Eschen Elb Nr.2

Themen zum Bogenbau
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tscho
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von tscho »

Na ,am Anfang hatte er nen schönen Reflex von 1-2 cm .Aber klar es geht weiter.Rechts außen set-et er schon auch bischen.Als nächstes sollte er auf halbe Standhöhe,aber da kann was nicht stimmen,dazu müsste ich ihn extrem weit ziehen um überhaupt die Sehne draufzkrigen.Ich werd erst noch mit der 0 Standhöhe 2-3 Zoll weitertillern,und das Zuggewicht werd ich erst allgemein bischen runternehmen,mag sein, viel set ist nicht, aber es fängt an, d.h. ich beweg mich grenzwertig.

Nächste Wo.gehts weiter.

Gruß
tscho
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Galighenna
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Galighenna »

Du bist immer so vorschnell... Sorry, aber JEDER Bogen aus Esche bekommt Set. Ob nun 30# 50# oder 80#
Das ist einfach so. Normal sind 1-2" und dagegen kann man auch nicht wirklich was tun. Mit Grenzwertig hat der Set der jetzt auftaucht noch nichts zu tun.
Das einzige ist nur, das er relativ früh schon auftaucht.
Mach dir keine Gedanken darum, einfach weiter bauen...
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
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Mandos
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Mandos »

Wenn der Set unter 3" bleibt, ist es sehr gut, wenn er unter 4" bleibt, kann man damit leben.

Von weniger Set würde ich bei dem Design nicht ausgehen.
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Squid (✝)
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Squid (✝) »

Praktisch jeder Holzbogen bekommt Set. Das is völlig OK und kein Zeichen für mangelnde Qualität, so wie es immer wieder verbreitet wird. Schön ist, wenn der Set möglichst weit aussen an den Armen auftritt: Je mittiger, desto störender wirkt er sich auf die Leistungsfähigkeit aus.

Bei dem Design und der Stärke landest du u. U. bei 10 cm, vielleicht mehr. Aber das ist völlig OK, denn wenn der Set gleichmäßig verteilt ist, schützt er vor Stauchrissen und stellt einen weiteren Schritt zur Haltbarkeit von Esche mit 80 lbs aus zweitklassiger Esche dar...

Toasten vor Abschluss der Holzarbeiten ist hier völliger Unsinn. Beim Weitertillern trägt man die Schicht wieder ab und wenn die Wärme unregelmäßig ins Holz gelangt ist, baut man sich damit optimale Stellen für Knicks und Risse.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
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tscho
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von tscho »

Das überrascht mich jetzt echt.Also ist set kein Zeichen dass ich mich an der Grenze bewege,ok.Ich dachte, top gebaut gehts mit sehr wenig set.Aber wenn er extrem weiter steigt nehm ich was ab.Ich denk ich muss auf den stringfollow achten und mich in dem Bereich vorarbeiten.Schwierig.Einmal ziehen aufs nächste Zoll und versuchen im Stringfollow zu bleiben.Wär das ne idee ?
Gibts irgend welche andere Anzeichen an denen ich erkenn, wenns brenzlig wird ? Ich wüsste nichts außer set.
ja, das toasten zum Schluss - hab ich eingesehn.

Spannende Sache :) gefällt mir.

Gruß
tscho
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Blacksmith77K »

Einen nahezu perfekten Tiller voraussgesetzt ist weniger Set ein Zeichen für ein besseres/drucktoleranteres Holz. Dass sich die Holzzellen unter Belastung erstmal setzen iss völlig normal. Bekommen sie allerdings zuviel auf die Ohren, gibt's Falten. 8)

Und nein, es gibt keine Anzeichen. Zumindest bei Esche keine, die mir bekannt wären. Wenn du mal 'ne Eibe machst, da gibt's allerdings ein paar spürbare Warnungen.
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

76" Yew Warbow (ELB) 135#@32"
74" Yew Warbow (ELB) 105#@32"



...and several yew warbows...
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tscho
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von tscho »

@Blacksmith

Ja , die Eiben sind nächstes Jahr dran ;) Aber nun hau mich nicht , eine davon bin ich schon am aussägen für nen Flachbogen.
Aber noch mit genug Holz dran ringsum falls noch was passiert beim trocknen.
Es gibt ne Menge unterschiede von ner Esche zu Eibe, allein schon immer um die vielen Äste rumzschnitzen will ja gelernt werden.Kanns leider nicht abwarten, muss mich in die Eibenmaterie bischen einlernen,mal auf den einen oder anderen Ring runterschnitzen versuchen, bevors richtig losgeht.Ich hoff ich mach sie nicht kaputt dabei,aber selbst wenn, besser zum üben nen schlechteren stave opfern als gleich die guten.

Gruß
tscho
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Blacksmith77K »

Warum soll ich dich schlagen? Wenn Eibe trocken ist, ist sie trocken. Wo du halt drauf achten musst ist: Ob sie zum Beispiel 12% Restfeuchte hat ODER noch 12% vom eigenen Saft. Weil das macht einen Unterschied. Das Holz 'atmet' ja quasi die Umluft/Luftfeuchte ein und aus. Das 'spült' die Holzzellen. Bei einem Holz schneller, bei dem anderen langsamer. Und 'sollte' Eibe wirklich noch so lange nachreifen, wie man das manchmal hört, so kann sie das auch als Bogen machen. ;)
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von acker »

Und die macht das auch !
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Wilfrid (✝) »

sach ich doch, n Bogen wird auch an der Wand trocken :-))
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Firestormmd »

Ich würde mir nicht so nen großen Kopp machen. Jetzt erstmal bis 9" oder 10" ausziehen, Tiller korrigieren und dann die Tillerschnur auf eine 5cm Standhöhe verkürzen. Dann bis 2/3 Auszug schrittweise ausziehen und immer Fehlerstellen korrigieren. Dann die Tillerschnur auf 10cm Standhöhe verkürzen. Weiter tillern und zum Schlu die finale Standhöhe einstellen und Tiller nochmal korrigieren. Immer schön schrittweise Zoll für Zoll. Dann klappt es bestimmt!

Wenn man langsam vorgeht und jeden Fehler sofort korrigiert, dann minimiert man den Set von alleine. Was dann noch übrigbleibt, liegt nicht an dir, sondern am Holz und am Zuggewicht.

Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Galighenna »

Bis jetzt gibts ja noch nichts zu korrigieren... bei dem bisschen Auszug biegt sich der Bogen so ziemlich makellos, wie man auf dem letzten Bild das ich Angehängt hab sehen kann.
Also ruhig mal weiter dran ziehen...
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Ravenheart »

tscho hat geschrieben:Das überrascht mich jetzt echt.Also ist set kein Zeichen dass ich mich an der Grenze bewege,ok.Ich dachte, top gebaut gehts mit sehr wenig set.

Tja, wenn's so einfach wär... :)

Mit dem Set ist das so:

1. Zuerst is da die Holzqualität. Die ist natürlch von der HolzART abhängig, aber auch von der Qualität INNERHALB der Art - gerade Esche kann ja SEHR unterschiedlich ausfallen.....

2. Hängt es ab von dem Trocknungsgrad. Zu frisches Holz entwickelt mehr Set.

3. Hängt es ab von der Belastung je Quadrat-(mm, cm...). Das Holz wird beim Krümmen am Rücken gedehnt, am Bauch gestaucht, und soll hinterher wieder in seine Ausgangsform zurück federn. Beide Seiten aber "leiern aus", der Rücken bleibt ein Stück gedehnt, der Bauch ein Stück gestaucht. Beides ZUSAMMEN ergibt das Gesamtmaß des Sets.

Die Belastung ergibt sich aus (Zugkraft x Länge) / 2. Die Kraft verteilt sich dabei genau je Hälfte auf Rücken und Bauch.
Wie stark die da drauf reagieren (nachgeben), und ob die Grenze der Belastung evtl.sogar überschritten wird (Stauchbrüche, Rücken-Riss), hängt von der jeweiligen Widerstands-Fähigkeit (Festigkeit) und der FLÄCHE ab: Je mehr die Fläche auf die sich die Kraft verteilt, desto geringer wird jede einzelne Stelle belastet.

Aber noch mal 1 Schritt zurück:
4. Der Rücken wird gedehnt, der Bauch gestaucht. In de Mitte zwischen den beiden aber passiert nix. Nur Krümmung, aber keine Längenänderung. Das nennt man die "neutrale Zone". Je weite weg die OBERFLÄCHE von der neutralen Zone ist, (je dicker der WA ist) desto stärker ist dort die Längenänderung und damit die Belastung.

Jetzt wird bei einem gerundeten Querschnitt (ELB) die Oberfläche aber immer SCHMALER, je weiter man nach außen kommt. GLEICHZEITIG steig aber die Belastung. Das kann schief gehen.

Das heißt (FAZIT)...:

WIE VIEL Druck/Zug das Holz aushält und WIE VIEL SET es dabei entwickelt, hängt ab von der Zugkraft, der Holzqualität, der Dicke/Breite und der Querschnitts-Form.

Und da KÖNNEN 80# bei Esche zu viel sein - MÜSSEN aber nicht.

Hab ich was vergessen? Klar: Die Bogenlänge! Je länger der Bogen, desto WENIGER muss sich die einzelne Stelle krümmen, um den selben Auszug zu erreichen. Weniger Krümmung = weniger Längenänderung = weniger Belastung = weniger Set.

So, nu haben wir's... ;D

Rabe
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Mandos
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von Mandos »

@tscho
Hast du noch ein Reststück der Esche zur Dichtemessung?
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tscho
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Re: Eschen Elb Nr.2

Beitrag von tscho »

@ firestormmd
Ok,danke, das baut auf ! :)
@galighenna
Kannst mir nochmal die Bogenlinie drauflegen ? mir fehlt noch das passende Programm dazu, ich glaub nun läuft er bischen daneben.
@Rabe
Besten dank für die ausführliche Erklärung !! dann gilt diese Regel wohl nur bei den schwächeren Zuggewichten.
@Mandos
Hab versucht noch ein Stück zu identifizieren,bin mir aber nicht 100% sicher,ob dies von dem Stave war,schade , das wär jetzt echt interessant gewesen.

Also,jetzt hab ich ihn auf Standhöhe 15 cm und im Auszug bei 53 cm mit wieder genau 30 Kg.
Die Maße : Griffbereich 31 x 29 / Mitte WA 26x22 / Tips 15x15
Langsam hab ich Sorge überhaupt noch an die 80# ranzukommen.Der tiller hat nen leichten Fehler,ich will aber nun nix mehr riskieren, was meint Ihr wo muss was weg ? Ich denk mir schon wo, aber nochmal nachgefragt ist in dem Stadium besser.
Links 2 u.3.........
Gruß
tscho
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