Anfaengerfragen zu Holzbackings

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fatz
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Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von fatz » 10.01.2018, 21:44

Ich hab zwar grad die SuFu maltretiert, aber nicht wirklich alle meine Fragen beantworten koennen.

Aber erstmal ganz von vorn. Ich hab vor einer Weile einen Trilam-Rohling (Hickory/Bambus/Osage) aus Ungarn gekauft und jetzt endlich mal einen Boegen daraus gebaut, der mir heut beim Einschiessen zum ersten Pacourgang im Vollauszug ueber den Ruecken gebrochen ist. Ich bin mir nicht sicher, was wirklich die Ursache war, aber das will ich hier in diesem Faden auch gar nicht diskutieren. Jedenfalls ging das Ding bis zum Bruch ab wie die Wutz (OK, OK bei 86# @ 34" muss er auch ;D ) und ich moechte was in der Art nochmal bauen. Allerdings selber laminieren, wahrscheinlich 2-lagig (ausser da spricht was dagegen) und sicher mit Backing mit durchgehenden Fasern. Angepeiltes Zuggewicht auch wieder in der Groessenordnung. Bauchseitig haett ich grad Eibe, Osage, Hartriegel, Ulme und was weiss ich noch zur Auswahl. Ich denk da sollt was dabei sein.
Nur was das Backing angeht steh ich ziemlich auf dem Schlauch. Was nehmen? Selber hobeln oder kaufen? Wo kaufen? Hat jemand in der Zuggewichtsklasse Erfahrung und kann mir ein Paar Tipps geben? Was taugt Hasel als Backing? Im Moment wuerd ich glatt mal den in Ackers Bambusbacking-Thread erwaehnten Leipziger Bambushoekerer eine Change geben. Wie dick sollte so ein Rohr sein? Reichen 10cm? Oder doch ganz was anderes?

???
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von locksley » 10.01.2018, 21:50

Ich würde sagen bei der Auswahl an Hölzern ganz klassisch Osage/Bambus oder wenn der Bogen leichter werden soll, also nicht vom Zuggewicht, dann Eibe/Bambus.

Beide Hölzer sollten dem Druck des Bambus gewachsen sein.

Frag doch mal bei Dirk aka Heidjer an ob er Bambusstreifen als Backing da hat. Der hat da meist gute Ware vorrätig, ich hab leider den letzen Streifen den ich noch hatte für Kinderspielzeug verwurstet.
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von schnabelkanne » 10.01.2018, 22:54

Servus, am Rücken Bambus, ev. getempert und am Bauch Osage oder Eibe mit Eulenkleber verbunden.
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von Zoffti » 10.01.2018, 23:02

fatz hat geschrieben: Was taugt Hasel als Backing?
???

Überhaupt gar nichts! (Hab grad in nem anderen Faden erwähnt, dass ich Hasel mal als backing auf Ipe gepappt hab... ogottogott!!!
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von Tom Tom » 10.01.2018, 23:22

@fatz

Hohl dir 7-8mm hickory beim ballwag und hau Osage oder Eibe drunter. Oder Bau n Selfbow

Heb die BruchStücke auf muss ich mal anschauen

Lg Tom Tom
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von fatz » 11.01.2018, 12:18

Hm! Vorerst 2:1 fuer Bambus. Schon mal danke fuer eure Antworten. Noch andere Meinungen?

Zwei 4x4cm Hickory-Kanteln haett ich sogar auch noch rumliegen. Ich glaub, da muss ich mir den Faserverlauf mal ganz genau ansehen. Vielleicht kann ich da ja einen Jahrring rauskratzen.

Keine Angst, Tom, die Truemmer schmeiss ich vorerst noch ned weg.

Lena: was ist genau mit dem Hasel schiefgegangen? Ruecken ab?
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von SchmidBogen » 11.01.2018, 12:50

schönes ungetempertes (!) Bambus Backing mit langen Nodienabständen als Backing und darunter IPE, Eisenholz, Eibe oder Osage, was du halt magst.
Sollte es ein Trilam werden, dann Esche oder Hasel als leichtes Kernmaterial. So kannst du Material einsparen und dennoch aufs gewünschte Zuggewicht kommen mit super Wurfeigenschaften.

Ich persönlich halte von Hickory Backing absolut gar nichts. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil man da noch immer offene Fasern hat am Rücken. Gerade bei so Hochpfünder würde ich nur auf Sicher bauen und da gibt es nichts besseres als Bambusbacking.

Bei einem Hickory-Stave kann man einen Rücken freilegen. Bei Kantelwaren ist es praktisch unmöglich einen brauchbaren Rücken freizulegen.
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von schnabelkanne » 11.01.2018, 13:22

Servus,
also ich bin von Hickory als Facing begeistert. Am Rücken Bambus und darunter Hickory da kannst dann auch die 4x4 Stücke verwenden, da braucht es ja keinen durchgehenden Ring.
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von Zoffti » 11.01.2018, 14:52

fatz hat geschrieben: was ist genau mit dem Hasel schiefgegangen? Ruecken ab?


War vielleicht ein individuelles Problem bei dem Stave im Sinne von Super-Knitter-Hasel. Der blieb an der Ipe zwar pappen, bekam aber irgendwie inwendige Brüche/Risse - was auch immer - war schlichtweg nicht mal ein Stück weit zu tillern, weil immerzu irgendwo das Holz plötzlich nachgab.... (Dachte sogar n Moment lang ich hätte aus versehen Linde statt Haselholz erwischt ) :D
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Re: Anfaengerfragen zu Holzbackings

Beitrag von Ravenheart » 11.01.2018, 17:35

Geeignete Rückenhölzer sind neben den bereits genannten auch Ulme und Esche als eher gut verfügbare.
An eher seltenen würde ich auch z.B. noch Holunder und Elsbeere vertrauen....

Meine erste Wahl (und auch schon ein Klassiker) ist und bleibt aber Hickory, wobei ich allerdings liegende Ringe suchen würde...

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