Oh, das ist einfach:Squid hat geschrieben: Da er symetrisch ist, kann ich mich immer noch entscheiden, wo Oben und wo Unten ist.
Es gibt 2 Kriterien, anhand derer Du die Entscheidung treffen kannst:
1. Sehnenstand
2. Sehnenlage
Prüfen tust Du es so:
Zu1.:
Miss beim gespannten Bogen den Abstand zwischen Sehne und Bogenbauch, jeweils bei 1/2 WA-Länge.
Die Seite mit dem niedrigeren Sehnenstand ist unten.
Zu 2.: Lege den gespannten Bogen auf eine ebene Fläche. Nocke einen Pfeil ein. Miss den Abstand zwischen Pfeilspitze und Liegefläche, genau senkrecht zur Fläche.
Nun lege den Bogen auf die andere Seite. Mach' auch da die Messung.
Die Seite mit dem kleineren Abstand ist die, wo der Pfeil anliegen muss.
Gut ist, wenn die Prüfungen (1 u. 2) beide zum selben Ergebnis führen.
Widersprechen sie sich, hat Nr. 1 Vorrang.
Ist die Abweichung aus Nr. 2 gering, kann es dennoch so bleiben.
Ist sie über 5 mm, würde ich im Griffbereich nacharbeiten, sprich, den Anlagebereich des Pfeils so weit abarbeiten, dass mindestens Gleichstand erreicht wird. Dann hättest Du einen Bogen, der sowohl RH wie LH geschossen werden kann....
Wie VIEL Du dafür abarbeiten musst, findest Du heraus, indem Du den Bogen noch mal so hin legst, das die FALSCHE Anlageseite oben ist, und dort bei dem Anlagepunkt abcheckst, wie viel Du da unterlegen musst, um die Spitzen-Höhe der anderen Seite zu bekommen.
Beispiel: Ziel ist ein RH-Bogen, Pfeil soll links anliegen.
Messergebnisse:
Linke Seite oben: Höhe der Pfeilspitze über der Unterlage = 17,3 cm
Rechte Seite oben: Höhe der Pfeilspitze über der Unterlage = 16,5 cm
Angenommen, damit die Pfeilspitze auch hier bei 17,3 steht, musst Du 2 mm Pappe unterlegen.
> Müssen links im Anlagebereich 2 mm abgearbeitet werden. Ist auch mehr vertretbar, natürlich gerne mehr...
Rabe
