Meine ersten Kyudo Pfeile

arrowfan
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Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von arrowfan » 10.11.2010, 18:14

Habe hier ja letztens den Bau von Holzpfeilen angeboten, und da ist es passiert.
Eine Kyudo Schütze hat mich angesprochen, ob ich ihm nicht ein paar Pfeile für
3-D Turniere bauen könnte.

Habe ja gesagt ,ohne zu wissen wie das ganze ausgeht.
- Ich wußte nicht das der Nockschlitz sehr klein ist !
- Ich wußte nicht das die Pfeile komplett anders befiedert werden !

Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben. ;D
Und hier das Ergebniss:
- Kyudo Pfeile aus Zeder, 11/32", Spine 55-60 #
- Gesamtlänge: 1050 mm
- 6" Indian Style befiedert
- Federhöhe: 12 mm ( ohne Kiel )
- Feldklebespitze 125 gr.

Und hier die Fotos.
Dateianhänge
IMGP3212.JPG

arrowfan
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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von arrowfan » 10.11.2010, 18:14

Und hier noch ein Bild
Dateianhänge
IMGP3213.JPG

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walta
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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von walta » 10.11.2010, 18:36

Hmm - wie werden denn solche Pfeile befiedert und wo zum Teufel hast du 1 meter lange Zedernholzschäfte her :-O

Und warum werden meine Nocken nicht so gleichmässig und warum - ach was - ich bau keine Pfeile mehr *grummel*

grüsse
walta
----------------
*grossaugenmach*

arrowfan
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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von arrowfan » 10.11.2010, 19:00

@ walta,

- Man nehme 12 Zederschäfte ( ausgewogen auf +- 10 gr ) und spleise einfach einen
ganzen und eine halben Schaft zusammen ( verklebt mit UHU-endfest 300 )
- Die Herren Kyudoka ;D befiedern die Schäfte mit der Leitfeder nach oben,
paralell zum Bogen.
- Der Nockschlitz ist 2 mm breit und 4 mm tief

Ich muß noch erwähnen, dass ich keine Ahnung habe von Kyudo.
Die Angaben habe ich alle vom neuen Besitzer.

Gruß Rolf

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von klaus1962 » 10.11.2010, 19:22

Bin schwer beeindruckt !

Die Nocks gefallen mir sehr gut.
Kannst Du noch was dazu schreiben. Die Fotos sind nämlich sehr winzig.
Was für Holz (oder Plastik) ? Wie machst Du den Spleiß ?

Gruß
Klaus

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von arrowfan » 10.11.2010, 19:35

@ klaus1962

Die Nocken sind wie immer aus Büffelhorn, gibts bei " highlandhorn "
als Rundmaterial.
Und anbei mal die Grundidee für ein Spleiswerkzeug, den damit läßt sich
der Schaft ganz leicht einsägen. Das ganze am besten aus Metall mache.

Gruß Rolf
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IMGP2524.JPG

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von acker » 10.11.2010, 20:49

Arbeit von Meisterhand !
So sauber und schön wie Du werde ich niemals Pfeile bauen können.

Gruß acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.

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Rackhir
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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von Rackhir » 11.11.2010, 08:00

Hallo Rolf,

also die Pfeile sind wirklich sehr schön.
Ich freue mich schon sehr darauf sie testen zu können.

Nochmal vielen Dank dafür, daß Du die Aufgabe übernommen hast.

Gruß

Uwe

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von klaus1962 » 11.11.2010, 08:14

@arrowfan
Erstmal danke für die Auskunft :)
arrowfan hat geschrieben:@ klaus1962
Und anbei mal die Grundidee für ein Spleiswerkzeug, den damit läßt sich
der Schaft ganz leicht einsägen. Das ganze am besten aus Metall mache.
Gruß Rolf

Aufgrund dieses Hinweises gehe ich davon aus, daß Du zur Zeit noch freihand sägst. ;)
... dann hab ich aber umso mehr Bewunderung, wie sauber die Nocks geworden sind.

Ich werd mir das mal für Massa-Nocks überlegen. ::)

Gruß
Klaus

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von newie » 11.11.2010, 09:00

Super gemacht!! :o :o
Würden Geweihspitzen als "Nockinlay" wohl auch gehen?-oder sind die ungeeignet? Denke da an Hirsch/Rehbock..
Gruss
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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von arrowfan » 11.11.2010, 09:20

@ klaus1962,

Nein, nein, das Teil ist schon fertig und ich säge nicht mit Hand.
Ich nehme immer die Laubsäge.
Ich wollte nur keine komplette Zeichnung reinstellen, weil das Prinzip so einfach ist.

@ newie,

Man kann auch Geweih nehmen, aber das richt däutlich übler als Büffelhorn beim schleifen.
Es fehlt dann aber etwas der Kontrast zum Holzschaft.

Gruß Rolf

RoLi
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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von RoLi » 11.11.2010, 12:48

Nicht ganz Kyudo-like, ich habe damit kein Problem, aber sehr schön gemacht.
Mich würde das Pfeilgewicht interessieren.
Ich schieße Pfeile mit 103 cm Länge. Da wiegt ein Bambuspfeil etwa 25 Gramm, ein Alupfeil etwa 30 Gramm.

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von the_Toaster (✝) » 11.11.2010, 13:46

Auf Grund der verwendeten Materialien tippe ich auf irgendwas zwischen 40 und 45 Gramm.
Wäre also was für einen Yumi jenseits der 30 kg Zugraft um gegen böse Samurai anzutreten... ;)
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.

Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von arrowfan » 11.11.2010, 18:16

@ RoLi

Habe die Stöckchen mal ausgewogen, liegen zwischen 39,8 - 41,0 g
Das wären dann 40,4 +- 0,6 g.
Ich hab mir diese Alupfeile für den Kyudo Sport einmal angesehen und
glaube, das ich gut eine Stunde länger Arbeit hatte und das bei den Preisen
von um die 115 € / 4 Stück . Find ich schon echt heftig.

Gruß Rolf

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Re: Meine ersten Kyudo Pfeile

Beitrag von the_Toaster (✝) » 11.11.2010, 19:50

Tja...

Elitäre Kreise machen elitäre Preise...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.

Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.

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