1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

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Wolfric
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1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Wolfric » 02.09.2017, 18:46

Das ist mein erster Recurve mit gebackten Hasel. Er sollte in Richtung 50 - 60 Pfund bei 28" gehen.

Ich komme aber nicht so recht mit dem rechten Wurfarm klar.... Da bekomme ich die Schwachstelle nicht richtig in den Griff ??? Da schiebt sich das rechte Teil des Griffes immer nach oben.
Könntet Ihr mir mal eine Markierung als Ansatzpunkt setzen?

Remark: die Hauswand ist in der Waage.
entspannt.jpg
Enspannt

1.jpg

2.jpg

3.jpg

4.jpg


Danke.
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Hieronymus
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Hieronymus » 02.09.2017, 19:02

Wie lang ist den der Bogen NtN und wie groß ist der Griffbereich?
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Wolfric » 02.09.2017, 19:07

Oh...
was ist NtN?

die Länge = 67" bzw. 65 Zoll direkt von Tip zu Tip gemessen
Der Griffbereich ist 7,5" + jeweils 2" Fadeouts

griff.jpg

griff2.jpg

griff3.jpg
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Grombard » 02.09.2017, 19:18

NtN = Nock to Nock.
Also von Sehenkerbe zu Sehnenkerbe.
irgendwas is ja immer

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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Wolfric » 02.09.2017, 19:20

ok, danke

dann sind das 64,5 Zoll
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Kemoauc » 02.09.2017, 20:29

Ganz simpel: dein linker WA ist (etwas zuviel) stärker.
Jedenfalls wäre das meine Interpretation.
Gruß,
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Kemoauc » 03.09.2017, 01:23

und rechts biegt er griffnah viel zu stark.... da ist eine garstige Schwachstelle...
gruß,
Kemoauc
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Wolfric » 03.09.2017, 13:14

Ja, genau diese Schwachstelle hat mich den Bogen gekostet :'( :'( :'( :'( :'( :'(
standhoehe.jpg
Ich hatte ihn schön auf Standhöhe


Und im Auszug bei ca. 24 Zoll hat sich dann die Schwachstelle durch einen Knackser bemerkbar gemacht.....
strauchriss.jpg
Dann wars hinüber <heul>

Ich denke durch das Backing ist er nicht ganz gebrochen.

Um wenigstens noch neue Erkenntnisse zu sammeln, habe ich die entsprechende Stelle ausgeschliffen und ein dünnes Apfellaminat darauf verleimt / verpresst.
laminat.jpg

Evtl. kann ich darau dann doch noch einen "Frauenbogen" machen ??? Dann hätte ich außer guter Erfahrung etwas brauchbares <seufz>
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Hieronymus » 03.09.2017, 18:57

Wolfric hat geschrieben:Ich denke durch das Backing ist er nicht ganz gebrochen


Ich denke durch das Backing hats dir den Bauch zerdrückt. Auf Hasel brauchst du kein Backing, der Rücken ist stark genug. Der Bauch ist die Schwachstelle bei Hasel. Natürlich kam die Schwachstelle noch dazu.

Wolfric hat geschrieben:Um wenigstens noch neue Erkenntnisse zu sammeln, habe ich die entsprechende Stelle ausgeschliffen und ein dünnes Apfellaminat darauf verleimt / verpresst


Kannst du gerne machen nur bringen wird es dir nichts. Der Bogen ist hinüber.... hol dir einen neuen und ohne Backing fängst du von vorne an. Hasel hast du in 2 Wochen trocken.
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von schnabelkanne » 03.09.2017, 20:34

Servus,
Hasel ist nicht sehr drucktolerant,da ist ein Backing nicht gut. Ein Trapping ist da zu empfehlen.
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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Ravenheart » 16.09.2017, 11:28

Ja, ich tippe auch das Backing war's...

Ein paar GRUNDSÄTZLICHE Überlegungen / Anregungen zu Recurves...:

1.
Ein ARBEITENDER Recurve (wie bei Laminat-Recurves üblich), bringt tatsächlich ein deutliches Leistungs-Plus. Ein STATISCHER Recurve, wie man ihn (in der Regel) bei Vollholz machen MUSS, bringt KAUM ETWAS! Der "Aufwickel-Effekt", den die Recurves ohne Zweifel haben, wird fast völlig wieder "aufgefressen" durch das Gewicht der dicken, steifen Recurvebereiche.
2.
DAFÜR verkürzen die notwendiger Weise steifen Endbereiche aber DEUTLICH den Biegebereich. Und der Preis, den man dafür zahlen muss, ist mehr Set, geringere Lebensdauer und im schlimmsten Fall eben - Totalschaden.

Daher: Baue Vollholz im Regelfall als LB.

3.
Wenn Du einen RC machen MUSST (z.B.: Weil ein Ende (oder beide) schon so gewachsen ist/sind, tillere den biegenden Bereich wie einen kurzen LB, lasse die Recurves bei der Betrachtung des Tillers also einfach außer Acht.
4.
Worauf man beim Tillern eines RC allerdings PEINLICH achten muss, ist, dass vom ANBEGINN des Auszugs an und in JEDER Tillerphase, die Enden immer GENAU in Flucht und Linie der Auszug-Ebene stehen! Sobald sie auch nur ein paar mm daraus seitlich abweichen, muss das SOFORT korrigiert werden.
5.
Und last not least:
"Flacher Bauch" ist richtig. "Flach" im Sinne des (Vollholz-)BOGENBAUS heißt aber IMMER: "Leicht gewölbt".
"Mathematisch" flach ist erstens VIEL schwerer zu bearbeiten und VIEL schadensanfälliger als eine leichte Wölbung.

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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von AlexM » 18.09.2017, 20:28

Ravenheart hat geschrieben:4.
Worauf man beim Tillern eines RC allerdings PEINLICH achten muss, ist, dass vom ANBEGINN des Auszugs an und in JEDER Tillerphase, die Enden immer GENAU in Flucht und Linie der Auszug-Ebene stehen! Sobald sie auch nur ein paar mm daraus seitlich abweichen, muss das SOFORT korrigiert werden.


Hallo Rabe, kannst du dass bitte genauer ausführen? Ich will diesen Faden nicht entern, aber würde mich über eine Antwort sehr freuen. Ich habe gerade eine Robinie im Bau, diese hat leichte Flipps bekommen, nachdem ich sie auf 24 Zoll OHNE Flipps getillert habe. Geflippt wurde auch nur die steifen handbreiten Enden. Danach hat der Rohling noch keine Bogensehe wiedergesehen, weil ich mit Dampf gebogen habe und ihm ein paar Wochen Ruhe geben wollte.

Beste Grüße!

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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Ravenheart » 02.10.2017, 15:32

In Kurzform:
Wenn Du den Bogen mit dem Rücken nach unten hinlegst oder einspannst, stehen die Recurves nach oben.
Richtest Du den Bogen so aus, dass der eine Recurve dabei GENAU senkrecht steht, soll auch der ANDERE genau senkrecht stehen.
Steht er relativ zum Ersten etwas schief, musst Du es korrigieren.

Weiteres siehe hier:
http://www.fletchers-corner.de/viewtopic.php?f=15&t=17014&p=285866#p286110


Rabe

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Re: 1. Recurve Versuch Tillerhilfe erwünscht

Beitrag von Mike W. » 03.10.2017, 16:50

das muß man bei nem laminatbogen auch sofort korrigieren!
wenn ein recurve zb. im schuß den wurfarm verdreht , da will ich lieber etwas weiter weg sein!

gruß mike
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