Bogenparcours vs Jägerschaft

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Felsenbirne
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Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Felsenbirne » 24.05.2018, 16:13

Moin Moin

wie einige vielleicht wissen, haben wir im Februar einen neuen Verein gegründet. Die Gemeinde ist uns sehr zugetan und will uns kostenlos ca. 3ha. Gemeindewald für unser Trainingsgelände zur Verfügung stellen.
Wie nicht anders zu erwarten hat unser Vorhaben die Jägerschaft auf den Plan gerufen, die natürlich sofort den Untergang des Abendlandes vorausgesagt hat.

Nächste Woche will der Bürgermeister ein klärendes Gespräch zwischen uns und der Jägerschaft vermitteln. Hat jemand von euch Tips oder Erfahrungswerte, welche Hindernisse und Argumente von den denen kommen könnten?
Gruss Matthias

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Squid
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Squid » 24.05.2018, 19:43

Bei dem Pack hast du üblicherweise keine Chance mit rationalen Argumenten. Die leben in ihren seltsamen Traditionen und haben ansonsten einen Tunnelblick.

M. E. bleibt nur eine klare verbindliche Zusage seitens der Gemeinde für euch und mit klarer Ansage an die Jägerschaft, den Ball flach zu halten. Sonst ekeln die euch in kurzer Zeit mit idiotischen Forderungen und nicht umsetzbaren Einschränkungen weg. War hier nicht anders, die sind schon in der Planungsphase, kaum dass die Stadt zugesagt hatte, dermaßen mit wirren Forderungen bedrängt und mit Klagen bedroht worden, dass sie umgehend die Segel gestrichen haben.

Nur eine Beispiel: Verlorene Pfeile. Da kommt dann das große Geheule, dass die armen Rehe die Teile essen und davon dann dramatisch krank werden. Klar, jedes Reh futtert besonders gerne Truthahnfedern, Fichtenholz und Eisen. Das machst du denen aber nicht klar, weil die das gar nicht hören WOLLEN.
Aber du kannst natürlich anbieten, dass definitiv keine Alus und Carbonis benutzt werden.

Dann werden sie mit den "Brut- und Setzzeiten" kommen. Wo sowieso niemend den Wald betreten dürfen sollte und Bogenschützen die alles tot trampelnde Pest sind.

U. s. w.....
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fatz
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von fatz » 24.05.2018, 19:57

So kann's definitiv aussehen. Bei uns ist der Jaeger nach allem was ich weiss eher von der friedlichen Sorte. Dafuer haben wir einen Nachbarn, der uns ned mag. Allerdings mag der wohl auch sonst niemand.
Haben ist besser als brauchen.

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Tom Tom
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Tom Tom » 24.05.2018, 19:58

Problem:

Der/Die Jäger werden die Fläche gepachtet haben.
Und die Fläche fällt mehr oder weniger weg weil des Wild vergrämt wird. So Pachten sind nicht ganz billig...

Am besten alle an ein Tisch setzen und in Ruhe miteinander reden. Die Gemeinde hätte das bereits besser im Vorfeld gemacht.

LgTom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit

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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von apaloosa » 24.05.2018, 19:59

Matthias,
vor allen Dingen RUHIG und SACHLICH bleiben. Das bedeutet vor deinen Antworten tief Luft holen und bis 3 zählen! Du nimmst ihnen damit den Wind aus den Segeln.
Keine Versprechen die Du nicht halten kannst (z.B. keine Carbonis).
Integriere sie in das Bogenschießen durch Vorführung und Mitmachen lassen.
Zur Eröffnung mit einladen.
Frag mal bei den Kollegen in Collenberg nach, die haben eventuell einige Ideen. Da gibt es manchmal auch Diskussionen mit dem Jäger und alles konnte gütlich geklärt werden.

Viel Erfolg, halte Dir die Daumen.

BG
Harald

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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Felsenbirne » 24.05.2018, 22:18

@Harald

Ruhe ist sicher notwendig. Habe mit Collenberg telefoniert, netter Kontakt mit guten Tips!!! ;)
Ich werde berichten wie es ausgeht
Gruss Matthias

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Hetzer
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Hetzer » 25.05.2018, 00:40

'N Tip: Bevor irgendwas ausdiskutiert/-disputiert wird und darüber womöglich unüberwindbare Abgründe entstehen -- ladet die ganze Zunft vorweg zum praktischen Feldversuch ein und laßt se vor allem schießen!... also mit den Bögen natürlich. Dann zeigt ihr denen mal, wie sauber man mit einem Bogen auf Distanzen um die 35m und darüber so trifft.

Das macht meistens mächtig Eindruck und anschließend sind se dann eher stille und der Ansicht, daß eine intensivere und regelmäßigere Nutzung des eigenen Schießstandes durchaus angebracht wäre... ;)
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von eddytwobows » 25.05.2018, 03:53

Schlage da eine taktisch-diplomatische (nicht ganz ernst gemeinte... ;) :D ) Lösung vor...:

Finde die zwei, drei oder mehr aus der Jägerschaft heraus, die Pro und bei klarem Verstand sind...

Beraume mit der Gemeinde und der Jägerschaft einen Gesprächstermin mit anschließender
VERBINDLICHER Entscheidungsfindung an...

Lade die gesamte Jägerschaft kurzfristig, einen Abend vor o.g. Gesprächstermin,
zu einem unverbindlichen Umtrunk ein...

Achte aber darauf (soll heißen : arrangiere !), daß die zwei, drei oder mehr o.g. Pro- Personen
aus irgendwelchen Gründen an dem Abend unabkömmlich sind...

Miete Dir eine entsprechende Handvoll Hardcore-Berufstrinker und laße den Rest der Jägerschaft
von diesen Miettrinkern beim o.g. Umtrunk gnadenlos und allerübelstheftig unter Tisch saufen,
so daß diese def. NICHT an o.g. Gesprächstermin mit Entscheidungsfindung teilnehmen können...
Oder zumindestens nur mit minimalstem Interesse an irgendetwas, außer dem Ende des Termins... ;) :D :D :D

Resultat :
Verbindliche Entscheidung wird Hauptsächlich mit Zustimmung der anwesenden Pro-Jägerschaft
zu Eurem Gunsten gefällt, soll heißen : Problem gelöst... ;) :D :D

Soll eine seit Urzeiten (mindestens Römisches Reich ;) ) erfolgreich angewendete Vorgehensweise sein... ;) :D :D :D

LG
etb
Das Volumen einer Minute ist gleich Universal ist gleich die liegende Acht. A. Be.
Die Perversitaet des Universums strebt einem Maximum zu.
Alles was schiefgehen kann wird auch zwangslaeufig schiefgehen. Larry Niven

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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Squid » 25.05.2018, 07:52

Wenn er die hardcore Berufstrinker einlädt, dann hat er ja die Jägerschaft schon an seinem Tisch. Gegen wen sollen die denn dann antreten? Gegen sich selbst? ;D ;)
Zuletzt geändert von Squid am 25.05.2018, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Firestormmd » 25.05.2018, 13:14

Ja, mit solchen Vorurteilen wird es bistimmt ganz konstruktiv werden.

Grüße, Marc
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Klink » 25.05.2018, 15:01

Firestormmd hat geschrieben:Ja, mit solchen Vorurteilen wird es bistimmt ganz konstruktiv werden.

Grüße, Marc



Und hier vermisse ich wieder den "gefällt mir" Knopp...
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Tom Tom » 25.05.2018, 15:22

Dito
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Felsenbirne » 28.05.2018, 08:46

Momentan stehen die Zeichen recht gut. Die Jäger sind bei uns momentan recht kleinlaut. Sind mal wieder erwischt worden:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Jaeger-soll-Greifvoegel-vergiftet-haben,greifvogel118.html

Schlechte Presse will natürlich keiner haben. Ich hoffe wir können uns gütlich einigen. Wir wollen denen ja nichts wegnehmen
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Felsenbirne » 20.08.2018, 14:36

Wir haben, nachdem die Jäger nicht mit sich haben reden lassen und mit juristischer Auseinandersetzung gedroht haben,
ein anderes Grundstück bekommen. Ende gut alles gut. Auf unserem jetzigen Grundstück haben die Jäger kein Betretungsrecht,
somit müssen wir auch keine Widerstände fürchten. Dummerweise haben sie sich nun alle Sympathien verscherzt, da sie Wege mit Baumstämmen blockiert haben um ums das Betreten des Waldes zu erschweren. Die Feuerwehr fand das natürlich gar nicht witzig bei der jetztigen Waldbrandgefahr. Das solche Deppen frei mit Waffen durch die Gegend rennen dürfen macht einen wirklich nachdenklich.
Zuletzt geändert von Felsenbirne am 20.08.2018, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bogenparcours vs Jägerschaft

Beitrag von Squid » 20.08.2018, 15:09

Ja, so sind sie. Und mir werden Vorurteile unterstellt...
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