Ebira japanischer Köcher

Andere japanische Bögen und Techniken (Yabusame etc.)
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tigama
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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von tigama » 16.07.2016, 16:49

sehr, sehr geil geworden !

glückwunsch und meinen ehrlichen respekt zu dieser feinen

handwerklichen leistung die offensichtlich mit viel hingabe

gefertigt wurde - viel freude mit dem schönenn stück :-)

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shokunin
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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von shokunin » 17.07.2016, 07:40

Schöne Arbeit!
Ist echt klasse geworden und ich bin gespannt auf weitere Köcher-Modelle :)

Zum Stützpfeil wurde mir einmal gesagt, er wurde nur verschossen wenn es sein muss...
Soll heissen: im Normalfall nicht - wenn sich aber ein lohnendes Ziel präsentiert und sonst kein Pfeil mehr da ist, dann natürlich schon. Man war wohl doch pragmatisch genug, den Pfeil zu schiessen wenn man damit etwas erreichen konnte. Man hat ihn aber eben wohl nicht einfach mal beim wöchentlichen Jagdausflug geschossen.
Mir hat Prof. Kurosu auch einmal gesagt, die aufwändigen Hirane-Spitzen usw wären zum Beschiessen der "Anführer" gedacht gewesen. Es kursieren viele, z.T. recht abstruse, Theorien...
Ich denke, Hirane und Karimata sind reine Jagdspitzen für Hochwild, denn nur da machen sie wirklich Sinn.
Naja,... :-\

Ich frage mich nebenher auch ob speziell diese Ebira für den modernen westlichen Kyudo-Auszug noch so optimal sind...
Der moderne Auszug ist ja länger und wir sind grösser. Wird der Köcher auf ein modernes Pfeilmaß gestreckt und ist er im Gebrauch mit der grösseren Ausladung nicht etwas labil?

Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)

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maruart
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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von maruart » 22.07.2016, 16:42

Hallo an Alle

Zu der Frage von shokunin

Der Utsubo Köcher ist in der Größe abhängig von der Pfeillänge und die wiederrum von der Größe des Schützen und dessen Auszug. Jeder Utsubo ist daher individuell auf den Schützen ausgelegt. Das gleiche gilt auch für den Bogen. Für den durchschnittlichen Europäer würde ein Utsubo Köcher daher größer sein. Für einen Ebira Köcher gilt das nicht.

Der hier von mir im Forum dargestellte Utsubo Köcher ist für meine Pfeillänge von 103cm ausgelegt. Er wird mit einem „Gürtelband „ ähnlich einer Sageo, und 2 Kordeln am Körper befestigt. Es war mühsam und fummelig ihn zu befestigen ohne das er einen festen Halt ergab, auch in der Bewegung. auch bedingt durch die Unkenntnis wie er befestigt wurde. Auf Bilder und Zeichnungen die mir vorliegen ist es nicht wirklich ersichtlich. Auch einen Pfeil zu ziehen bei meiner Pfeillänge, und ein gutes Handling war nicht möglich.

Beim Ebira Köcher verhält es sich anders. Dieser Köcher hat eine feste Größe +- 10% ( außer bei Sonderformen ) und ist nicht abhängig von der Größe des Schützen. Er wird mit einer überlangen Kordel zweimal um den Körper gebunden und befestigt.
Anders wie beim Pfeil nehmen des Utsubo Köchers ( mit einem Ruck den Pfeil ziehen ) wird beim Ebira mehrmals der Pfeil nachgefasst und dann eingelegt. Das fassen vom Pfeil, mehrmaliges nachfassen, einlegen und abschießen dauert ca. 10 Sek., wodurch 6 Pfeile die Minute erreicht werden konnten. Sicher gab es auch Schützen die 8 – 10 Pfeile erreichten.

Historie und Tradition
Eine andere Tradition des Zielschießens findet noch heute im Sanjuusangen-dou in Kyoto statt. Der Schütze versucht 24 Stunden lang, ein Ziel über 120 m zu treffen, das jedoch durch die Decke der Halle eingeschränkt ist. Im Jahre 1686 stellte der Krieger Wada Daihachi den beurkundeten Rekord von 8133 Treffern von 13053 Schüssen auf. Das entspricht einem Durchschnitt von 9 Pfeilen pro Minute!

Man unterscheidet zwei grundlegende Arten des Bogenschießens: Hosha (Schießen zu Fuß) und Kisha (Schießen zu Pferde). Eine Form des Kisha wird noch heute in Kamakura zelebriert: Yabusame.
Versionen des Hosha sind Sperrfeuer wie Kazuya (Vielzahl von Pfeilen) oder Koshiya (Hüft-Pfeil). Dieser Name bezieht sich auf die vom Hüftköcher (Ebira) gezogenen Pfeile, die im schnellen Lauf gezielt auf Gegner mittlerer Distanz abgeschossen wurden. Andere Formen wie Enteki (Weitschießen) gehen historisch auf das Versenden von Pfeilnachrichten und das Verschießen von Brandpfeilen (Hi-Ya) zurück.

In einer älteren Form eines Ebira Köcher werden die Pfeile nicht eingebunden mit einer Kordel, sondern in eine Art Gitter gehalten. Das Gitter ist aus Rattanband mit geflochtener Seegrasschnur gefertigt und Wildschweinfell. Obwohl es eine sehr frühe bzw. alte Form ist, hat dieser Köcher den Vorteil, dass man die Pfeile leichter und schneller im Köcher auffüllen konnte, als die jüngere Version in der man die Pfeile „ mühsam „ einbinden musste.
Er wird mein nächstes Projekt sein das ich z. Zt. vorbereite und demnächst in diesem Forum vorstellen werde.

Fazit :

Heute sind diese Köcher Sammler bzw. Ausstellungsstücke die bei einer Zeremonie oder bei Yabusame getragen und genutzt werden. Für einen westlichen Bogenschütze der größer als 1,70m ist wird ein Utsubo sicher eine Herausforderung sein, dem man in seinem Handling nur schwer gerecht werden kann.
Bevorzugen würde ich einen Ebira Köcher. „Er sitzt, passt, wackelt und hat Luft „ man ist in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt und der Köcher sitzt fest da wo er sein soll, unabhängig von der Körpergröße.

In meinem Schlusswort möchte ich mich an alle Bogenschützen wenden

Wenn du den Bogen in die Hand nimmst, der Pfeil auf der Sehne liegt, ändert sich dein Leben.
Instinkte werden geweckt, längst verschollen und unterdrückt.
Du spannst den Bogen zum Kreis der alles umschließt und im Moment des Lösens freigibt.
Du bist der Bogen, du bist der Pfeil, du bist das Ziel.
雨露離

Urori „ …der Tropfen fällt vom Blatt ( optimaler Zeitpunkt für das Auslösen)




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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von maruart » 31.07.2016, 17:34

Hallo an Alle
Wie bereits angekündigt eine andere Variation eines Ebira Köchers. Der Aufbau ist gleich wie beim Vorgänger bis auf wenige Materialien die ausgetauscht wurden z.B. Fell statt Farbe usw.
Ich erhebe nicht den Anspruch einen Originalen Japanischen Ebira Köcher nachbauen zu können. Die äußere Form wurde gewahrt sowie die Materialien die auch damals zur Verfügung standen. Zugeständnisse sind heutige Werkzeuge.
Auch werde ich diesmal bei den einzelnen Arbeitsschritten noch mehr ins Detail gehen ( Schritt für Schritt –Anleitung mit Fotos und Beschreibungen ).
Historischer Hintergrund


Der Ebira-Sakatsura

(wörtlich: Köcher mit Fell bekleidet).


Dieser Köcher wurde schon in den ältesten Zeiten zu einem Shigetö-no-yumi genannten Bogen getragen. Er war aber, nach Teijö, schon 1750 nicht mehr zu finden. Er war mit Bären- oder Wildschweinfell bekleidet. Daher sein Name.

Man wählte das Fell dieser Tiere, weil sie als tapfer galten und nie zurückweichen. Auf der Vorderseite war stets das Bild einer Libelle aus Elfenbein, auch als Bild der Unerschrockenheit, angebracht. Dieser Köcher wurde vermittelst eines Lederriemens auf dem Rücken getragen. An dem Riemen befestigte man die Reserve-Bogensehnen.
Das an einem Tragegestell befestigte kleine Körbchen besitzt für die Pfeilaufnahme ein Gitter mit dünnen Bambuslamellen (Yanagui- Pfeilbiss ). Die Pfeilspitzen wurden zwischen diesen Lamellen gesteckt. Das Yanagui gab den Pfeilen besseren Halt und verhinderte ein gegenseitiges Verhaken der Pfeilspitzen.
Zum Schießen griff der Schütze den Pfeil oberhalb der Spitze, hob in aus dem Kästchen und zog in dann nach unten durch das Gitter durch. Im westlichen Bogenschießen wird der Pfeil an der Nocke nach oben aus dem Köcher gezogen.
Die Pfeilgarnituren bestanden aus bis zu 40 Pfeilen, üblich waren jedoch 16 oder 25 Pfeile und eines Stützpfeiles ( Tainiya )für den Köcher, der nie verschossen wurde.
Material Liste :

Paulownien Holzbrett 10mm+18mm
Hautleim
Wildschweinfell
Rattan Rohr 3mm
Rattan Band 20mm
Bambus
Rattan-Stuhlflechtrohr 1,75mm
Hanfkordel
Geflochtenes Seegras
Glattleder Schmiergelpapier
Lederriemen
Werkzeuge :
Bleistift
Metermaß
Lineal
Säge
Bohrer
Feile
Schleifpapier
Messer
Schere
Schmiergelpapier
Schraubzwingen
Badewanne

Für das Schablonen-Holzbrett(z.B.Kiefer-20x50x2cm) 6mm Holzbohrer ,6mm Holzdübel.

Das Paulownie Holzbrett ( 18mm) gibt es im Bauhaus als Regalbrett und wurde mir kostenlos zugesägt. Das Paulownie Brett mit 10mm habe ich im Internet erworben ( Brettchen für Bruchtest )

Bauteile für Ebira Köcher1-001 (Copy).jpg

IMG_0073 (Copy).JPG

Ø köcher1-001 (Copy).jpg

IMG_0075 (Copy).JPG

IMG_0074 (Copy).JPG


Fortsetzung folgt

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Zuletzt geändert von maruart am 01.08.2016, 10:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von Bowster » 31.07.2016, 20:28

Du bist ja anscheinend echt ziemlich verrückt, aber alle Achtung, die Teile sprechen für sich.

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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von maruart » 04.08.2016, 17:50

Hallo an Alle
bin ich verückt ? meine Frau sag es auch manchmal - muß ich mir jetzt Gedanken machen :o ???

es geht weiter mit der Pfeilspitzenaufnahme jap. Yanagui .

Ich nehme dazu ein Bambusrohr und "schnitze" sie auf Maß für die benötigten Lamellen. Aus dem fertig gestellten Korpus ergeben sich die Innenmaße.
F0 (Copy).JPG
Bambus -Lamellen
IMG_0048 (Copy).JPG
Abstand Klötzchen
Yanagui maße-001 (Copy).jpg
IMG_0082 (Copy).JPG


Für die Einbindung der Lamellen nehme ich Rattan ( Stuhlflechtrohr 1,75mm ) die über Kreuz fortlaufend jede einzelne Lamelle fixiert.
F1 (Copy).JPG
Einbindung der Bambuslamellen-001 (Copy).jpg
F2 (Copy).jpg
F3 (Copy).JPG
Unterseite
F5 (Copy).JPG
Seitenansicht
F4 (Copy).JPG
Oberseite


Ich geh jetzt wieder in mein Kämmerchen und beginne meine Therapie mit dem nächsten Arbeitsschritt. >:)
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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von maruart » 09.08.2016, 15:37

Hallo an Alle

hier nun die position der Streben für das Yanagui und die Bodenplatte.


IMG_0363 (Copy).JPG
Die Streben müssen so plaziert werden das die Oberseite des Yanagui mit der Oberseite des Korpus gleich ist.
IMG_0369 (Copy).JPG
Die unteren Streben- das die Bodenplatte 5mm nach innen abschließt.
IMG_0370 (Copy).JPG
IMG_0367 (Copy).JPG
Der Zwischenraum der zu sehen ist ,zwischen Korpus und Yanagui, ist notwendig für die noch nicht getätigte Einflechtung der Bambuslamellen- danach lässt sich das Yanagui press einfügen!!!Achtung als letztes Bauteil


Fortzetzung folgt

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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von maruart » 18.08.2016, 13:25

Hallo an Alle

Weiter geht es mit dem Rattan Rahmen. Der Lochabstand im Korpus ist mittig der Abstand des Rattan Rahmen. Die Höhe des Rahmen ist ca. 50 cm-abzüglich 5 cm für den Rahmen in die Löcher versenken (Einbautiefe )
Benötigtes Material : Rattan rund Durchmesser 3mm - 4X , Länge je ca. 95 cm,
Holzbrett 50x20x18 cm
Holzdübel 6mm

Auf dem Holzbrett die Maße des Rahmen übertragen ( Breite Lochabstand Korpus ) unter der berücksichtigung das die 4 Rattanstäbe 6 mm im Quatrat ergeben. Nach dem Aufzeichnen der Form , rechts und links des Rahmens 6mm Löcher bohren und die Holzdübel hineinstecken.
---------------------Nun kommt die Badewanne zum Einsatz -------------------------

Für die Seite werden noch 2 rechtwinklige Teile wie bereits beschrieben beim Rahmen , gefertigt.
Nun die 4 Rattanstäbe im Wasser ca. 10 Min. einweichen. Danach einzeln in die gefertigte Schablone einfügen und Trocknen lassen. Nach den Trocknen mit Rattan ( Stuhlflechtrohr ) umwickeln.
IMG_0003 (Copy).JPG
Maße auf Brett übertragen
IMG_0019 (Copy).JPG
Rattan in die Form bringen

IMG_0036 (Copy).JPG
IMG_0230 (Copy)1.JPG
Mit 1,75mm Rattan umwickeln
IMG_0242 (Copy).JPG


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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von tigama » 18.08.2016, 13:41

ich bin immer wieder von deinen detailierten bauberichten
und den dazugehörigen bildern begeistert !
so eine filigrane handarbeit :-)
mein GROSSER RESPEKT ...
gruß markus

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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von maruart » 18.08.2016, 15:57

Hallo tigama

Danke Markus für deine Begeisterung und Lob. Jeder der mich persöhnlich kennt und meine " Pranken" glaubt nicht wirklich das sie für solche Arbeiten in der Lage sind. Durch meine Ehrfahrung im Modellbau schätze ich eine gute Bauanleitung , der Rest ist dann Ehrfahrung. Das alles hier nachvollziehbar darzustellen, bedarf es einen zusätzlichen Aufwand mit meiner DSLR, d.h. von 20 Bildern bleiben nach der Bearbeitun 2- 3 Bilder übrig. Wie schon beim Utsubo Köcher werde ich auch für diesen Köcher ein Buch erstellen , das in einer Nische unbeachtet seine Zeit überdauert.

mfG maruart
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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von SNEAKY » 18.08.2016, 20:14

tigama hat geschrieben:ich bin immer wieder von deinen detailierten bauberichten
und den dazugehörigen bildern begeistert !
so eine filigrane handarbeit :-)
mein GROSSER RESPEKT ...

besser kann man die Arbeit von maruart nicht beschreiben

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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von maruart » 21.08.2016, 12:59

Hallo an Alle

Mit dem nächsten Bauabschnitt muß mann sich entscheiden den Korpus zu lackieren oder wie bereits angesprochen in diesem Fall sehr archarisch mit Wildschwein-oder Bärenfell zu umgleiden. Ich habe mich für das Wildschweinfell entschieden.
Bewährt hat sich eine Schablone aus Papier zu erstellen und den Fellabschnitt daraus auszuschneiden. Das Fell mit Hautleim auf den Köcher Korpus kleben.Nach dem trocknen habe ich das Fell "unjapanisch" mit meinen Bartschneider noch ein bischen in Form getrimmt.
IMG_0006 (Copy).JPG
IMG_0372 (Copy).JPG
IMG_0373 (Copy).JPG
IMG_03743 (Copy).JPG


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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von tigama » 21.08.2016, 13:39

umso mehr ist deine feine arbeit wertzuschätzen wenn
man mit "pranken" solch filigranes erschafft :-)

ich hätte kein wildschwein genommen, das wird bei
nutzung nicht lange schön bleiben, das sind imho
röhrenhaare (innen hohl) und mit der zeit brechen
die borsten ab ...

nichts desto trotz, klasse arbeit :-)

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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von Heidjer » 21.08.2016, 15:09

Tolle Anleitung meine Hochachtung zum Bau und vor allem zur Präsentation.

Die Schweineborsten werden nicht abrechen, hier muß ich Tigama widersprechen, sie werden schlicht ausfallen weil sie keinen Halt haben. Bei Schweinen ist die Haarwurzel nicht wie bei den meisten anderen Getier in der Haut eingebettet, sondern sie liegt unter der Haut und wird beim Gerben entfernt. Die Borsten halten nur so gut, wie sie vom Leder festgehalten werden. ::)


Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.

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Re: Ebira japanischer Köcher

Beitrag von tigama » 21.08.2016, 17:01

Heidjer hat geschrieben:Tolle Anleitung meine Hochachtung zum Bau und vor allem zur Präsentation.

Die Schweineborsten werden nicht abrechen, hier muß ich Tigama widersprechen, sie werden schlicht ausfallen weil sie keinen Halt haben. Bei Schweinen ist die Haarwurzel nicht wie bei den meisten anderen Getier in der Haut eingebettet, sondern sie liegt unter der Haut und wird beim Gerben entfernt. Die Borsten halten nur so gut, wie sie vom Leder festgehalten werden. ::)


Gruß Dirk


dann ist das bei reh und hirsch mit dem abbrechen ?!

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