist sicher was anderes als ein 2 mm Kaltgewalztes Stahlblech ( DC 01 - allgem. Bezeichnung)
Zugfestigkeit und Härte weis ich gerade nicht auswendig,sehs aber mal nach.
Bratpfannen ...... sind ja rel. leicht......könnte es ne alu-legierung sein ?
Müsst man mal skizzieren auf so ner Zuggewichtskurve wie sich das genau verhält wegen dem extrem langen Auszug.
Hab mich mit den Bögen noch nie befasst,wie der Zugkraftverlauf nach hinten aussieht.Eines ist sicher,wenns Stahlblech ist
- haben die Geräte mächtig dampf.

Gruß
tscho
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shokunin
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Re: Blattspitzen

Beitrag von shokunin »

Also jetzt dachte ich mir ich mach's noch mal zum zeigen...
mangels Platz in der Garage auf etwa 5m...
das Resultat...?
...nicht ganz zufriedenstellend... :-[

Stecken blieb keiner, einer hat das Garagentor durchschossen, 3 haben sich zersetzt, davon 2 völlig...
Es waren die Testpfeile der Anfangsgeneration - alle verschieden, etwas leichter und alle schon gut alt aber dennoch... >:(
Löcher sieht man... aber stecken blieb nur einer und das war der neben der Scheibe :-[

Ich denke Pfeilgewicht mag was ausmachen und evtl die Distanz. Der Pfeil braucht so 10-12m um sich in seine Flugbahn einzupendeln. Trifft er vorher auf ist der Einschlag nicht rechtwinklig sondern schräg... darauf schiebe ich es heute jedenfalls :-\
Also es geht... aber nicht heute :'(

Edit:
Ja sorry zu den "Bratpfannen"... sind keine echten sondern nur Zinkblech Scheiben mit Holzstiel und einem Spiegelei draufgemalt...
Entstanden aus der Idee eine Bratpfanne zu durchschiessen hier:
http://www.flipclip.net/clips/c0d81003d ... 7aa452a348
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Re: Blattspitzen

Beitrag von tscho »

Hi,
meinst du jetzt mit Zinkblechscheiben dass die Bratpfanne mehrlagig ist , also mehrere dünne Bleche übereinandergelegt, oder einfach weil mehrere Pfannen da sind ?
Aber es waren 2 mm ?

Gruß
tscho
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shokunin
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Re: Blattspitzen

Beitrag von shokunin »

sorry, nee...
mehrlagig nicht sondern mehrere verschiedene Scheiben.
Es fängt bei 1mm an und geht hoch bis 2. Der Sinn des Spiels ist zu sehen bis wo man durch-kommt.
Gibt es in Japan auch, nennt sich Kata-Mono z.B.:
http://blogs.yahoo.co.jp/kazuukkk/31688255.html (leider Japanisch...)
Bei 2mm kommt man aber gerade noch mit der Spitze durch, stecken bleibt da fast nix mehr.

Was auch viel ausmacht ist der Untergrund. Frei stehende oder hängende Bleche werden bei 1,5mm schon zum Problem weil sie wegfedern.
In den Bildern haben wir PE-Schaumplatten als Untergrund verwendet (Winter), Sand geht aber besser.
Normal wird im Kyudo auf eine Sandbank als Pfeilfang geschossen. Sand ist ein Super Hintergrund vorausgesetzt er liet satt an. Er ist sehr schwer und träge was ein Weg-Federn sehr effektiv verhindert.
Wie gesagt es sind Bratpfannen-förmige Zielscheiben aus Zinkblech.
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Re: Blattspitzen

Beitrag von tscho »

ja , naklar, Sandsäcke kennt ja jeder ( äh, sicher viele aus BW zeiten ).Ungeschagen, das beste um Geschosse zu bremsen.
Zumnindest was die Verfügbarkeit , Kosten usw angeht.
Aber sorry, muss nochmal nachhaken,nur so, weils mich interressiert, mit ca 40 pfund auf 10-12 m schaffst du durch 2 mm,waren dies in deinem test 2 mm ?

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Re: Blattspitzen

Beitrag von Blacksmith77K »

Wohl, mit 40# und guter Spitze piekt man ein Loch in ein Zinkblech oder Alupfanne. Bei1,5-2mm Rüstungsstahl passiert da garnix. Und Pfeilgewicht von 40gramm iss auch nicht das, womit man Beschusstests auf Stahlpaltten macht.

Der Auszug von knapp 1 Meter spielt eine völlig untergeordnete Rolle, hat mit dem Ergebnis sogut wie nix zu tun.

Was ich sagen kann ist, dass 90-100 gramm Escheschäfte mit Bodkins durch nen 125# Eibebogen gejagt mühelos auf 10-15Meter die Platte knacken. ;)

http://www.youtube.com/watch?v=w-ylMb5k ... re=related
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Toxophil
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Re: Blattspitzen

Beitrag von Toxophil »

Warum?

T = 1/2 m * v² (kinetische Energie)

Das bedeutet doch, dass die Geschwindigkeit des Pfeiles für die Energie wichtiger ist, als sein Gewicht, weil die Energie mit dem Quadrat der Geschwindigkeit schneller wächst. Müsste man für einen Beschusstest dann nicht möglichst schnelle, leichte Pfeile verwenden?
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Re: Blattspitzen

Beitrag von Blacksmith77K »

Toxophil hat geschrieben:Müsste man für einen Beschusstest dann nicht möglichst schnelle, leichte Pfeile verwenden?
Die dann wie Zahnstocher auf der Platte zerbröseln? Also ein 1000grain Pfeil ging bei meinem *Liutbald* mit über 190fps (...Chrono...) raus. Ich denke an Geschwindigkeit hat's da nicht gemangelt.

Was ich gerne mal sehen würde wäre ein Compound-Bogen mit etwa 100# und entsprechenden Pfeilen. Die sind ja weitaus schneller. Kann das mal jemand hier ausprobieren? ;D

Dann wüssten wir, ob die Pfeilgeschwindigkeit einen Vorteil bringt. Rechnerische Lösungen sind nichtsaussagend.
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shokunin
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Re: Blattspitzen

Beitrag von shokunin »

Im Kyudo schiesst man gewöhnlich recht leichte Pfeile. Für 20kg wäre 31g normal. Bei 40-45g waren meine Pfeile schon "schwer"
Klar kann man "nur" Weissblech damit durchschiessen, guten, oder gar gehärteten, Stahl eher nicht.
Wie gesagt - bei 2mm ist "angepiekst" auch schon das höchste der Gefühle aber bis 1,6 kommt man komplett durch.
Auzugslänge macht schon was aus denke ich weil eben der Beschleunigunsweg länger ist.
Um die maximale Ausnutzung dieses Beschleunigungsweges dreht ich auch die halbe Kyudo-Schiesstechnik. Man versucht eine hohe Pfeilgeschwindigkeit zu erreichen, dann ist auch (oder evtl gerade) ein leichter Pfeil (zu mindest auf kurze Distanz) durchaus effektiv.
Danke Txophil für die Formel :D
Halten muss er natürlich schon - das war das Problem bei meinem erneuten Test gestern - geplatzte Pfeile.

Blacksbith77K hat schon recht, Zuggewicht macht sehr viel aus, sicher mehr als Auszug oder Technik.
Und Pfeilmasse ergibt gerade auf Distanz schon mehr "Wums"

Ich hatte damals einen 20er Bogen geschossen - bei meinem Auszug hat der schon etwa 21-22kg - also 48# vielleicht.
Mit Warbows kann man das natürlich nicht vergleichen.
Die werfen Pfeile mit 1/4# über 100-weiss-ich-was Meter. Aus einem 20kg Yumi geschossen würde so ein Teil unterwegs verhungern :-[
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Blacksmith77K
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Re: Blattspitzen

Beitrag von Blacksmith77K »

Mal weils gerade passt: wie schnell sind eure Yumis im Chronotest mit einem Pfeilgewicht von 10gpp? Der schnellste 75lbs Compound den ich kenne hat 325fps, ALLERDINGS mit 400 grain Pfeilen, das wären so um die 5,5gpp. Mit 10gpp kommen die auch nicht merh so überlegen aus dem Lack. ;D
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Toxophil
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Re: Blattspitzen

Beitrag von Toxophil »

http://www.kyudo-sum.de/heki-technik/ky ... sport.html

Laut dieser Seite werden 44 bis 61 m/s Pfeilgeschwindigkeit erreicht.

Für einen Beschusstest unter Maximalbedingungen würde ich es mit einem möglichst leichten, dabei aber stabilen Carbon oder AC-Schaft versuchen. Wenn es historisch genau sein soll, geht natürlich nur ein Bambuspfeil.
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tscho
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Re: Blattspitzen

Beitrag von tscho »

Eines ist doch klar, egal wie auch immer der Pfeil beschleunigt wird, die Masse des Pfeils und die Geschwindigkeit...
und die Geometrie , Härte und Zähigkeit der Spitze , sind die ausschlaggebenden Größen , ob ivanhoe weiterreitet oder nicht.
Wenn eure Pfeile leichter sind müssen sie ja wohl schneller sein,vorausgesetzt alles andere wär gleich.

stanztechnik ist mein beruf,nur mal so ,es gibt natürlich tricks um mit weniger Stanzkraft ein Blech zu lochen,aber irgendwann
ist man eben mit der Spitzengeometrie am Ende.
es gibt ne Formel mit der man die Stanzkraft berechen kann, das bezieht sich aber auf einen flachen Stempel ( Pfeilspitze ).
Angenommen der pfeil hätte 2 mm Durchmesser, das Blech 2 mm stark und eine Zugfestigkeit von 250 N/mm²

Hier mal die Faustformel :

Eine zu stanzende Fläche von d x pi x h = 2mm x pi x 2mm = 12,5mm²
Stanzkraft = 12,5mm² x 250 N/mm² = 3125 N

Kann man jetzt aber hier nicht viel damit anfangen, die Spitzen sind ja nicht flach,
hört sich aber schlau an, gelle ?
Scheißegal, irgendwie krieg ich den schon noch vom Pferd.
:D
tscho
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