Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
Ich verwende gelegentlich Blattgold - zum Hinterlegen von Steinen und ab und zu auch für Möbel.
Zunächst muss man sagen, dass NICHTS aussieht wie Gold - auch Gold nicht, leider, wenn man drüber lackiert.
Da liegt auch das Problem mit Blattvergoldungen an Gebrauchsgegenständen - sie hält nicht (es sei denn in Vertiefungen) und man kann sie nicht einfach mit Klarlack überziehen, das töted dann das Gold. Dann kann man auch gleich Gold-Farbe nehmen...
Weder Polimentvergoldung noch Vergoldungen mit Anlegemilch halten wenn man sie ständig anfasst und berubbelt.
Lacke sind sicher eine bessere Option hier. Auf Leder wird auch fast alles halten - vorausgesetzt es ist nicht schon ein Wachs oder Ähnliches drauf. Anschleifen halte ich nicht für nötig, die meisten Lacke halten gut genug sogar auf Glas, dass man sie nur mehr mit der Rasierklinge runter bringt...
Es gibt auch farblich recht gute Gold-Lacke im Künstlerbedarf für Rahmen usw. Ich hab' hier den Bindulin Goldlack recht gern für Holz, Beschriftungen usw. In Uk hatten wir einen Öl-Akryl-Lack von Bollom (Bromel), "Ardenbright" Farbe (Alkohollöslich - Shellack?) und "One Shot" Sigwriters' Paint. Von allen war die One Shot Farbe die beste - gedacht für Beschriftungen im Aussenbereich, sehr fein verarbeitbar und sehr haltbar. Gibt hier sicher auch was Vergleichbares...
Was auch erstaunlich gut geht und sehr leicht zu verarbeiten ist, das ist der Edding 780. Gibt es auch in Gold. Farbe ist echt gut und Strichbreite ist 0.8mm. Den wird man evtl schon besser nochmal überlackieren aber er bietet eine sehr einfache Option für goldfarbenen Dekor.
Gruss,
Mark
Zunächst muss man sagen, dass NICHTS aussieht wie Gold - auch Gold nicht, leider, wenn man drüber lackiert.
Da liegt auch das Problem mit Blattvergoldungen an Gebrauchsgegenständen - sie hält nicht (es sei denn in Vertiefungen) und man kann sie nicht einfach mit Klarlack überziehen, das töted dann das Gold. Dann kann man auch gleich Gold-Farbe nehmen...
Weder Polimentvergoldung noch Vergoldungen mit Anlegemilch halten wenn man sie ständig anfasst und berubbelt.
Lacke sind sicher eine bessere Option hier. Auf Leder wird auch fast alles halten - vorausgesetzt es ist nicht schon ein Wachs oder Ähnliches drauf. Anschleifen halte ich nicht für nötig, die meisten Lacke halten gut genug sogar auf Glas, dass man sie nur mehr mit der Rasierklinge runter bringt...
Es gibt auch farblich recht gute Gold-Lacke im Künstlerbedarf für Rahmen usw. Ich hab' hier den Bindulin Goldlack recht gern für Holz, Beschriftungen usw. In Uk hatten wir einen Öl-Akryl-Lack von Bollom (Bromel), "Ardenbright" Farbe (Alkohollöslich - Shellack?) und "One Shot" Sigwriters' Paint. Von allen war die One Shot Farbe die beste - gedacht für Beschriftungen im Aussenbereich, sehr fein verarbeitbar und sehr haltbar. Gibt hier sicher auch was Vergleichbares...
Was auch erstaunlich gut geht und sehr leicht zu verarbeiten ist, das ist der Edding 780. Gibt es auch in Gold. Farbe ist echt gut und Strichbreite ist 0.8mm. Den wird man evtl schon besser nochmal überlackieren aber er bietet eine sehr einfache Option für goldfarbenen Dekor.
Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
shokunin hat geschrieben:
Auf Leder wird auch fast alles halten - vorausgesetzt es ist nicht schon ein Wachs oder Ähnliches drauf.
Gruss,
Mark
korrekt ! daher verwende ich ausschließllich vegetabil gegerbtes rindleder :-) erst wenn alle arbeiten
erledigt sind wird das leder von mir versiegelt. aber auch mit versiegelung hält metalliclack nicht dauerhaft :-(
- apaloosa
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Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
Tigama,
wenn ich recht informiert bin ist auch ein gewisser Fettgehalt im vegetabil gegerbten Leder noch vorhanden. Weiterhin meine ich, dass die flüssigen Lederfarben auf Alkohol oder andere Lösungsmittel (Azeton) basieren/enthalten . Ich "entfette" bzw. vorbehandle immer mein Leder vorm Färben.
Veritas kann da aber bestimmt mehr zu sagen. Oder frag doch mal bei einem Schuster alter Schule nach.
VG
Harald
wenn ich recht informiert bin ist auch ein gewisser Fettgehalt im vegetabil gegerbten Leder noch vorhanden. Weiterhin meine ich, dass die flüssigen Lederfarben auf Alkohol oder andere Lösungsmittel (Azeton) basieren/enthalten . Ich "entfette" bzw. vorbehandle immer mein Leder vorm Färben.
Veritas kann da aber bestimmt mehr zu sagen. Oder frag doch mal bei einem Schuster alter Schule nach.
VG
Harald
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
hab ich ja schon geschrieben das ledereinziehfarben, farben auf Alkohol/öl Basis sind ;-)apaloosa hat geschrieben:Tigama,
wenn ich recht informiert bin ist auch ein gewisser Fettgehalt im vegetabil gegerbten Leder noch vorhanden. Weiterhin meine ich, dass die flüssigen Lederfarben auf Alkohol oder andere Lösungsmittel (Azeton) basieren/enthalten . Ich "entfette" bzw. vorbehandle immer mein Leder vorm Färben.
Veritas kann da aber bestimmt mehr zu sagen. Oder frag doch mal bei einem Schuster alter Schule nach.
VG
Harald
vor dem färben mache ich GAR NIX ...... ausser punzieren :-)
ebenso nicht vor dem bemalen mit acrylfarben, die halten alle bombig :-)
nur eben nicht die metallicfarben !!!
ich wäre Gott fro eine farbe zu wissen diedauerhaft auf bewegtem leder hielte !
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
Ich denke alle Lackfarben haben auf Leder ihre Grenzen...
wenn das Leder selbst Falten bekommt, dann wird auch die Lackfarbe mit geknittert. Da gibt jede Farbe irgendwann den Geist auf denke ich.
Es gibt aber schon bessere und weniger gute Farben - je nachdem wlcher Binder und wie viel Pigment und Füller drin ist.
Man muss hier aber auch bedenken, dass in einem Bogen die Bewegungen ja auch recht kontrolliert sind verglichen mit einem Schuh z.B. der im Zehenbereich gern mal täglich ca 1000 mal fast 90 Grad abknickt.
Und in der Vergangenheit wurden Bögen ja routinemässig lackiert/bemalt - besonders z.B. auch Kompositbögen. Das machte sie wetter-unempfindlicher und es hat ganz offensichtlich auch gehalten.
Ob nun historische Vergoldungen unbedingt 100% gebrauchstauglich waren steht vielleicht schon noch auf einem anderen Blatt... das können auch reine Prunkwaffen gewesen sein. Prinzipiell halten Lackierungen auf Bögen aber schon recht gut - und mit modernen Lacken und Harzen noch besser.
Ich denke nicht, dass man es da übertreiben muss was die Wahl des Lackes usw angeht.
Blattgold geht halt nicht weil es zu fein und weich ist. Blattgold kann man im losen Zustand zwischen 2 Fingern zerreiben - es verschwindet einfach ohne jegliche Spur. Und auch als aufgeklebte Schicht ist es immer noch ziemlich empfindlich und die Schichtstärke ist halt 0,000irgendwas.
Gruss,
Mark
wenn das Leder selbst Falten bekommt, dann wird auch die Lackfarbe mit geknittert. Da gibt jede Farbe irgendwann den Geist auf denke ich.
Es gibt aber schon bessere und weniger gute Farben - je nachdem wlcher Binder und wie viel Pigment und Füller drin ist.
Man muss hier aber auch bedenken, dass in einem Bogen die Bewegungen ja auch recht kontrolliert sind verglichen mit einem Schuh z.B. der im Zehenbereich gern mal täglich ca 1000 mal fast 90 Grad abknickt.
Und in der Vergangenheit wurden Bögen ja routinemässig lackiert/bemalt - besonders z.B. auch Kompositbögen. Das machte sie wetter-unempfindlicher und es hat ganz offensichtlich auch gehalten.
Ob nun historische Vergoldungen unbedingt 100% gebrauchstauglich waren steht vielleicht schon noch auf einem anderen Blatt... das können auch reine Prunkwaffen gewesen sein. Prinzipiell halten Lackierungen auf Bögen aber schon recht gut - und mit modernen Lacken und Harzen noch besser.
Ich denke nicht, dass man es da übertreiben muss was die Wahl des Lackes usw angeht.
Blattgold geht halt nicht weil es zu fein und weich ist. Blattgold kann man im losen Zustand zwischen 2 Fingern zerreiben - es verschwindet einfach ohne jegliche Spur. Und auch als aufgeklebte Schicht ist es immer noch ziemlich empfindlich und die Schichtstärke ist halt 0,000irgendwas.
Gruss,
Mark
Zuletzt geändert von shokunin am 10.01.2014, 06:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
also nochmal Thema LACK auf LEDER nicht auf HOLZ ;-)
es gibt ja auch Lackschuhe, die sind aus lackiertem leder :-)
die müßten dann wenn man deine Ausführung in betracht zieht
ja auch blad knittern und die lackschicht kaputt gehen - tun sie aber nicht ......
aaaaaaaber ich habe noch keine metalliclacke gefunden die dauerhaft halten.
heißt nicht das es sie nicht gibt !
ich bemale meine arbeiten mit ACRYLFARBE, die ist deutlich elastischer :-)
lack auf holz hält sicherlich und auch dein aspekt der PRUNKbÖGEN kommt
durchaus in betracht !
mal ne frage an den andiE : welche farbe hat das leder deines bogens ?
auf braun sieht Gold natürlich schon klasse aus, auf schwarz gefällt es mir
persöhnlich ÜBERHAUPT NICHT .... da finde ich silber deutlich attraktiver
es gibt ja auch Lackschuhe, die sind aus lackiertem leder :-)
die müßten dann wenn man deine Ausführung in betracht zieht
ja auch blad knittern und die lackschicht kaputt gehen - tun sie aber nicht ......
aaaaaaaber ich habe noch keine metalliclacke gefunden die dauerhaft halten.
heißt nicht das es sie nicht gibt !
ich bemale meine arbeiten mit ACRYLFARBE, die ist deutlich elastischer :-)
lack auf holz hält sicherlich und auch dein aspekt der PRUNKbÖGEN kommt
durchaus in betracht !
mal ne frage an den andiE : welche farbe hat das leder deines bogens ?
auf braun sieht Gold natürlich schon klasse aus, auf schwarz gefällt es mir
persöhnlich ÜBERHAUPT NICHT .... da finde ich silber deutlich attraktiver
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
Hallo
Der Bogen ist rot / schwarz und in Verbindung mit Gold ist das eine der häufigsten Kombinationen der Vergangenheit.
Das Gold kaeme nur auf die roten Anteile.
Das Leder glänzt sehr stark und ich bin mir ziemlich sicher dass es stark geölt oder gefettet ist. Wie kann man das ganz sicher herausfinden?
MfG
Andi
Der Bogen ist rot / schwarz und in Verbindung mit Gold ist das eine der häufigsten Kombinationen der Vergangenheit.
Das Gold kaeme nur auf die roten Anteile.
Das Leder glänzt sehr stark und ich bin mir ziemlich sicher dass es stark geölt oder gefettet ist. Wie kann man das ganz sicher herausfinden?
MfG
Andi
37#@28" 64" WB Bär Prototyp
40#@28" 66" A&H ACS
40#@28" 66" A&H ACS
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
@andiE
ich würd's evtl mal an einer unauffälligen Stelle mit Aceton abreiben. Wenn sich da an der Oberfläche was ändert dann ist wohl Wachs, Fett oder ein (noch?) nicht trocknendes Öl drauf. Das müsste man dann vor dem Bemalen mit Lösemittel und/oder mechanisch abtragen.
@tigama
wie gesagt, es kommt z.B. auch drauf an wie viel an Feststoffen (Pigment und Füller) der Lack enthält. Bei Metallic Farben ist relativ viel an groben Feststoffen drin - Metallpulver oder Mica eben. Da wird der Lack zwangsläufig spröder.
Es gibt auch metallic Wachse - nimmt man z.B. für Bilderrahmen. "Treasure Gold" ist eine Marke die mir da spontan einfällt. Die kann man in die Oberfläche einreiben. Ergibt jetzt eher einen "antiken" Look als eine solide Metallic-Lackierung, ich könnte mir aber vorstellen, dass es auf Leder gut passt. Es wird normal mit Shellack fixiert, bei Leder müsste man mal testen ob das geht oder nötig ist...
Und erm,... ja, Lackschuhe altern auch und knittern...
Heute sind "Lack-Leder" oft gar kein Leder sondern Vinyl oder Vinyl-beschichtetes Leder. Das knittert weniger.
Das Frühe Lackleder war aber aufwändig mit Leinöllack lackiert und poliert und natürlich hatte auch das eine begrenzte Haltbarkeit und bekam Falten
Gruss,
Mark
ich würd's evtl mal an einer unauffälligen Stelle mit Aceton abreiben. Wenn sich da an der Oberfläche was ändert dann ist wohl Wachs, Fett oder ein (noch?) nicht trocknendes Öl drauf. Das müsste man dann vor dem Bemalen mit Lösemittel und/oder mechanisch abtragen.
@tigama
wie gesagt, es kommt z.B. auch drauf an wie viel an Feststoffen (Pigment und Füller) der Lack enthält. Bei Metallic Farben ist relativ viel an groben Feststoffen drin - Metallpulver oder Mica eben. Da wird der Lack zwangsläufig spröder.
Es gibt auch metallic Wachse - nimmt man z.B. für Bilderrahmen. "Treasure Gold" ist eine Marke die mir da spontan einfällt. Die kann man in die Oberfläche einreiben. Ergibt jetzt eher einen "antiken" Look als eine solide Metallic-Lackierung, ich könnte mir aber vorstellen, dass es auf Leder gut passt. Es wird normal mit Shellack fixiert, bei Leder müsste man mal testen ob das geht oder nötig ist...
Und erm,... ja, Lackschuhe altern auch und knittern...
Heute sind "Lack-Leder" oft gar kein Leder sondern Vinyl oder Vinyl-beschichtetes Leder. Das knittert weniger.
Das Frühe Lackleder war aber aufwändig mit Leinöllack lackiert und poliert und natürlich hatte auch das eine begrenzte Haltbarkeit und bekam Falten
Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
Ich habe diese Messerscheide mit Ölpigmentfarbe und Blattgold gefaßt. Das Blattgold ist mit Eiweiß angelegt.
Das Ganze hält ganz gut bislang, ist aber auch keiner dynamischen Belastung ausgesetzt...

Das Ganze hält ganz gut bislang, ist aber auch keiner dynamischen Belastung ausgesetzt...

Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
ist die messerscheide aus leder ?
war die bereits schwarz ?
welche farbe genau (Hersteller,typ)
also wenn unter dem Blattgold auch goldfarbe ist !
seit wann ist die scheide bemalt ?
wie häufig wird sie benutzt ?
vielleicht ist das das was ich suche :-)
DANKE
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
schwarz rot Gold - ne klassische Kombi ;-)AndiE hat geschrieben:Hallo
Der Bogen ist rot / schwarz und in Verbindung mit Gold ist das eine der häufigsten Kombinationen der Vergangenheit.
Das Gold kaeme nur auf die roten Anteile.
Das Leder glänzt sehr stark und ich bin mir ziemlich sicher dass es stark geölt oder gefettet ist. Wie kann man das ganz sicher herausfinden?
MfG
Andi
da brauchst sicher nix mit Aceton rum pfriemeln, das ist SICHER mit irgendwas eingelassen .........
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
bei Boesner gibst alle möglichen Goldpigmente... Kleine Plättchen, mit relativ schönem Effekt, Goldstaub, hübsch billige Theater-Goldfolie, Ölfarbe mit dem gleichen Gold-Zeug angerührt etc... Lohnt sich vielleicht sich das mal vor Ort anzuschauen. Ansonsten ist die alte Methode z.B. Leder zu vergolden, dh. sehr bewegliche Untergründe, laut Welthe Malerhandbuch, dass man statt Mixtion Hasenleim zum "Anschiessen" verwendet. Der bleibt geschmeidig und hält zB. auf antiken Gürteln Reste des ursprünglichen Goldes bis heute fest.
Aber nur Gold sieht auch aus wie Gold!
Und da ist das Wichtigste, meiner Meinung nach, wie schon weiter oben erwähnt, dass man vorher ordentlich übt - das goldene Folienzeug- ob echt oder unecht- is nämlich ziemlich tricky.... (Zum Beispiel Atmen usw. sollte man tunlichst einstellen während der Handhabung.....
Und wenn man sich tatsächlich für Blattgold entschieden hat und es endlich glücklich drauf ist auf dem Bogen, muss man es, um den vollen Metallglanz zu erreichen, eigentlich noch mit einem hörnchenförmigen Polierstein (Achat) nachpolieren. Sonst sieht es nicht viel besser aus als die (trotzdem etwas kitschig wirkende) goldene Ölfarbe (finde die von Rembrandt noch am besten). Das ist dann oft der Moment, wo man sich die ganze Arbeit wieder versaut, weil die Bindung von Mixtion (lange Trockenzeit!!!!!) oder Hasenleim (oberflächliche Bindung) nicht tut was sie soll.....
Und darum üben!
Viel Glück!
L.
Aber nur Gold sieht auch aus wie Gold!
Und da ist das Wichtigste, meiner Meinung nach, wie schon weiter oben erwähnt, dass man vorher ordentlich übt - das goldene Folienzeug- ob echt oder unecht- is nämlich ziemlich tricky.... (Zum Beispiel Atmen usw. sollte man tunlichst einstellen während der Handhabung.....
Und wenn man sich tatsächlich für Blattgold entschieden hat und es endlich glücklich drauf ist auf dem Bogen, muss man es, um den vollen Metallglanz zu erreichen, eigentlich noch mit einem hörnchenförmigen Polierstein (Achat) nachpolieren. Sonst sieht es nicht viel besser aus als die (trotzdem etwas kitschig wirkende) goldene Ölfarbe (finde die von Rembrandt noch am besten). Das ist dann oft der Moment, wo man sich die ganze Arbeit wieder versaut, weil die Bindung von Mixtion (lange Trockenzeit!!!!!) oder Hasenleim (oberflächliche Bindung) nicht tut was sie soll.....
Und darum üben!
Viel Glück!
L.
Life is like riding a bicycle, to keep your balance, you have to move.
Albert Einstein
Albert Einstein
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
Ja, ich denke Boesner ist sicher keine schlechte Adresse für den Anfang.
Wenn man Blattvergolden will, muss man aber vorallem erst mal entscheiden ob mit Poliment oder mit Öl/Anlegemilch.
Polieren kann man nur die Polimentvergoldung. Da wird auf einen Gips-Leim-Grund vergoldet - und den kann man polieren. Blattvergoldung mit Öl etc ist einfacher (auch elastischer...), da wird nur mit Anlegemilch gestrichen und wenn die entsprechend angetrocknet ist das Gold aufgelegt. Es "pappt" dann einfach fest. Polieren kann man es da aber nicht.
Ist auch immer eine Frage welchen Anspruch man in Sachen Belastbarkeit, Authentizität usw stellt...
Wie Meister Edradour ja zeigt, hält Blattgold schon auch und ist natürlich schöner, authentischer usw - berubbeln kann man es halt nur sehr bedingt. Ich würd' mir die Scheide jetzt z.B. nicht durch den Gürtel stecken...
Wir haben eine grosses ovales Möbel im Laden das rundum blattvergoldet ist. Da wo Leute sich anlehnen, Kinder entlangrutschen weil es so schön rund und glänzig ist...
, Handtaschen hinrumpeln... oder der Staubsauger... da ist die Vergoldung halt schon weg. Das Ding ist 3 Jahre alt.
Ein Outdoor- und Parkur-tauglicher Bogen wäre wohl eher mit Goldlack oder irgendeiner Endversiegelung zu erreichen. Eine reine Goldoberfläche - Blatt- oder sonst-was wird da halt empfindlich.
Das heisst nicht, dass es nicht geht, nur dass man damit nicht unbegingt durchs Gestripp kriechen sollte...
Ein Punkt noch was die Vergoldungen an historischen Bögen an sich angeht...
Ich glaube eher, dass Golddekor auf Leder wie auch in Manuscripten usw historisch meist nicht mit Blattgold gemacht wurde, sondern mit Muschelgold. Blattgold ist besser und wirtschaftlicher für flächige Anwendungen. Muschelgold ist Goldpulver in einem Binder und kann ganz banal und konventionell aufgemalt werden. Ist folglich besser für gemalten Dekor.
Wäre aber evtl eine Option (wenn auch keine ganz günstige)
Gruss,
Mark
Wenn man Blattvergolden will, muss man aber vorallem erst mal entscheiden ob mit Poliment oder mit Öl/Anlegemilch.
Polieren kann man nur die Polimentvergoldung. Da wird auf einen Gips-Leim-Grund vergoldet - und den kann man polieren. Blattvergoldung mit Öl etc ist einfacher (auch elastischer...), da wird nur mit Anlegemilch gestrichen und wenn die entsprechend angetrocknet ist das Gold aufgelegt. Es "pappt" dann einfach fest. Polieren kann man es da aber nicht.
Ist auch immer eine Frage welchen Anspruch man in Sachen Belastbarkeit, Authentizität usw stellt...
Wie Meister Edradour ja zeigt, hält Blattgold schon auch und ist natürlich schöner, authentischer usw - berubbeln kann man es halt nur sehr bedingt. Ich würd' mir die Scheide jetzt z.B. nicht durch den Gürtel stecken...
Wir haben eine grosses ovales Möbel im Laden das rundum blattvergoldet ist. Da wo Leute sich anlehnen, Kinder entlangrutschen weil es so schön rund und glänzig ist...
Ein Outdoor- und Parkur-tauglicher Bogen wäre wohl eher mit Goldlack oder irgendeiner Endversiegelung zu erreichen. Eine reine Goldoberfläche - Blatt- oder sonst-was wird da halt empfindlich.
Das heisst nicht, dass es nicht geht, nur dass man damit nicht unbegingt durchs Gestripp kriechen sollte...
Ein Punkt noch was die Vergoldungen an historischen Bögen an sich angeht...
Ich glaube eher, dass Golddekor auf Leder wie auch in Manuscripten usw historisch meist nicht mit Blattgold gemacht wurde, sondern mit Muschelgold. Blattgold ist besser und wirtschaftlicher für flächige Anwendungen. Muschelgold ist Goldpulver in einem Binder und kann ganz banal und konventionell aufgemalt werden. Ist folglich besser für gemalten Dekor.
Wäre aber evtl eine Option (wenn auch keine ganz günstige)
Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)
Re: Goldene Farbe ähnlich Blattgold für Leder?
tigama hat geschrieben:ist die messerscheide aus leder ? -> ja, vegetabil gegerbtes Kalbsleder
war die bereits schwarz ? -> nein, habe ich nach dem Nähen mit 'Eisenwasser' geschwärzt (chemische Reaktion mit der Gerbsäure. Wurde hier auch schon irgendwo im Zusammenhang mit Holz schwärzen besprochen)
welche farbe genau (Hersteller,typ) -> Pigmente mit Leinölfirnis
also wenn unter dem Blattgold auch goldfarbe ist ! -> s.o.
seit wann ist die scheide bemalt ? -> seit April 2013. Gemalt ist nur das Rot
wie häufig wird sie benutzt ? -> muss ich den derzeitigen Besitzer fragen, aber ich würde die Haltbarkeit sowohl der roten Farbe, als auch des Blattgoldes nicht überbewerten...
vielleicht ist das das was ich suche :-)
DANKE