Seite 2 von 3
Verfasst: 23.11.2005, 20:46
von horsebow
Mann, da schießt einer Pfeile gegen eine Betonmauer und wundert sich, daß die brechen...
:doh
..vielleicht sollte man die Pfeile lassen und den Pfeilfang ändern...
Gruß, horsebow
Hilfe naht
Verfasst: 23.11.2005, 21:05
von Broken Arrow
Hi
Als bekennender Mauerfan

tut mir dieselbe leid. :-| :-|
Wie kannst Du nur so hemmungslos sein.
Ich hab mir so meine Gedanken gemacht und möchte ein paar Mauerprotektionshilfen aufzeigen:
1) Du schiesst dein Eschensystem weiter aber gehst auf 50 meter zürück. (Voteil: Du brauchst dein Material nicht umttunen!!)
2) Du lässt Dir von mir ne Rattanflitze 17# bauen und schiesst dann 5/16 Pfeile
(Vorteil hier : Du brauchst die von Dir eingeschossene Entfernung nicht ändern)
3) Du besorgst Dir gehärtete Stahlstangen 11/32 32"lang vorne spitz gedreht (Tipi kannst Du hier helfen?)und besorgst Dir einen etwas stärkeren Bogen (Ich empfehle 140# Eibenkriegsbogen)Auch hier der Vorteil dass Du die Entfernung beibehalten kannst. Diese Lösung wird von mir als bekennender Mauerfan nicht forciert, da in dieser Kombination die Mauer weiterleidet aber dennoch der Pfeil heilbleiben wird.
Am einfachsten jedoch erscheint mir folgender Vorschlag:
Häng doch einfach eine alte Matraze (mit der sauberen Fläche nach vorn ;-) ) als zusätzlichen Pfeilfang vor die Mauer.
Dann klappts auch mit den Pfeilen.
Bis dahin mit splitterndem Gruss
BA
Verfasst: 23.11.2005, 21:25
von horsebow
@Broken Arrow:
Bravo, Du hast das Problem in der einzigen dem Fall angemessenen Art gelöst.
*rofl*
Gruß, horsebow
Verfasst: 23.11.2005, 22:09
von Uli der Knecht
@Broken Arrow
Also der Vorschlag mit dem 140# Bogen erscheint mir doch der beste zu sein.
Aber ich glaub das Rattanding brauch ich nicht, das müsst ich dann mit dem kleinen Finger ziehen, damit ich den Bogen überhaupt spür. 8-)
Im Normalfall geh ich aber auf den Acker und baller auf Heurundballen mit Luft als Pfeilfang dahinter. :-)
Mir gings eigentlich mehr um eure Erfahrungen mit Pfeil vs. Stein und der Wahrscheinlickeit/Häufigkeit eines Bruches. Sorry, falls ich mich nicht richtig ausgedrückt habe... :anbet
Ich hätt da noch eine andere Frage: Ab welchem Zuggewicht verwendet ihr üblicherweise einen Fingerschutz? Jetzt mal abgesehen davon, das die Sehne vom glatten Leder besser abrutscht als von den Fingerspitzen...
Mir sind diese Fingerlinge eigentlich zuwieder, deswegen schieß ich meinen Bogen auch ohne Fingerschutz, aber vielleicht bin ich ja nicht ganz dicht... 8-|
Gruß,
Armin
RE:
Verfasst: 23.11.2005, 22:47
von geomar
Original geschrieben von Uli der Knecht
...
Ich hätt da noch eine andere Frage: Ab welchem Zuggewicht verwendet ihr üblicherweise einen Fingerschutz?
Das ist IMHO weniger eine Frage des Zuggewichtes, sondern mehr eine Frage des Zwecks...
Für so zwei drei Schuss bei mir im Garten lass ich die schon mal wech, aber beim Training trag ich die eigentlich grundsätzlich, weils bei vielen Schüssen einfach angenehmer ist...
meinen 300 Pfund-Eisenholzbogen schiess ich aber grundsätzlich ohne Fingerschutz, da brauch ich schon das ursprüngliche Gefühl in den Fingerkuppen ;.)
Verfasst: 24.11.2005, 00:48
von locksley
Nachdem das jetzt geklärt ist, kannich dich beruhigen, bei Pfeil gegen Mauer gewinnt in aller Regel die Mauer, es sei denn du beherzigst den dritten Ratschlag von Broken Arrow. Bei dem Namen muss der ja wissen wovon er redet.
Fingerschutz Ja oder Nein ist imho keine Frage des Zuggewichts, sondern der Anzahl der zu schiessenden Pfeile. Du kannst praktisch auch den 140 Pfund Kriegsbogen, der Dir ans Herz gelegt wurde ein zwei Mal ohne Fingerschutz spannen(?) und lösen ohne grösseren körperlichen Schaden zu nehmen, solltest Du allerdings vorhaben auf einem Turnier über einen längeren Zeitraum zu schiessen und zu treffen, gehts mit Fingerschutz besser.D.h. Du löst dann wenn Du Vollauszug und Anker ereicht hast und nicht dann wenn der Schmerz sagt loslassen.
Verfasst: 24.11.2005, 12:56
von Uli der Knecht
Also bei Bögen in dieser Kategorie würde ich doch freiwillig zum Fingerschutz greifen, aus Angst, daß beim Schuß die Fingerkuppen gleich mitfliegen.

Verfasst: 24.11.2005, 12:58
von Pochifiore
Da sag ich nur: Aua!
Ich mit meinen popeligen 35 oder 40# habe ja schon immer taube Fingerkuppen (insbesondere Mittelfinger - ist das ein Zeichen für ungleichmäßigen Zug oder so?), was sich auch mal gerne eine woche hinzieht.
Und das auch schon nach 2 oder 3 Pfeilen. Je nachdem, wie es läuft kann es auch schon nach einem einzigen Pfeil sein.
Kompressionsblock
Verfasst: 24.11.2005, 13:09
von Uli der Knecht
@Negley
Hab heut mal so ein Ding angefertigt mit 23/64" input und 11/32" output, leider hab ich aber das Austrittsloch etwas zu tief eingesenkt und die Schäfte kommen mit genau 9 mm raus. Die ersten Versuche sind ganz vielversprechend, der Pfeilschaft kommt mit einer glatten, glänzenden und harten Oberfläche raus. Ich hab entdeckt, daß sich der Schaft mit der Schlagbohrfunktion wesentlich leichter und mit nur geringem Drehzahlverlust und Hitzeentwicklung durch den Block treiben lässt.
more to come...
Gruß,
Armin
Verfasst: 24.11.2005, 19:47
von Snake-Jo
Wenn die Pfeile schräg auf eine Mauer geschossen werden, brechen sie meist ab. Wenn sie genau senkrecht auf die Mauer treffen, können sie heile bleiben, haben aber u.U. an der schwächsten Stelle einen Stauchbruch, den man nicht immer erkennt. Kommt auf dasselbe heraus wie bei sofortigem Bruch, ist nur heimtückischer.
Härteste Schäfte sind diejenigen aus Robinie in zwei Schichten. Da bleibt schon mal der Pfeil in der Mauer stecken, wenn man eine gute Stahlspitze hat.
@Pochifiore: Tauber Finger: Nerv eingeklemmt. Kann immer passieren. Abhilfe: Tab oder Handschuh verändern, stellenweise verstärken oder anders greifen, z.B. 2-Finger-Untergriff.
RE:
Verfasst: 25.11.2005, 02:00
von Ravenheart
Original geschrieben von Uli der Knecht
Ich hätt da noch eine andere Frage: Ab welchem Zuggewicht verwendet ihr üblicherweise einen Fingerschutz?
Gar nicht! Getestet bis 75#, ohne Probleme.. Nen stärkeren Bogen hatte ich (leider) noch nicht in der Hand...
Lediglich nach 3 Tagen quasi "Dauerschießen" (mit 45 - 60#) dieses Jahr in Neubrunn hatte ich plötzlich einen kleine Blase am Zeigefinger, die mich beim Turnier dann "gezwickt" hat... Vermutlich auch nur, weil ich vorher zu wenig "trainiert" habe, und das dann "mit der Brechstange" nachholen wollte..
:bash
Dennoch: So lange ich keine Verletzung habe, werde ich weiter "ohne" schießen, weil ICH finde, dass ich so einfach "näher am Geschehen" bin!
Rabe
Verfasst: 30.12.2005, 12:13
von Arik-Buka
Ich habe mir Fichtenholzfertigpfeile gekauft und die sind doch ziemlich empfindlich. Von 6 Pfeilen sind nur noch 3 voll einsatzfähig. Bei einem ist die Spitze abgebrochen, ein anderer ist ganz zerbrochen. Bei letzterem habe ich einen Ast getroffen und bei betrachtung des Schadens gesehen, dass der Pfeil sich in 2 Teile Zerlegt hat und beide ein paar Meter dahinter im Boden gesteckt sind. Die Spitze vom ersten Pfeil war vllt. mein Fehler, weil ich bei Bodenfrost geschossen habe, allerdings hat das den anderen Pfeilen scheinabr weniger ausgemacht. Naja, zukünftig werde ich auf Zedernholzpfeile zurückgreifen ;-)
RE:
Verfasst: 30.12.2005, 12:20
von geomar
Original geschrieben von Arik-Buka
...Naja, zukünftig werde ich auf Zedernholzpfeile zurückgreifen ;-)
...schon mal Fichte ausprobiert?
Nicht, dass ich dich vom Kauf teurer Zedernschäfte abhalten will, aber ich persönlich habe mit Fichte allerbeste Erfahrungen gemacht. 8-)
Verfasst: 30.12.2005, 14:38
von Arik-Buka
Ja, das waren ja die Pfeile die kaputt gegangen sind so schnell... ich weiß, ich hatte mich verschrieben

Verfasst: 30.12.2005, 18:11
von kra
Wenns stabil sein soll nimm Esche - die sind aber schwer. Oder evtl. Kiefer oder Lärche. Sind auch stabiler - aber schwerer als Fichte und Zeder.
Btw, zw. Zeder und Fichte habe ich keinen echten Unterschied im "Bruchverhalten" gefunden. Zeder bricht leichter hinter der Spitze, Fichte leichter zwischen den Jahresringen...
... also hilft nur treffen lernen und einem kaputten Pfeil nicht nachweinen (ist eh Verbrauchsmaterial) oder spleißen.