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Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 00:24
von Squid (✝)
Wär zunächst mal die Frage ob Dämpfen - und damit Recurves - erlaubt sein soll. Ist ne Frage der Aufgabenstellung bzw. der erlaubten Hilfsmittel. Nur "abtragendes" Werkzeug oder auch Hitze und Dampf?
Die Aufgabe klang für mich zunächst aber ein wenig nach "very basic" und nur aus Holz, nur mit Messer, Axt, Raspel, Schleifpapier".
@Toaster: Die Idee ist gut, aber ein so winziger Pfeil wird schon auf dem ersten Metern zwischen den Chronos sowie auf dem Meter dazwischen viel zu viel Geschwindigkeit verlieren. Son Ding schiesst ja nur 10 - 30 m weit...
Nicht ohne Grund ist der Rekord "200 fps" mit einem Selfbow im ganz originären Wortsinne wohl noch ungeschlagen.
Daher würde ich eher den "Monsterbogen" als zielführend betrachten. 120+ lbs und nach den Einwänden von Kra und Snake-Jo vielleich auch als Flachbogenprofil von deutlich über 180 cm mit ultraschlanken Enden.
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 01:04
von acker
Hallo,
Also ich weiss zwar nicht wie das so bei euch ist, aber in meiner Werkstatt steht kein Chroni in der Ecke rum.Ich denke mal das die wenigsten einen haben, aber ohne ist die Selbstkontrolle des Bogens wohl schwierig.
Das erschwert die Sache ungemein...
Gruss Acker
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 01:29
von the_Toaster (✝)
@ Squid:
Da habe ich in den Thread: "Was war Euer weitester Schuss?" - Post 65 - was ganz anderes gelesen...
Zitat Arcus:
na, dann geb ich auch mal was zum besten:
Robinie pyramideal
Länge 49 cm , 23 lbs bei 9"
Pfeil : Buche 3mm mit 1" Elsterfedern 2,9 gramm schwer
kein Wind
168 Schritte= 115-120 m
Gruß Rolf
/zitat
Der Bogen der mir vorschwebt soll ja auch nicht soo kurz sein.
Vielleicht so 70 bis 75 cm, oder so.
Da muss doch was gehen...
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 06:03
von arcus (✝)
dieser kleine bogen schoss in nb einen 3 gramm pfeil mit 146 fps durch den chrono.
meine kleine gartenthuja mit 45#/22"
schaffte immerhin 181,6
Übrigens sollten die chronos hintereinander stehen und 1 m vom Bogen entfernt.
Rolf
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 07:17
von the_Toaster (✝)
Na siehste, dann muss der Pfeil ja nur zwei Meter schaffen.
Danach kann er ja runter fallen...
Ach so:
Ein Meter ab Standlinie?
Oder ab Vorderkante Bogen?
Wenn bei mir ab Standlinie gemessen wird, dann bleibt von dem Meter nämlich nicht mehr viel übrig.
Ein bekannter sagt beim Darten zu mir immer, ich stecke die Pfeile in die Scheibe, anstatt sie zu werfen...
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 08:19
von windling
Squid hat geschrieben:
...
Daher würde ich eher den "Monsterbogen" als zielführend betrachten. 120+ lbs und nach den Einwänden von Kra und Snake-Jo vielleich auch als Flachbogenprofil von deutlich über 180 cm mit ultraschlanken Enden.
ich weiss nicht ob dir das so ganz bewusst ist, aber 120lbs+ bedeutet auch 1200 grains+ an pfeilgewicht.
wie willst du den mit deinen ultraschlanken tips beschleunigen?
´tiller then
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 09:27
von kra
Windling, du hast ja Recht - aber Recht haben genügt nicht

, die Anderen müssen es auch kapieren

.
Btw, auf dieses Manko der Idee der überstarken Bögen wurde schon mehrfach hingewiesen, es nützt aber leider nichts...
@Toaster, wenn du mit dem Bogen fertig bist, hat das Problem "von wo aus der Meter zu messen ist" auch keine Bedeutung mehr

Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 09:44
von tomtux
einmal abgesehen vom pfeilgewicht, sehr hohe zuggewichte belasten auch das holz sehr viel mehr.
der bogen muss ohnehin schon absolut grenzwertig gebaut sein, bei +100# dürfte sich dann kaum mehr ein geeigneter stave finden lassen.
und mit dem vorgegebenen pfeilgewicht bringt das hohe zuggewicht dann gar nichts mehr.
abgesehen vom fehlenden chrono, ein umstand der sich mit vertretbarem finanziellen aufwand ändern liesse, komme ich bis jetzt nicht einmal in die nähe solcher werte.
was mir an der ausschreibung seltsam vorkommt ist die freie auszugslänge.
wieso das unwichtig sein soll wird mir hoffentlich noch jemand erklären.
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 10:01
von acker
Hallo,
@Tomtux: einfach zu erklären, du musst ja Zuggewicht und Auszugslänge vorher angeben.Kannst also nicht 40#@28" angeben und dann auf 32" ausziehen ....weil das Zuggewicht dann ja nicht mehr zu deinem Pfeilgewicht passen würde...hättest ja so mehr Zuggewicht und einen leichteren Pfeil dazu..
Gruss Acker
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 10:10
von tomtux
40# bei 20" auszug sind meiner meinung nach nicht gleich 40# bei 32" auszug, das pfeilgewicht bleibt dabei gleich und das endzuggewicht auch.
der pfeil hat aber bei letzterem viel mehr weg (und zeit) zum beschleunigen. ich muss beim ausziehen auf 32" mehr arbeit leisten. das kann nicht irgendwo ins nirwana verschwinden.
ALLE werte bis auf den auszug bleiben gleich und bis jetzt geht mir absolut nicht ein, warum das unerheblich sein soll.
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 10:44
von kra
Denkfehler - Die Auszugslänge ist keine unerhebliche Größe, sie ist dem Bogenbauer nur freigestellt!!
Es kann durchaus Sinn machen, mit einem längeren Auszug zu arbeiten. Nur sage jetzt keiner, "dann ist es ja gaaaanz einfach"

.
Ein wesentlich längerer Auszug bedeutet längere Wurfarme, mehr Gewicht.... usw...
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 10:48
von Anglia
Ist auch nicht unerheblich, nur frei wählbar. Das Design ist ja auch nicht unerheblich und auch frei wählbar.
Was das Zuggewicht betrifft, ein 150#ELB wirft mit schätzungsweise 170-180 fps, also noch ein ganzes Ende von ab, und wer soll den schießen?? Jedenfalls ist das WEIT außerhalb meiner Liga
In der Theorie würde ich aber doch zu den höheren Gewichten tendieren, da man einen sehr langen Auszug brauchen wird, d.h. einen langen Bogen. wenn der Bogen lang ist muss er auch Dampf haben, um die langen WAe zu beschleunigen.
Wie denn auch zähle ich mich nicht zu denen, die einen solchen Bogen bauen könnten (wenn es überhaupt machbar ist).
Anglia
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 11:29
von tomtux
kra hat geschrieben:
Es kann durchaus Sinn machen, mit einem längeren Auszug zu arbeiten. Nur sage jetzt keiner, "dann ist es ja gaaaanz einfach"

.
Ein wesentlich längerer Auszug bedeutet längere Wurfarme, mehr Gewicht.... usw...
eben nicht.
ich nehme einen bogen, durch den griff in einem kreisbogen biegend.
jetzt schneide ich ihn im griff auseinander und bau ein 1m langes, starres zwischenstück ein.
bei geicher arbeitender masse hab ich rein geometrisch mehr auszug bei gleicher last in den wurfarmen.
oder hab ich da irgendwo einen denkfehler?
falls ja bitte ich darum mir den aufzuzeigen, falls nein kann ich dieses gedankliche spielchen so lange weiter treiben bis ich einfach genug strecke für die beschleunigung meines pfeils zur verfügung habe und bin am ziel.
die zu beschleunigenden massen ändern sich nicht, die tipps legen annähern den selben weg wie beim ausgangsbogen zurück, nur der nockpunkt hat einen immer weiteren weg.
wo ist der fehler?
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 11:52
von BBouvier
Hallo, tomtux!
Einen hätte ich schon mal.
(Möglicherweise gibt es noch mehr.)
Stelle Dir das mittig eingesetzte Teil mal
in einer Länge von zehn Metern vor.
1)
Dann muss der Pfeil entsprechend lang sein, und
diese Masse will auch beschleunigt werden.
Oder, jedoch (bei gleicher Pfeillänge):
2)
Der Sehnenwinkel an den Sehnenkerben
wird damit so flach, dass kaum noch ein
"Vorwärtszug" resultierte.
Gruss,
BB
Re: 200fps Selfbow ...
Verfasst: 31.07.2008, 12:01
von kra
Na ja, dann müssten die Wurfarme des Ausgangsbogen schon so schnell zurückschnellen, das bereits bei dieser Geometrie, ein sehr leichter Pfeil vorrausgesetzt, die 200 pfs erreicht werden.
Durch das längere Mittelstück erhöhst du ja nicht die Geschwindigkeit der WA Enden sondern packst nur mehr Auszugslänge rein. Wenn sich die arbeitenden WA gleich biegen, wird auch dieselbe Energie gespeichert. Du kannst aus dem starren Mittelteil keine Energie holen - es ist je starr.
Nachteil: Sehne wird schwerer
Vorteil: längerer Anschubweg