Compound vs. Longbow

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
PeLu
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Compound vs. Longbow

Beitrag von PeLu »

@Mongol: Ja, das wollt ich vorher noch schreiben, aber ein Überschuss an Zeitmangel liess es nicht zu .-)

Ein leichter, schnellerer Pfeil verliert natürlich schneller an Energie als umgekehrte. Durch die dünnen Nadeln mit winzigen Fahnen ist es dann doch ned so arg. Interessant ist eigentlich die Querschnittsbelastung (also Masse pro Durchmesserquadrat). Aber der Luftwiderstand steigt im Quadrat der Geschwindigkeit (wenn Unterschall .-)

Aber der Compund ist nicht per se auf höheren Wirkungsgrad ausgelegt, das kommt nur noch angenehmerweise noch dazu. Der hohe Wirkungsgrad, der weniger abhängig von der Pfeilmasse ist als ohne Radln, macht diese leichten Pfeile erst sinnvoll.

Beobachte die Radlbogenschützen einmal bei Weitschüssen. Wir ham in Vorjahr in Wesseslinden einmal einen Hasen auf 135m gehabt (also auf deutsch eine Lotterie). Da gibt es schon Radlbogenschützen die nur recht wenig überhöhen müssen (und auch mit einem von 10 Pfeilen treffen!). Unsereiner zielt da schon an die 25° rauf, wenn ned mehr.

@Martin: Ich kenn auch Leute, die wegen eines Leidens Radlbogen schiessen 'müssen'.
Und ich hab' mit dem Radlbogen aufgehört, als die Release zum Standard wurden.
Ich hab' selber am Radlbogen nie irgendwelche Spompanadeln gehabt, ein fünfaches Visier war einmal, das hat mich aber mehr irritiert.
hannibal
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Beitrag von hannibal »

also was der martin vorhin geschrieben hat, stimmt nicht nur sondern ich habs heut nachmittag - aufgrund des posts - mit meinem kumpel hermann getestet (@martin: herminator und ich haben am schiessplatz der arbeitenden bevölkerung bei einer zigarette gedenkt :) )
der junge schiesst mit seinem compound einfach schneller und dabei noch sehr präzise :(
hermanns compound ist 15 jahre alt und hat "martin liftetime warranty"; das ding hat 60 lbs zuggewicht, ist extrem schwer und besitzt weder stabi, noch viesier-pins; nicht einmal einen kabelgleiter. hermann schiesst mit 3-finger-handschuh wie die meisten. ich will da nicht eine lobrede auf den compound halten, aber bitte einfach um eine differenziertere betrachtung des compoundschützen; gebe aber zu, dass diese art von compoundschützen -wie meine freund hermann- eher selten anzutreffen ist.
Vollkommene Liebe und vollkommenes Vertrauen
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Lebe und lass leben - sei im nehmen so ma?voll wie im geben
PeLu
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Beitrag von PeLu »

Überflüssigerweise muss ich dazu sagen, dass ein Eagle (da könn ma jetzt streiten ob das ein Compound ist, auf jeden Fall kein Radlbogen) schon eine Versuchung für mich dargestellt hat. Im ebay war einmal ein günstiger, aber glücklicherwiese ein linker.
Mein (inzwischen einziger) Radlbogen, der Eisbär,  ist 22 Jahre alt und trotz der Schauergeschichten (alte Wurfarme brechen und die Leut haben die Radln im Hirn) trau ich mich noch ihn zu benützen.
Harbardr
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Beitrag von Harbardr »

Des Menschen Glaube ist sein Himmelreich!!!

Ich schiess leiber 'nen hölzernen Langbogen, würd mich aber nicht hinreissen lassen, die, die das nicht tun als deppert abzutun. Leider gibt's immer wieder Leutchen, die den Anderen ihr Anderstsein nicht "verzeihen" können. Aber die finden sich in allen Lagern.
Mir ist ein jeder Bogenschütze als "Begleiter" o. Gesprächspartner recht, wenn die Chemie stimmt.
Also ein gar menschlich Problem, das sich hier vor uns aufzutun scheint.
Mongol
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Beitrag von Mongol »

Mir isses eigentlich auch ziemlich Wurst, was andere für Bögen schiessen - mir ging's bei der Diskussion lediglich um technische Dinge, die hier aber eh nicht  wirklich geklärt werden können, da keine Messmöglichkeiten vorhanden sind (soweit ich weiss)... Mir fiel halt nur mal irgendwann auf, dass - wenn denn ein Compounder mal ins Holz vom Scheibenständer schiesst - nur ein kleines meist nicht besonders tiefes Loch zurückbleibt, während bei einem Holzpfeil doch schon recht grosse Kienspäne abfliegen...
Ein kluger Mann bemerkt alles.
Ein dummer Mann macht über alles eine Bemerkung
(H. Heine)
PeLu
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Beitrag von PeLu »

@Mongol: wie gesagt, es gibt auch andere Erfahrungen.

Aber um was es grundsätzlich geht ist: Es gibt da diese technikverliebten Schrauber (vielleicht sind einige aus anderen, nicht bogenschiesserischen Bereichn sogar unter uns), das ist ein eigener Schlag Leute. Und deren Art ist meist mit dem/der typischen trad. Schützen/Schützin nicht verträglich. Vermutlich gehn wir denen genauso auf die Nerven wie umgekehrt.
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Beitrag von Acki »

Habe das erste Wald- und Wiesen- Turnier mit meinem ersten und neuen traditionellen Langbogen (und Holzpfeilen) hinter mir und auch einige Compundschützen beobachten können. Mir fiel auf, daß der Vergleich zum Gewehr tatsächlich naheliegt (habe selbst vor langer Zeit 12 Jahre Gewehr -Luft- und KK-Gewehr- leistungsmäßig trainiert) und mich gar nicht mehr reizt. Dennoch schieße auch ich des öfteren Fita-Scheiben und "jage" mich selbst zu höheren Ergebnissen. Das Wettkampffieber eben...
Für mich ist der Bogen mit einem großen Teil Selbstbeobachtung und -erkenntnis verbunden - ich erkenne bei dieser Art des Trainings noch purer meinen eigenen Charakter. Und das gefällt mir (neben der frischen Luft) am meisten, weil es mich immer wieder relativiert.
Für alle, die mit dem Finger auf andere zeigen: Denkt daran - drei Finger zeigen auf euch zurück!
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Hi Acki, zuerst mal ein herzliches Willkommen in der FC!

Solltest Du übersehen haben, dass der letzte Beitrag (vor Deinem) in dem Thread vom März 2003 ist?
:D

Inzwischen haben wir hier durchaus an unserer "Akzeptanz" gearbeitet - und mit Erfolg, wie ich finde! Daher "zeigt" niemand mehr "mit dem Finger", nur ein bischen "augenzwinkerndes Geläster" gibt es noch, aber das finde ich o.k.... Findet "auf der anderen Seite" auch statt, und ist "nur noch Spaß"!
;-)

Rabe
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