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Re: Taugt so ein Bogen was?
Verfasst: 12.09.2008, 17:22
von Ghost
na das ist schon lange!!
als kind habe ich die bögen aus haselnus geschnitzt waren ganz gut....
aber die Hasen am Feld hab ich trozdem nicht erwischt....

Re: Taugt so ein Bogen was?
Verfasst: 16.09.2008, 09:20
von Silberwolke
@Ravenhart
Wie lang brauchst du heute für einen freigelegten Jahresring bei Eibe oder Robinie, wenn du von der Rinde beginnst? Und wenn es ein bisschen knorrig ist?
Ich habe riesige Probleme mit einer Eibe. Siehe Foto. Ich habe bei mehreren Jahresringen geschaut und alle waren so. Was tut man in solchen Fällen?
Gruss & Dank
Silberwolke
Re: Taugt so ein Bogen was?
Verfasst: 16.09.2008, 17:09
von Christopher
also ich würds einfach so lassen-schaut doch nett aus

wenn dir das aber zu unsicher ist, kannst du ja n Stoff-, Sehnen- oder Rohhautbacking machen.
Re: Taugt so ein Bogen was?
Verfasst: 16.09.2008, 17:24
von Squid (✝)
Ich kann das Problem anhand des Bildes nicht ganz genau erfassen. Aber wenn es darum geht, dass ein Jahresring an der Oberfläche nicht ganz eben ist: Das macht nichts.
Reste des darüberliegenden Frühholzringes in Vertiefungen sind nicht schädlich und geben dem Bogen ein natürliches ("camouflagiges") Aussehen.
In Einzelfällen mögen in engen Vertiefungen sogar Fregmente des drüberliegenden Spätholzringes stehen bleiben - die einzige Gefahr ist, dass sich diese später doch noch ablösen. Dem Bogen schadet das nicht.
Re: Taugt so ein Bogen was?
Verfasst: 17.09.2008, 09:14
von Ravenheart
@Silberwolke: Also ich meinte "einen entfernen", und je nach Dicke, Frühholz, und Störungen (Astknubbel etc.) kann sich das schnell verdoppeln oder vervierfachen.
Eibe mit papierdünnen Ringen, die man nur noch mit der Ziehklinge "runterschaben" kann, dauert am längsten...
An dem Bild kann ich auch kein Problem erkennen. Sieht perfekt aus!
Du musst Dich mal fragen, was der SINN ist, einen Ring zu entfernen:
Der Rückenring bekommt die maximale Zuglast. Ist er schwach oder beschädigt, kann er reißen. Die Folge ist i.d.R. der Bruch des Bogens.
Dies gilt immer für die Schicht, die ganz oben liegt. Also müssen potenzielle Bruchstellen entfernt werden (wenn man sie nicht verstärken will, was die Alternative wäre).
Ist ein Ring so wie auf Deinem Bild freigelegt, und ist er ausreichend stark (oder Sonderfall: ausreichend gut mit den drunter liegenden verbunden, und nicht durch Frühholz getrennt, so dass eine Kraftübertragung stattfindet, was bei Eibe der Fall ist!), ist i.d.R. ein ausreichender Bruchschutz hergestellt (Tillerfehler und Überlastung ausgenommen).
Die hauchdünnen dunklen Schichten, die sich bei vielen Hölzern zwischen den einzelnen Ringen befinden, nehmen keine Zugspannung auf, und werden daher ignoriert. Man kann sie als "Schmuck" belassen, oder vorsichtig wegschleifen, das ändert nix.
Rabe