Ein Hornbogenprojekt

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Snake-Jo
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Re: Ein Hornbogenprojekt

Beitrag von Snake-Jo »

@Jerry: Wenn Du weiter an dem Skythendesign festhalten willst, hier ein paar Bilder zu einem Skythen-Komposit (meiner ist ja "nur" mit Sehne belegt.)

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Meiner Meinung nach sehr gelungen, hier die Quelle:

http://webarcherie.com/forum/index.php? ... 101&t=6622
jerryhill
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Re: Ein Hornbogenprojekt

Beitrag von jerryhill »

Vielen Dank auch für die Bilder und die Quelle, Jo. Wirklich sehr schön. Erinnert bis auf die Recurves sehr an koreanisches Design.
An so ein Extrem traue ich mich nicht gleich ran. Was deinen "nur" mit Sehen belegten Bogen angeht, dafür ist er ja aus Schichtholz, und das macht viel aus. Wenn ich sowas ohne extremen Aufwand in Handarbeit und wasserfest mit natürlichem Leim hinkriegen würde, würde ich mich auch verleiten lassen ;D. Aber alles kann man halt nicht haben. Bogenbau heisst immer Kompromisse.
Also habe ich erstmal Hornproben in Frischmilch eingeweicht und werde nun den Stave vorformen.

lg, jerryhill
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Snake-Jo
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Re: Ein Hornbogenprojekt

Beitrag von Snake-Jo »

@Jerry: Ja, schon klar. Noch ein paar Tipps:
Wenn Du den Bogen vorgeformt hast, lass die erste Kurve beim Griff (Deflex) stärker, zum Recurveende hin tapern. Dadurch kannst Du dann die Form halten, indem du mit einer Schnur den Bogen zurück spannst, bevor und während Du die Sehnenschicht am Rücken aufträgst. Der Deflex bleibt und der Rest wird durch die Schnur gehalten.

Zur Hornschicht: Ja, man kann die natürliche Krümmung des Hornes nutzen und diese Krümmung ist natürlich auch die formbeständigste. Wenn man die Hornschicht weich gekocht hat und dann zwischen Stahlplatten platt preßt, wird man merken, das danach die natürliche Krümmung immer noch vorhanden ist, wenn auch schwächer. Nun kann man mit einer Heißluftpistole die flache Hornschicht erwärmen, in Bogenform biegen (mit etwas "Überkrümmung") und nach dem Erkalten aufleimen oder aber:
Die warme Hornschicht gleich warm aufleimen.
Hauptsache: Trocken beidseitig erhitzen.
jerryhill
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Re: Ein Hornbogenprojekt

Beitrag von jerryhill »

Danke für die Tips, Jo. Noch eine Frage; wie würdest du den seitlichen Umriss des Bogen gestalten? Wie gesagt, ist der Stave 5cm breit, das Horn nur 2mm stark.
Ich lasse mir Zeit und sehe mich noch um, ob ich auf dem Sperrmüll ein dickes Stück Arbeitsplatte für den Bau einer Biegeform finde. Wollte den Bogen eigentlich von Hand biegen, aber speziell die geplante durchgehend gleichmässige Reflexform der äusseren Wurfarmabschnitte lässt doch angeraten erscheinen, eine Form zu verwenden.

lg, jerryhill
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