nachdem es hier zum guten Ton gehört, einen Entwurf für einen Spinetester zu präsentieren, will ich auch mal :-)
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Die hier unter 'Bauanleitungen' gezeigten Tester sind prima. Mir haben nur Kleinigkeiten nicht gefallen. Hier sind die Highlights von meinem Entwurf:
- direktes Ablesen des Spinewerts
- kompaktes Design, geringer Stellplatzbedarf
- Wandmontage möglich
- Millimeteranzeige zum Pfeile-Richten
- verschiebbarer Nullpunkt
Die Grundidee sieht man auf dem Bild. Alles ist auf einem senkrechten Brett montiert. Die Anzeige übernimmt ein Zeiger, der auf eine auf einem separaten Brettchen verschiebbare Skale deutet. Die Skale ist in Millimetern und in lbs, sodass man mit dem Tester auch Pfeile graderichten kann.
Ich habe die Spinewerttabelle von Aagard oder Kaltokri als Basis genommen. Das bedeutet, die Abstände der Pfeilauflagen ist ebenfalles 660mm. Damit das Umrechnen der Skale nicht so umständlich ist, habe ich den Zeiger 24cm lang gemacht, wobei 4cm vor der Achse und 18 danach liegen. Das macht es ziemlich einfach, am Rechner eine geeignete Skala auszurechnen und auszudrucken: ein Millimeter am Hebel entspricht fünf Millimetern auf der Skale.
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Das meiste sieht man auf den Bildern. Hier nur noch ein paar Sachen, die man beim Bauen leicht übersieht:
Macht den Zeiger leichter! Mein Design ist an der Spitze zu schwer, trotz der Bohrungen. Der Pfeil ist so leicht, dass man ihn beinahe auf dem oberen Zeiger-Ende balancieren kann, ohne dass sich die Spitze hebt. Ich muss da noch ein Gewicht hinterkleben, oder unten etwas abschleifen.
Das Gewicht des Zeigers muss natürlich vom Zuggewicht abgezogen werden. Weil der Zeiger ein bisschen von unten an den Pfeil drückt, braucht man mehr als 904g, an sonsten bekommt man einen falschen Spine-Wert angezeigt.
Ausserdem ist es eine gute Idee, den Zeiger vorab ein bisschen zu lang zu machen, und ein paar Stellen vorzusehen, an denen man noch ein paar Millimeter biegen kann. Wenn man den Zeiger nicht absolut exakt auf die Achse geklebt / geschraubt hat, und nicht genau ein Längenverhältnis von 1:5 hinbekommt, dann hat man noch etwas Luft, um zu justieren.
Das Hebelchen oben am Zeiger beschreibt zwar einen Kreisbogen, das tut aber die Zeigerspitze auch. Daher entsteht deswegen keine Ungenauigkeit. Etwas ungenau wird es aber dadurch, dass ein Pfeil, an dem ein Gewicht hängt, einen Bogen beschreibt. Man kann das aber vernachlässigen, weil dieser Bogen einen sehr großen Radius hat, der Hebel mit 4cm aber nur einen sehr kleinen.
Beim Nachbau sollte man sich aber zumindest überlegen, welche Gewichte man messen will. Bei einem weicheren Pfeil als 25lbs wandert mein Zeiger nach oben über die Skale hinaus, und mehr als 80lbs kann man bei einem 1:5-Hebel nicht mehr auseinanderhalten.
Wünsche schönes Restwochenende! Aahz
