Indie12 hat geschrieben: ↑15.03.2022, 13:56
Hieronymus, hast du auf deiner Biegeform verleimt und getempert? Oder die nur zum Vorbiehen des Osage benutzt?
Sowohl als auch... die Latten werden mit der HP in die Form hineingebogen, danach nutze ich die Form zum Verkleben.
Indie12 hat geschrieben: ↑15.03.2022, 13:56
Denkst du, die Form wäre auch mit D3 Propellerleim umsetzbar?
Ich habe keine Erfahrung mit Propellerleim und kann daher nicht viel dazu sagen. Aber ich würde wegen sehr hohen Kräften, die auf den Leim wirken , zum Epoxidharz greifen, da ich ihn durch tempern noch Leistungsfähiger machen kann.
Indie12 hat geschrieben: ↑15.03.2022, 13:56
Und zur Geraden der WA auf Standhöhe: ist das eine Vorgabe, die du dir selbst aus ästhetischen Gründen bei geau dieser Form machst? Du schreibst das so allgemeingültig für D/R- Designs... wenn es allgemeingültig ist, kann mir jemand die geometrischen/ bogenbautheoretischen Hintergründe erklären? Ich kann das noch nicht ganz nachvollziehen.
Das eine wurde ja schon gesagt... wie der Bogen auf Standhöhe aussieht, hat mit dem Deflex zu tun, je nachdem wie stark oder schwach er ausfällt. Ich habe ihn so gewählt, wie er für mich stimmig ist.
2. Ich möchte nicht, dass die Sehne auf Standhöhe auf meinem Bogenarm aufliegt. Da müsste ich den Bogenam unnötig breiter gestalten damit ich die Sehne sauber in eine Kerbe legen kann und der Bogen würde unnötig laut werden.
3. Für mich ist es wichtig, dass der komplette Wurfarm arbeitet und nicht nur ein kleiner Teil. Das heißt er soll sich vom Reflex sauber in eine gerade abrollen. Ob das nun auf Standhöhe passiert oder etwas früher oder später ist egal. Denn wenn du diesen Zustand des sauberen abrollens des Wurfarms erreicht hast und es auf Standhöhe ist, dann kannst du ihn direkt aufspannen und vorsichtig weiter tillern , denn ab hier brauch es nicht mehr viel. Man muss sehr achtgeben bei den Reflexen Bereichen, denn da kommt er ziemlich spät bei tillern und man hat sehr schnell zu viel abgenommen.
4. bei zu viel Mittenbiegung in den Wurfarmen, verschenkt man Leistung und Zuggewicht.
5. Bei dieser Art im Schraubstock zu tillern, bekommt der Bogen viel weniger Set und man hat mehr Gefühl, wo man noch was weg nehmen soll. Denn bei einem Bodentiller siehst du bei diesem Bogentyp nicht viel und für den Tillestock ist es noch zu früh.
Aber jeder darf es machen wie er will...
Noodles hat geschrieben: ↑15.03.2022, 18:55
Welchen Kleber hast du genommen und wie lange musste alles trocknen?
Ich habe Epoxidharz genommen und er sollte wenn es möglich ist, in einer Temperbox für 3-4 h aushärten. Das hängt aber auch von deinem Kleber ab, den du verwendest. Da solltest du dich an Datenblatt halten. Wenn du keine Temperbox hast sollte er nicht unter 20°C für 24h aushärten.... am besten in der Form. Wichtig ist einen gutes Bambusbacking zu verwenden, der diese Belastungen auch standhält. Am Besten mit sehr großem und gleichmäßigen Nodienabständen.
Gruß Markus
«Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.»
Salvador Dalí