Ach, diese ganzen Tabellen und PlusMinus-Rechnereien sind bestenfalle grobe Annäherungen. Vernünftig gehts nur, wenn Du den Schaft für Dich und Deinen Bogen passend ausschießt. Also ab zum HdV, ein paar Schäfte im passenden Spinebereich getestet und vom Passenden die nötige Anzahl mitgenommen. Dabei auf Spine, Geradheit und Pfeilgewicht achten. Und schon fliegt das.
Dann musst Du natürlich schauen, dass sowohl ein guter Pfeilflug erreicht wird als auch die Gruppe dort liegt, wo sie soll. Ein
wenig links/rechts kann man über den Pfeil auskorrigieren (steifer/weicher, länger/kürzer etc.), das kriegt die Befiederung wieder glattgezogen. Nur wenns zu weit ist, sollte ggf. die Haltung angepasst werden (Ankerpunkt leicht verlegen, Bogen mehr/weniger kippen, Kopf mehr/weniger neigen).
Der Form halber sei hier noch ein Weg genannt: man schießt ohne bewussten Haltepunkt und lässt diese Abweichung vom Hirn auskorrigieren. Das schint mir hier aber nicht praktikabel, da Du anscheinend ein System über die Pfeilspitze schießt. Da hilft nur die Abstimmung des Gesamtpakets (Pfeil-Bogen-Schütze).
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
Warum nicht - er hat ja Zeit!
-- Modifiziert nach einer Vorlage von Heinz Erhardt