Bogenbau in der Literatur

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mbf
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Bogenbau in der Literatur

Beitrag von mbf »

Manchmal stößt man unversehens auf etwas, das völlig unerwartet kommt. Wer würde erwarten, dass in einem Roman, der eine utopische Gesellschaft beschreibt, auf einmal ein Absatz zum Bogenbau vorkommt und sogar Informationen über die Leistungsfähigkeit eines primitiven Bogens geliefert werden?
In der Nähe des Leuchtturms wuchsen Eschen und, für die Pfeilschäfte, ein ganzes Gehölz schöner, gerader Haselstauden. Er fällte eine junge Esche, sägte etwa zwei Meter von dem glatten Stamm ab, schälte ihn und schabte, wie der alte Mitsima es ihn gelehrt hatte, Schicht auf Schicht das weiße Holz, bis er einen Stab von seiner eigenen Höhe in den Händen hielt, steif in der dicken Mitte, biegsam und beweglich an den schlanken Enden.
...
Über einem schwelenden Feuer aus grünem Holz getrocknet und gehärtet, war der Bogen fertig geworden. Der Wilde arbeitete jetzt an den Pfeilen. Dreißig Haselstöcke waren geschnitzt und getrocknet, an der Spitze mit einem scharfen Nagel, am anderen Ende sorgfältig mit Kerben versehen. Eines Nachts hatte er sich in die Geflügelfarm in Amelinghausen geschlichen und besaß nun Federn genug, um eine ganze Waffenkammer auszustatten.
...
Er schoß einen Pfeil nach dem zudriglichsten [Anm.: Hubschrauber]. Das Geschoß durchbohrte den dünnen Aluminiumboden der Kabine...

Zitiert aus: Aldous Huxley, Schöne Neue Welt, in der Übersetzung von Herberth E. Herlitschka, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt, 1981
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
Warum nicht - er hat ja Zeit!
-- Modifiziert nach einer Vorlage von Heinz Erhardt
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