Bau eines Robinienschlangenbogens

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Benedikt
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Benedikt »

Also entweder wächst bei dir ganzschönes Wunderzeug oder du musst mal grenzwertiger bauen :P ;D
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fka
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von fka »

benzi hat geschrieben: 28.08.2025, 12:46 Ich teile Eure Befürchtungen bzgl. Falten am Bauch nicht... also ich meine bei Robinie...🤣
Ich verstehe den schlechten Ruf auch nicht ganz. Die drucktoleranz von robinie würde ich irgendwo bei Hartriegel einordnen. An den kleinen "pin knots" ist mir Hartriegel schon kollabiert, Robinie nicht.

Ist aber schwer zu beurteilen. Habe schon länger keinen Hartriegel gebaut und in letzter Zeit vermehrt Robinie. Kann auch an meinen besser werdenden tillerfähigkeiten liegen...
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Benedikt
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Benedikt »

Robinie ist druckfest, aber wenig drucktolerant. Hartriegel macht da mWn mehr Stauchung mit.

Habt ihr Standortdaten, wo das Holz herkam ( Wasserhaushalt, Bodentyp etc.)?

Ich denke, mit Standort variiert auch Zugfestigkeit. Wenn die niedriger ist, ist natürlich auch Knittergefahr geringer.
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benzi
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von benzi »

Wurden Robinien bei uns nicht vorallem zur Hang Befestigung gepflanzt? 🤔 ich meine damit, dass die Standorte tendenziell ähnlich sind, also sonnige Hanglage... bei mir allerdings an Hängen nahe der Talsohle, also vllt etwas feuchter...
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Benedikt
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Benedikt »

Weißt nich zufällig welches Grundgestein (Buntsandstein, Muschelkalk..) ihr habt? :D Nähe Talsohle sind meine auch her, aber hier im Südspessart ist so gut wie alles Braunerde aus Buntsandstein. Ganz untem im Tal wachsen Flatterulmen, Kirsche, Ahorn und so, da wird Löss zugespült worden sein, aber sonst siehts dürftig aus bei uns.
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Chirurg »

Die Robinie stammt aus Salzburg. Der Bodengrund besteht aus bis zu 70m dickem Seeton. Ich habe mit dem Schwesternstave jetzt ein wenig herum experimentiert. Dieser hat 1100 Gramm und ist auch grob herunter gearbeitet. Verliert noch 10g Wasser am Tag. Ich habe nur mit Heißluft einen starken Deflex und den 90 Grad Propeller sowie eine Seitverkippung im Griff easy heraus gebogen. Das ging einfacher als bei Osage. Dauerte pro Biegung 2-3 Minuten! Kein Öl! Nur Gewicht angehängt und gefönt bis zur gewünschten Korrektur. Vielleicht ist die Restfeuchte der Grund, warum es so einfach ging.
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benzi
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von benzi »

Bodenbeschaffenheit ist meine gaaanz große Schwachstelle..🙈..noch viel schlimmer als der tiller...das reimt sich...🤣
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Neumi »

Chirurg hat geschrieben: 29.08.2025, 16:51 Vielleicht ist die Restfeuchte der Grund, warum es so einfach ging.
Da würde ich drauf wetten.
Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
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Benedikt
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Benedikt »

Jap, feuchte Robinie kannste mit HLP biegen wie Knete. Trocken(10+-) geht auch, aber ich find nich so gut wie Osage.

Tonboden könnte (???) gut sein? Auf mich wirkt es so langsam, als wäre nährstoffreicher Boden der Hauptkorrelator zu Druckfestigkeit oder -toleranz, bzw. einem ausgewogenen Verhältnis von Zug:Drucktolerant/-festigkeit. Man hört ja regelmäßig entweder a) Robinie knittert (mMn häufiger) oder b) Das is quasi das deutsche Osage. (übertrieben gesagt)



Wir bräuchten mal mehr als 3 Förster hier…. ::)
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Benedikt
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Benedikt »

benzi hat geschrieben: 29.08.2025, 17:36 Bodenbeschaffenheit ist meine gaaanz große Schwachstelle..🙈..noch viel schlimmer als der tiller...das reimt sich...🤣
Ey Benzi, quasi jedes Bundesland hat öffentlich zugängliche Bodenkartierungen. :P Du schaffst das. Ich glaub fest an dich :)
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von schnabelkanne »

Benedikt hat geschrieben: 29.08.2025, 19:35
Tonboden könnte (???) gut sein? Auf mich wirkt es so langsam, als wäre nährstoffreicher Boden der Hauptkorrelator zu Druckfestigkeit oder -toleranz, bzw. einem ausgewogenen Verhältnis von Zug:Drucktolerant/-festigkeit.


Wir bräuchten mal mehr als 3 Förster hier…. ::)
Könnte zutreffen, meine Esche und Robinienbögen sind sehr knitterfreudig und die Boden Beschaffenheit hier im Waldviertel ist äußerst mager.
Felsbraunerdeboden, kalkfrei, wenig humos, aber gut wasserdurchlässig.
Eibe könnte dass mögen? Oder braucht die Kalk.
Osage und Zürgel habe ich vor ein paar Jahren gepflanzt, die sind aber noch zu klein.
Lg Thomas
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Andi. »

Moin,


nu mein erstes Posting bei euch.
Der Andi aus (ehemals) München.
Servus beinand.

Lese hier fleissig & mit Begeisterung mit und will mich dann doch
auch mal versuchen.
Dazu hab ich eisgekühlt einfach eine kleine Akazie umgesäbelt.
Die Enden mit Klarlack versiegelt,das etwa vor sechs Wochen.
Der Boden hier (mittellage) ist sehr lehmhaltig,das Klima wärmer
wie in DE.
Habe hier alles aufgesogen,was ich über Robinie fand,sozuagen
das Schwesternholz der Akazie ?
Über Akazie leider nichts gefunden,denke aber es gilt das Gleiche
wie bei Robinie ?

Überascht hat mich das Kernholzvolumen des Stämmchens.
Was ist bitte davon zu halten ?

Und wie verhält es sich mit den Astaugen ? gehen diese
erfahrungsgemäß tief oder eher nicht ?

Für mein Reingrätschen hier bitte ich um Nachsicht,fand aber
den bisherigen Verlauf einfach sehr passend.
Dateianhänge
CIMG2849.JPG
CIMG2846.JPG
CIMG2844.JPG
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Benedikt
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Benedikt »

Die Äste gehen tendenziell bis zum Mark und es würde mich sehr verwundern, wenn das ne echte Akazie und keine Robinie (Scheinakazie) ist ;) Kernholz is normal, Robinie hat meist so 3-4 Splintringe.
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Andi. »

Danke !

Und es ist bestimmt eine Akazie-Robinie wächst hier nicht
-etwa 1000km von DE Landen entfernt-Akazie dafür aber
zum saufuadern. ;D

Wird hier bevorzugt verheizt.
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Benedikt
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Re: Bau eines Robinienschlangenbogens

Beitrag von Benedikt »

Äh wo genau? Robinie findet man schon viel in Europa. In Südeuropa findet man noch Silber-Akazie, aber da sieht das Holz anders aus, das auf deinen Bildern wirkt schon sehr robinig. Sauberer Anschnitt könnte vlt. Klarheit schaffen.
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