Osage Orange number two :)

Themen zum Bogenbau
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fatz
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von fatz » 17.10.2017, 19:49

Ich seh da zwei Knicke:
Einen links 15cm vom Tip weg, da wo er sowieso einen leichten Knick hat. Danach isser einwaerts noch zu steif.
Rechts direkt nach dem Fadeout. Von da auswaerts isser auch noch auf 20-30cm etwas steif.

Ob das mit den angeschnittenen Ringen eine gute Idee ist, wage ich zu bezeifeln. :-\
Die Form der Tips mag mir so gar nicht gefallen. Die sehen iwie nur halbfertig aus. Die kann man holzseitig noch 45 Grad anschraegen.
Haben ist besser als brauchen.

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ParaCELLsus
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von ParaCELLsus » 17.10.2017, 19:51

@fatz:

Das mit den Tipps hatte ich noch vor...denke mal die Tage geh ich noch mal rann.....
Danke
André Kahmen | Mediengestalter f. Digital- und Printmedien und Hobby-Bogenbauer

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killerkarpfen
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von killerkarpfen » 17.10.2017, 20:18

Ey Guter
Hast Du eine aufopfernde Passion als Betatester der Bogenbauer angenommen.
Der untere Wurfarm sieht ja echt heiss aus! Gut so etwas habe ich auch schon mal gemacht, aber an einer Eibe deren Holz ich kannte.
Bin interessiert wie es funktioniert.

Am Bogen selbst hast Du noch nichts gemacht? Oder sind es noch zum Teil die alten Bilder.
Ich würde die Verzierungen erst am fertigen und funktionierenden Bogen anbringen. Wie gesagt die Nocken und Sehnenkerben haben es nötig!
Eppur si muove

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ParaCELLsus
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von ParaCELLsus » 17.10.2017, 20:28

@killerkarpfen:

Jo werde mich morgen oder so an die Parts dranmachen...
Ja das stimmt schon mit den Verzierungen aber werde an den Teilen nix mehr ändern (Fadeouts)

Danke und schönen Abend noch...
André Kahmen | Mediengestalter f. Digital- und Printmedien und Hobby-Bogenbauer

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Grombard
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Grombard » 17.10.2017, 20:37

Aber jetz ma ehrlich.
Der Rücken.
Hast du den jetzt so zerhäkselt, weil der Stave sonst schief gewesen wäre?
Oder wolltest du mal ausprobieren was Osage so aushält?
Oder hast du dir keinen Kopp drum gemacht und einfach ausm Bauch raus abgezogen?

Bei einem für teuer Geld gekauftem Stave würde ich nicht solche Experimente machen.
irgendwas is ja immer

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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von killerkarpfen » 17.10.2017, 20:38

ParaCELLsus hat geschrieben:2.
Ja leider hat der Bogen an einem Ende gerade Jahresringe und am anderen Ende schräge...Künstlerpech oder etwas
Drehwuchs....man weiß es nicht....


Euer André


Da, sorry, bewundere ich Dein Selbstvertrauen Allgemeinwissen einfach auszublenden.
Eventuell solltest Du über einen Bruchschutz nachdenken. Es gibt da grad einen entsprechenden Threat.
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Idariod » 18.10.2017, 15:05

Ja immerhin zeigt der gute Mann eine Menge mehr Bögen als ich z.B. - Anerkennung für deinen ungebrochenen Schaffenswillen!

...

Ja, ich glaub das ist alles was ich an dieser Stelle zu diesem Bogen sagen möchte.

LG
Idariod
Teile dein Wissen und gib nicht vor zu wissen was du nicht weißt - ein guter Ratschlag von einem tüchtigen Tischler. Das steht hier um mich daran immer zu erinnern, und für alle denen der Schuh passt.

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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Neumi » 18.10.2017, 18:13

Tach, nur mal so zum xten Mal erwähnt: wenn sich ein Holz gut biegen lässt, dann ist das osage. Drehwuchs zu korrigieren iss bei osage eine extrem einfache Sache, genauso wie einen Jahrring am Rücken sauber freizulegen. Lesen hilft ganz eindeutig und wenn man nicht lesen will, hilft vielleicht ein Bogenbruch dabei, dass man umdenkt und anfängt nachzulesen.
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Blacksmith77K » 20.10.2017, 20:27

Oder man bleibt resistent gegen sachdienliche Hinweise und tritt weiterhin auf der Stelle. Selbst wenn ich mich hinreißen lassen würde auszusagen, dass der Tiller 'okay' erscheint würde das Gesamtbild des Bogens diese Aussage wieder revidieren. Ist ja nicht das erste Projekt, das einiges an Kritik erntet. Interessanterweise auch immer die gleiche Kritik. Ändert sich irgendwie nix... ???

Nichtsdestotrotz: Tiller scheint mir okay, das Finish des Bogens ist verbesserungswürdig, die Gestaltung sowie die Ausarbeitung der Wurfarmenden ist schlichtweg grottig. Hingehunzt, unsauber, unschön, bestenfalls annähernd zweckmäßig. :-\
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

76" Yew Warbow (ELB) 135#@32"
74" Yew Warbow (ELB) 105#@32"



...and several yew warbows...

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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Klink » 20.10.2017, 21:23

Is das jetzt eigentlich Osage, oder doch Robinie? :P
In China essen sie Hunde.

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Neumi
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Neumi » 20.10.2017, 22:27

Das ist osage - schau Dir die Stirnseite an Klink.
...hoffe er gefällt euch jetzt besser und ich freue mich schon über Kritik...

Tach, in meinem Fall erfüllt sich Deine Hoffnung leider nicht - gefällt mir nicht, aus folgenden Gründen (ich nenne jetzt nicht alle :P )
- der Griff: man sieht das doppelseitige Klebeband (ich gehe davon aus, dass das solches ist)

Griff01.jpg
Griff02.jpg

- das Nock-overlay: zum einen ist ein Stück Horn heraus gerissen, zum anderen, was viel wichtiger ist, ist die seitliche Kerbe gerade eingeschliffen. Die Form der Nocken ist klotzig, viel zu gross.
Nocke.jpg

- Der Rücken ::) : gnadenlos durchschnittene Jahresringe - das geht bei ringporigen Hölzern garnicht (vielleicht bei Ulme und Hickory, aber bei osage nope). Der Bogen ist nur noch nicht gebrochen, weil er so lang ist und nur bis 24" auf Deinem ersten Tillerbild gezogen wird.
- die Bogendimensionen: für 27" Auszug ist der Bogen für ein so schweres Holz viel zu lang.
- die Fadeouts: schau Dir das mal an - so sieht das schön aus (und nicht nur schön...)
http://fletchers-corner.de/download/file.php?id=99990&mode=view
- der Tiller: stösst meine Harmonie-Seele regelrecht ab. Schau Dir mal die Dickenunterschiede im WA-Verlauf an.
Lob? gibt es: die Griffwicklung gefällt mir, mit Ausnahme der oben genannten Klebebanddetails.
Grüsse - Neumi
Und noch was: Du fragst immer nach Hilfe, postest aber die unwichtigen Fotos (hier jetzt auf osage bezogen), Details der vielen Äste, des grossen Astes und des Faserverlaufs wären viel wichtiger als der Rest, um Hilfestellung geben zu können, denn da liegt der Hund begraben ;)
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Rotzeklotz » 20.10.2017, 22:59

Jetzt mal unabhängig von diesem Bogen: Du baust Bögen, wie es ein (im Bogenbau noch unerfahrener) Schreiner/Tischler tun würde: Du hast dein Bild vom Bogen im Kopf und legst ihn recht "ignorant" hinsichtlich des in vielerlei Hinsicht sehr individuellen Stave ins Holz. Bogenbau funktioniert aber genau andersrum: Der Stave diktiert, was geht und man sollte sich etwas Zeit nehmen, um herauszufinden, was der Stave "will". Ein wichtiges Stichwort ist hier auch der Faserverlauf. Ich hämmer jedem, dem ich etwas Bogenbauen beibringe, folgenden Satz in den Kopf: Der Faserverlauf ist heilig! Das kann man nicht oft genug wiederholen und ist meiner Meinung nach das Wichtigste, was es beim Bogenbauen zu wissen gibt.
Das du bisher so Bogenbauen konntest, wie du es getan hast, hängt auch damit zusammen, dass du bisher vor allem mit Manau und Hickory gearbeitet hast. Da geht das noch mit Einschränkungen. Ist auch legitim, hat aber meiner Meinung nach mit dem, was (Holz)Bogenbauen im Kern ausmacht, wenig zu tun.
Deshalb mein Tipp: Schnapp dir diese Saison jede Menge Hasel, Holunder und weiß der Geier und lerne die Faser zu lieben!

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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Klink » 21.10.2017, 08:46

@Neumi:
eben drum frag ich ja.
Wenn man sich die Stirnseite von ner Robinie anschaut?!
KLICK
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von Neumi » 21.10.2017, 10:45

Moin, ja Klink, ich versteh was Du meinst. Ich bin aber sicher, dass es sich hier um osage handelt (die Optik der durchtrennten Ringe auf dem letzten Foto iss typisch osage).
Grüsse - Neumi
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Re: Osage Orange number two :)

Beitrag von schnabelkanne » 21.10.2017, 13:46

Servus,
Du könntest ja auch was flottes kürzeres aus dem Bogen machen.
Dann fallen die Enden mit den Wellen weg.
Die Enden leicht flippen, geht bei Osage sehr gut, Rohhaut auf den Rücken und um 10 cm Kürzer auf jeder Seite.
Bin nämlich auch gerade bei so einem Projekt, Osage ist ja für kurze Bögen geeignet.
Lg Thomas
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