Ich würde gerne so eine Nocke bauen...
Das Bild ist von einem Kompositbogen.. aber mit angesetzten Enden ließe sich das ja auch an einen Bogen ohne Horn und Sehne ansetzen...
Aber irgendwie fehlt mir der richtige Ansatz für den Aufbau damit sie nicht abreißt..
Ich wäre Euch für Ideen dankbar
Liebe Grüße
"Du hast den Verstand verloren, weißt Du das?" "Dafür hab ich ein Leben lang üben müssen"
(Peaceful Warrior, Film)
Benzi
So wie auf deinem Bild gezeigt würde ich den Siyah jedenfalls nicht machen. Holz mit entsprechender Biegung, gewachsen oder mit Hitze in Form gebracht, verwenden.
Du könntest den Teil aber auch schichtverleimen. Wenn du mit 3 Lagen arbeitest, die mittlere um Vielleicht 45 Grad versetzt zu den beiden äußeren. Das hätte auch noch den Vorteil, dass du die drei Lagen schon vor dem verleimen in Form schneiden könntest und die Nocke nach dem Verleimen schon fast fertig wäre.
Grüße Coal
Wer nur einen Hammer hat, für den schaut jedes Problem aus wie ein Nagel.
Ich sehe das nicht so sehr als Problem. Da reißt nix ab. Am Nockende liegt ja nicht sehr viel Scherkraft an (weswegen Pin-Nocken ja auch funktionieren). Mal es dir mal auf, die Kraft geht fast senkrecht in Richtung auf den Wurdarm.
Ich habe die ersten Bögen auch mit so vorstehenden (bis ca. 3cm) Nocken gebaut, was zu spaßigen Diskussionen auf Meisterschaften geführt hat, ob das nicht ein Recurve ist...
Ich würde entweder schichtweise aufbauen oder einen "Horn" aufkleben oder mit einem eingesetzten Dübel arbeiten (wie es Groszer u.ä. auch macht), evtl eine dünne Hornlage zur Verstärkung und vor Allem alles was nicht belastet wird aus leichtem Holz (>Balsaholz ) machen.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
Der kritische Bereich solcher Siyahs liegt weniger im angesetzten Stück selber (so lange es kein zu leicht spaltbares Holz ist), als vielmehr in der Verbindung zw Wurfarm und Siyah. Die muss entweder als V-Spleiß ausgeführt oder gewickelt werden.
Hallo,
Falls Du noch nicht gebaut hast:
Das Nockteil auf dem Bild sieht aus als wenn es aus schichtverleimten Holz besteht mit anscheinend mehr als 4-6 Schichten und die Schichten senkrecht zur Bauchebene stehen. Die nach oben herausragende gerundete Mittenschicht oben scheint recht schmal zu sein und bestünde sinnvollerweise auch aus mehreren Schichten. Wenn Du genau diese Form haben möchtest, wie ich es verstehe, würde ich diesen Nockbereich ebenfalls aus dichtem schichtverleimten Holz bauen. Vielleicht so, daß der nach oben herausragende Bereich mind. aus 3 Schichten od. mehr besteht. Und dann, wie Rabe auch schreibt, mit einem langen V-Spleiss in den WA einsetzen. Gut wären dann 1 – 2 Garnumwicklungen (ca. 10mm breit) um die Spleissstelle herum oder Du klebst bauchseitig eine dünne Lage eines härteren Holzes auf, beides um die Spleissstelle sicherer zu machen. Dies wie bei Kompositbögen. Das eingesetzte Teil sollte über die Ebene des WA-endes hinausragen und zur Bogenmitte hin bis auf die WA-Ebene herab dünner werden. Die Spleissform wäre dann von der Seite gesehen zugespitzt und von oben gesehen ebenfalls.
Aus Vollholz würde ich sowas in genau dieser Form nicht bauen, der oberste gerundete Bereich ist ja nur vielleicht 3-4mm dick, scheint mir.
Die anderen Möglichkeiten bei deutlich anderer Form wären einmal die wie sie schnabelkanne beschreibt (vielleicht mit stehenden Schichten) oder anders aus gedämftem gebogenen Vollholz (s. Coal) mit V-Spleiss (s. Rabe) eingespleisste Siyahs, alternativ dazu wären zurechtgesägte Siyahs mit stehenden Schichten (rel. zur Bauchebene) die man ebenfalls als V-Spleiss einsetzt. V-Spleisse absichern ist von Vorteil.
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