Fudeko - Test und selber machen

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Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von shokunin » 16.07.2014, 06:51

Hallo mitsammen!

Gerade in Japan wird ja doch einiges an Kyudo-Pülverchen und Mittelchen angeboten, die es hier z.T. nicht gibt, ich dachte daher ich schau' mir mal ein paar dieser Produkte genauer an und schreib ein wenig dazu.
Ich fange hier mal mit Fudeko (筆粉) an...

Für die Nicht-Kyudoka, Fudeko ist ein Pulver, dass man auf den Bogengriff (und Hand) aufträgt.

Fudeko wird genommen um speckige oder schwiztige Griffe wieder "griffig" zu machen. Es hat eine trocknene Wirkung und es fühlt sich körnig an. Man hat das Gefühl, es erhöht die Reibung - sowohl bei trockenen Händen (winter) als auch bei feuchten.
Es ist also z.B. gut wenn man eine Torsionsspannung im Auszug aufbauen will ohne zu rutschen oder zu fest greifen zu müssen.

Ich habe neulich auch gelesen, dass manche Schützen in Japan z.B. Fudeko nehmen um Yugaeri zu begünstigen. Da wird z.B. auch Glycerin empfohlen um Yugaeri zu erleichtern. In der Heki-Schule ist das aber nicht wirklich ein Thema...

Da ist wohl wichtiger, dass man den Bogen besser führen kann, die Kraftübertragung besser ist und ja, ok,... Yugaeri vielleicht auch leichter stattfinden kann, weil mehr Torsion da ist und der Bogen eben z.B. nicht an der schwitzigen Hand pappen bleibt...

Es gibt verschiedene Arten von Fudeko und ich hab' mir hier mal den Spass gemacht sie zu testen und auch selbst her zu stellen.

Die gängigste Art hier ist Fudeko aus Reisspelzen.

Im Reisanbau in Asien fallen millionen Tonnen von Reisspelzen an, diese werden oft direkt vorort zur Energiegewinnung verheizt. Die dabei entstehende Reissspelzenasche ist das "klassische" graue Fudeko, das wir hier kennen. Neben Kyudo findet es z.B. auch Anwendung im Töpferhandwerk und in der Herstellung von Betonprodukten.
Theorethisch ist Reisspelzenasche zu 97%, glaube ich, Siliziumdioxid - also farblos, PH-neutral und sauber...
In der Praxis ist es leider oft nicht mehr als Ofendreck - verunreinigt mit verkohltem Reis, halbverbrannten Spelzen und anderen organischen Verbrennungsrückständen - und nicht zuletzt stark alkalischen Aschen. Meist entsteht bei der Verbrennung von Pflanzen auch etwas NaO, KO, CaO, usw.
Reispelzen-Fudeko ist günstig, ich persönlich habe aber immer ein Problem mit dem Zeug, nicht nur weil es bisweilen stark schmutzt, sondern primär weil es stark alkalisch ist und rissige Haut verursacht. Meine Haut ist arbeitsbedingt ohnehin schon recht hart, die Einwirkug von Laugen ist da sehr schlecht.

Selbst herstellen kann man Reisspelzen-Fudeko nur schlecht, es sei denn man hat Zugriff auf Reisspelzen - die werden z.B. beim Brauen verwendet oder als Füllung für Kissen... ich hab' aber hier keine Quelle...

Was man aber z.B. leicht selbst machen kann ist das "etwas bessere" (hellere) graue Fudeko aus Japan. Da wird nur die Asche gesiebt und mit Magnesia (Kletter- oder Turnerkreide) versetzt. Derart aufbereitetes Fudeko schmutzt weniger, ist aber dafür umso alkalscher.
...ist somit auch nicht so recht mein Fall.
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Fudeko gereinigt mit Magnesia....
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Kletter-Chalk
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Aussieben von grobem Dreck...
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in Wasser...
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verschmiert...
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Fudeko aus Japan und aus D
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graues und weisses Fudeko
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Fudeko-Auswahl... "Ika-Ko", Tenkyu, "natürlich-weiss" von Sambu, weisses Fudeko, Reisspelzen-Fudeko mit Magnesia, Reis-Fudeko aus D
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Re: Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von shokunin » 16.07.2014, 07:05

Neben dem grauen Spelzenasche-Fudeko gibt es diverese weisse Sorten von Fudeko die nicht so schmutzen und auch weniger alkalisch sind.

Es gibt "natürliches weisse Fudeko" und "weisses Fudeko".
白筆粉 - weisses Fudeko
天然白筆粉 natürliches weisses Fudeko

Das weisse Fudeko ist ein flockiges reinweisses Pulver. Es ist PH-neutral, reagiert auch weder mit Säuren noch Laugen und lässt sich zu einer glasartigen Masse zusammenschmelzen. Unter dem Mikroskop sieht es aus wie pulverisierter Schaum - feinporig-kristallin und glasig-glänzend.

Es fühlt sich recht griffig an und wirkt absorbierend auf Feuchte und Öle.
Es ist sauber und hautneutral, wenn auch nicht gerade günstig (ca €5 pro 20g Tüte),...
hat aber eher was "Technisches".

Ich habe das weisse Fudeko mit allen möglichen Silikaten von Perlite bis Bims, Cristobalit, Ziolith, Quarz, Silika-Gel, Fumed Silica,... verglichen. Ich hab PH gemessen, das Material unter dem Mikroskop verglichen, geschmolzen und die Schmelze verglichen, mit Säuren und Laugen reagieren lassen...

Fazit ist: weisses Fudeko besteht, denke ich, aus Perlite, einem glasartigen Vulkangestein. Das Material wird bei hohen Temperaturen mit Wasser erhitzt und zerstäubt. Dabei entsteht ein sehr poröses flockiges Pulver, das in der Industrie als Füllstoff oder Isolierung Verwendung findet.
Das weisse Fudeko ist hier zu Lande als "Vulkanasche Füllstoff" z.B. bei Kremer zu bekommen - €10/kg.

Als Sonderform gibt es das weisse Fudeko mit einer Lotion zusammen von TenKyu... TenKyu ist die Hausmarke von Heisei Kyugu. Unter der Markenbezeichnung werden etliche Produkte vermarktet - Sehnen, Nocken und eben auch das Griffpulver mit Lotion.
TenKyu Griffpulver ist, soweit ich ersehen kann, nur mit Talkum-Körperpuder versetzt - zumindest riecht es so und sieht so aus. Der Talkum-Anteil wirkt eher reibungsmindernd und hinterlässt auch Fingerabdrücke auf dunkler Kleidung. Die Lotion riecht und fühlt sich an wie irgendeine Reinigungslotion aus dem Drogeriemarkt - Make-Up-Entferner-Irgendwas... wird auch so vermarktet... Pflege-Kosmetik für den Bogengriff...
Wie genau man es verwendet ist mir noch etwas schleierhaft... laut Beschreibungen trägt man die Lotion auf, lässt sie antrocknen und pudert dann mit dem Pulver ein...
Ich hab' es auf der Hand probiert und zum Abreiben des Bogengriffes... ich kann nicht wirklich behaupten, dass es mehr ist als nur mehr kompliziert...
Und der Geruch ist eben der von billiger Kosmetik... da kann ich auch nicht sagen, dass er mir besonders zusagt. Wohl eher was für japanische Schulmädchen...

Preislich... 9g Puder von TenKyu kosten mit Lotion €7, das normale weisse Fudeko kostet €5 für 20g... und bei Kremer, wie gesagt, €10 pro Kilo... 9 Cent für 9 Gramm...

Mit einem Kilo kommt ein noch so grosser Verein wohl Jahre über die Runden... sind gefühlt ca 20 Liter vielleicht.
Sowohl preislich als auch in Sachen Sauberkeit unschlagbar - und absolut brauchbar als Griffpulver.
Und es scheint eines von nur sehr wenigen Silika-Produkten zu sein, das nicht als gesundheitsgefährlich eingestuft wird.
Es fehlt aber halt etwas die altertümliche Samurai-Romantik...

Die bekommt man dafür im "natürlichen weissen Fudeko"...
Dateianhänge
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Preise...
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Tenkyu Fudeko und Lotion
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Perlite-Fudeko - flockig, Ika-Ko - körnig
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Ika-Ko, TenKyu, Sambu-natural white, white Fudeko
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Weisses Fudeko
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Re: Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von shokunin » 16.07.2014, 07:16

Das "natürliche" Fudeko ist "Ika-Ko" (烏賊粉 ) Tintenfischpulver - hergestellt aus Sepiaschalen. Es enthält Kalk, ist also auch leicht alkalisch, ist aber schön griffig, nicht aggressiv auf der Haut und es hat etwas "Archaisches" verglichen mit dem "weissen Fudeko".
Ich verwende es sehr gerne, es ist aber eher teuer wenn man es in Jp kauft - daher mache ich meines selbst.

Gekauft aus Jp kostet es etwa €12 für 50g von Asahi - deren Pulver ist aber sehr gut finde ich.
Bei Sambu bekam ich neulich ganze 10g für €6 und das Zeug war stinkig, zu fein - bei umgerechnet €600 pro Kg eine totale Zumutung. "Natural white Fudeko" von Sambu ist nichts weiter als Sepien-Futterkalk aus dem Zoohandel. Wird hier bei eBay für €6 pro 250g gehandelt und taugt zudem nix. Für €600 / kg... 20x teurer als der Tintenfisch von dem es kam...

Selbst herstellen kann man das Ika-Ko leicht für etwa 20-30 Euro pro Kg.

Sepiaschalen gibt es in verschieden Grössen - und, wie oben angedeutet, auch schon fertig gemahlen.

Ganz grosse finden Verwendung als Gussformen im Goldschmidehandwerk, kleine als Futterkalk für Reptilien und Ziervögel.
Grosse kosten vielleicht €25/kg, kleine ca €10/kg.

Am einfachsten für selbst gemachtes Ika-Ko, und auch am ergiebigsten, sind die grossen...
man kann sie einfach auf der Küchenreibe oder im Mixer mahlen. Reibe ergibt eher flockiges Pulver, Mixer eher körninger.
Grob ge-mixertes Pulver lässt sich gut durch ein Küchensieb auf einheitliche Körnung reiben. Pulver soll sich ja etwas körnig anfühlen, braucht also nicht zu fein oder homogen sein.
Das ist auch das Problem mit dem fertig-gemahlenen Sepia Pulver... es ist zu fein und es stinkt. Man mahlt die gesamte Schale - mitsamt Geweberesten und harter Aussenschale. Damit sich Reptilien beim Fressen nicht an Stücken der harten Aussenschale verletzen wird sehr fein gemahlen.

Ich denke für Fudeko ist es besser man lässt das harte splitterige Zeug aussen, sowie stinkige Gewebereste, einfach weg...
Ich verwende jedenfalls die äussere Schale nicht mit.
Entweder schleife ich den schwammigen Kern auf dem Bandschleifer frei und reibe ihn dann auf der Mandoline, oder ich kratze ihn mit einem Hohlbeitel aus, jage ihn durch den Mixer und dann durch ein Küchensieb.

Je nach Lieferzustand und Grösse lohnt es sich auch die Schalen erst einmal gründlich aus zu kochen.
Die kleinen im Besonderen sind in meiner Erfahrung weniger gut gereinigt und muffeln ziemlich. Die ganz Großen kann man meist verwenden wie sie sind.
Im Goldschmiede-Bedarfshaus gibt es für ca €5 Schalen mit bis zu 35cm - das sind mitunter bis zu ca 200g. Die kann, man reiben wie sie sind und hat in 5 Minuten mindestens einen Jahresbedarf an Fudeko.
Die kleinen sind weniger ergiebig und etwas mehr Aufwand...
man erhält aber auch daraus ein sehr schönes, sauberes, körniges und völlig geruchloses Pulver.
Ich koche sie zuerst, kratze dann das Innere heraus, koche nochmals, trockne im Ofen und reibe sie dann...
Wirklich rentabel ist das aber wohl nur wenn man gleich ein paar Kg verarbeitet, dann hat man aber eben auch für ein paar Jährchen ausgesorgt.


Was man in Blogs usw so ließt von wegen brennen der Schalen und mahlen im Mörser usw... ist in meiner Erfahrung absolut nicht nötig oder auch zweckmässig. Brennen erzeugt bestenfalls alkalische Aschen, Einstampfen im Mörser ist mühsam und liefert Pulver mit zu hohem Feinpartikelanteil...
Man will das Zeug ja in der Hand zerreiben. Es soll also körnig sein und nicht schon Puder. Und nachdem man es eben in der Hand auf der Haut zerreiben kann, ist ein Mörser auch einfach nicht notwendig. Grob zerkleinerte Sepienschalen lassen sich wunderbar z.B. mit dem Löffel durch ein Sieb streichen. Da hat man in Minuten ein einheitlich-griffiges Pulver.
Dateianhänge
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getrocknet
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schwammiges Kernmaterial ausgekratzt
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kochen
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Kleine Sepiaschalen verarbeiten...
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Hobel
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Küchenreibe
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Selber Reiben...
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Futterkalk... fein und stinkig
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Sepiaschale - 10g bis 190g...
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Sepia-fudeko - selbst gemacht, Asahi, Futterkalk-eBay, Sambu
Zuletzt geändert von shokunin am 16.07.2014, 07:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von shokunin » 16.07.2014, 07:18

und ferig...
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gemahlen
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Re: Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von shokunin » 16.07.2014, 07:21

Wie schon gesagt, ich verwende das graue Fudeko gar nicht mehr - und das hier erhältliche zweimal nicht... Ofendreck ist die einzig passende Beschreibung - auch bei €3/50g

Ich habe für mich 2 Pülverchen entwickelt die mir taugen.

Ich mische das preislich unschlagbare Perlite-Fudeko mit Silika Gel, das macht das Ganze etwas griffiger und das Silika Gel absorbiert Schweiss, Öl usw extrem gut, trocknet aber nicht die Haut aus, weil es absolut PH-neutral ist.
Es ist sauber, griffig und immer noch sehr viel günstiger als alles was man im Handel bekommt. Das Ganze kommt so ca auf €12 pro Kg.
Silika Gel gibt es für Gas-Chromatographie fertig als Pulver. Körnung bei mir ist "silca gel 60" - von 0,063mm bis 0,2mm.

Das zweite Pulver ist Ika-Ko gemischt mit etwas vom selben Silika-Gel.
Silika erhöht die abtrocknende Wirkung und hält auch gleich das Pulver trocken und muffel-frei.
Preislich kommt man da vielleicht auf €20/kg - kommt drauf an wie viel Ika-Ko man aus jedem Kg Rohsepia erhält...

Ich habe im Rahmen meiner Recherchen einiges an Pülverchen und Komponenten angesammelt... vieles werde ich nicht mehr brauchen. Wenn von den Kyudo-Leuten hier jemand was zum Testen möchte... dann einfach PN an mich :)

Gruss,
Mark
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Re: Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von jetsam » 16.07.2014, 08:15

Shoku,
die japanischen Bogner und Schützen werden sich ihrerseits schon noch äußern und Gott weiß, daß ich vom Inhalt Deines Posts nicht auch nur annähernd betroffen bin, aber Du schilderst und illustrierst immer sehr anschaulich, was den Gegenstand dann doch ganz schön interessant werden läßt. Wieder was gelernt.
Arigato für den Beitrag, jetsam
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Wundervolle und schreckliche Dinge werden geschehen.
Sei ohne Furcht.

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Re: Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von Markus » 16.07.2014, 08:40

Moin Mark,

erstmal besten Dank und wir sind noch am testen!
Erster ! Eindruck:
- Petlite mit Füllstoff - geht gut, aber ist sehr fein und sehr (zu?) staubig.
- Ika-ko mit Füllstoff - geht ebenfalls gut, aber nicht ganz so griffig. Ist nicht ganz so staubig.
- Giriko - bin mir noch im Unklaren, ob es mir taugt. Scheint weniger griffig / "harzig" zu sein, aber das muss ich noch mehr testen. Kann auch am blanken Leder liegen.

Werde beim nächsten Training nochmals nachfragen und weiter testen (lassen).

Markus

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Re: Fudeko - Test und selber machen

Beitrag von shokunin » 16.07.2014, 14:45

Danke Markus für das Feedback :)

Wie gesagt, wenn hier mit-lesende Kyudoka Lust zu testen haben, stelle ich gern mal Pülverchen zur Verfügung.
Ich denke nicht, dass ich unbedingt schon das Non-Plus-Ultra an Fudeko/Girko gefunden habe, wäre gut da mal mehr Meiningen zu hören und evtl Variationen zu testen...

Ich hab' jetzt persönlich kein Problem mit Staub von meinem weissen Fudeko - aber ich verwende im normalen Gebrauch 99% das aus Sepia.
Man muss da aber evtl auch etwas auf die Menge achten denke ich...
Das Zeug ist relativ teuer (in Jp) und wird in Fläschchen geliefert (Asahi und TenKyu) die z.T. nicht viel grösser sind als das was man in der Bento-Box für Sojasosse hat ...oder Nagellackfläschchen usw.
Kleine Mengen und kleine enghalsige Fläschchen deuten schon etwas darauf hin, dass es für den eher sparsamen Gebrauch dedacht ist.
Ich hatte mein Testpulver in 1L Weithalsgefässe abgefüllt... evtl verleited das dazu es zu verwenden wie Turnerkreide... einseifen bis fast zu den Ellenbogen... ;D
Naja, also,... kann schon sein es staubt mehr als Reis-Fudeko - könnte evtl auch an der Menge liegen.

Ich find' das Perlite-Zeug eigentlich sehr sauber - und dem japanischen ziemlich identisch - kann aber schon sein es gibt bessere.
Ich habe leider auch nur einen Lieferanten für Perlite-Flocken. Es gibt da aber auch Variationen - gemahlenes expandiertes Perlite z.B. - meins hier ist geschmolzen und zerstäubt, glaube ich. Was genau die Japaner anbieten kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, nur dass es sehr ähnlich ist... evtl jagen die aber auch expandiertes Perlite durch die Schrotmühle wi man es offenbar mit Sepia macht.
Wäre, evtl 'nen Versuch wert - nur hab' ich keine Mühle die wirklich was taugt... :-\

Ich hab's schon mit diveresen Reiben, Mixer, Schrotmühle (die mit Handkurbel für Mohn usw), Kaffemühle, Sieb,... probiert, die Körnung ist aber irgendwo immer auch Geschmacksache - bzw was man halt zum reiben da hat... und Küchenmixer gefolgt von Löffel und Sieb geht halt sehr flott für grössere Mengen.
'ne gescheite Schrotmühle wäre aber sicher besser... ::)

Gruss,
Mark
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