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Re: Wacholder für Bogenbau
Verfasst: 15.12.2015, 19:06
von Fogh
100% sogar. Der Stand jetzt über 20 Jahre im Vorgarten und trägt die typischen Wacholderbeeren. Ich stell nachher noch ein Foto vom Querschnitt ein.
Re: Wacholder für Bogenbau
Verfasst: 15.12.2015, 19:21
von Heidjer
Ah, okay ein sonnenverwöhnter und gedüngter Gartenwacholder.
Dann mach was schönes draus, aber versuch erst garnicht einen Bogen daraus zu bauen, das lohnt nicht.
Wacholder sollte wie alle Nadelhölzer möglichst enge Jahrringe haben, Jahrringdicken über 1mm am Bogenbauch knittern Dir gnadenlos weg.
Gruß Dirk
Re: Wacholder für Bogenbau
Verfasst: 15.12.2015, 20:52
von Fogh
Danke für die Einschätzung, Dirk. Ich hab's mir irgendwie schon gedacht als ich den Stammquerschnitt betrachtet habe. Auf den Fotos kann man es ganz gut sehen, denke ich.
Gedüngt wurde der Wacholder und überhaupt der Vorgarten noch nie, halbwegs sonnig stand der Wacholder aber schon. Auf den kalkreichen Trockenhängen hier in Franken steht der Wacholder aber immer sonnenverwöhnt. Das alleine erklärt die dicken Ringe also nicht unbedingt abschließend. Ich weiß jedoch nicht genau um welche Art von Wacholder es sich bei meinem Exemplar hier handelt. Vielleicht gibt es da ja auch gewisse Unterschiede. Wie auch immer, dann wird es wohl kein Bogen, sondern etwas Dekoratives. Oder lecker Schinken.
Trotzdem würde mich interessieren, wie man bei einem geeigneten, feinringigen Wacholder vorgehen sollte. Taugt der Splint etwas? Oder nimmt man nur den Kern?
Grüße!
fogh
Re: Wacholder für Bogenbau
Verfasst: 18.12.2015, 13:44
von Gornarak
Also die Nadeln sehen für mich zumindest nicht nach Gemeinem Wacholder aus. Meine Erfahrung mit Juniperus Communis ist, das der gerne (bei mir bisher immer) über den Rücken bricht. Zumindest die äußeren Splintringe waren bei mir extrem porös. Der Kern scheint aber super zu sein.
Mein Tipp wäre breit bauen, schmaler Bauch und so viel wie möglich vom Kern in den Bogen legen.