Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

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kra
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von kra » 15.11.2020, 10:35

der Alemanne hat geschrieben:
14.11.2020, 18:29
Hahaha, die "Nudel" . . . klar, der Sweetspot sei so bei 40# Wenn man aber wie ich lang und dünn ist, ist da halt viel weniger "Drehmoment" wie zB bei einem Handwerker. Vielleicht wird's ja was mit meinem Trapeztraining 2020?!?

Natürlich mache ich weiter, und warum nicht mit 30# oder 35# wenn das das bessere Setup ist. Jedenfalls scheint der Einschluss nicht problematisch zu sein, das leite ich aus den Antworten ab. Die Nudel, der Schweifhobel und der Tillerstock warten nun im Schuppen auf schlechteres Wetter.

schönen Sonntag
Matthias
Hi Matthias, ich wollte deinen Bogen nicht schlechtreden - die "Nudel" bezog sich auf Fatzens Post zuvor.
Aber Ja, 25# ist für 190cm Bogen eher sparsam und du wirst keinen so flotten Pfeilflug bekommen wie mit 60# (mein aktuelles Wohlfühlgewicht), auch weil die Pfeile dafür überproportional schwer sind.
Zum Zuggewicht selber - es gibt nur ein, nur ein einziges passendes Zuggewicht - das was zu die passt und das du gerne und über ein Turnier hin ziehen willst. Wenn du mit 25# anfängst ist das völlig in Ordnung, deine Gesundheit wird es dir danken.

Alles andere ist nen Mix aus Hörensagen, Machogehabe, Angst, unverstandenem Angelesenen und Ähnliches. Und DEIN Zuggewicht wirst du wohl erst mit dem 3. oder 5. Bogen gefunden haben
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

der Alemanne
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von der Alemanne » 15.11.2020, 11:52

Hallo Kra, alles gut, in deinem Beitrag wird nichts schlecht geredet, sondern es wurde zum weitermachen ermutigt. Danke 😃. Ich möchte einfach ein Gefühl für das Holz bekommen ( schon der Geruch beim Spanen ist wundervoll...) dann stimmt auch bestimmt irgendwann die Performance - so wie bei den Jägern der Jungsteinzeit. Meine Parameter sollten auch eher als grober Anhaltspunkt verstanden werden nicht als absoluter Zielwert. Das Zuggewicht ist zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin graue Theorie, in ein paar Wochen wird man um eine Erfahrung reicher sein. Und für mich ist das das Ziel.
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von klausmann84 » 15.11.2020, 17:47

Hey! Ich hatte bei meinem Bogen, den ich dieses Jahr aus Esche gebaut habe ziemlich genau sowas im Rücken liegen, was auch immer es war. Zumindest sieht es genau so aus. Eher ne Delle im Ring in der dann noch Frühholz vom Ring da drüber liegt. Hab das vorsichtig raus gekratzt und ein wenig verschliffen und weiter nix getan. Der Bogen hat 63 Pfund erreicht und es ist bisher nicht der Hauch einer Schädigung dort zu sehen. Eher knittert mir der Bauch komplett zusammen, als dass er dort reißt, denke ich.

Esche soll man natürlich möglichst breit bauen, aber du hattest ja gesagt, dass es nicht anders ging. Vielleicht deshalb keine schlechte Idee, das Zuggewicht nicht zu hoch anzusetzen.

Btw: Immer wieder schön, was man mit nem Bierkasten anstellen und veranschaulichen kann. Ein Lehr-/Leermittel aller erster Güte, sollte in keinem Klassenraum fehlen.

Grüße, Klaus

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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von MrCanister123 » 17.11.2020, 12:13

Würde fast auch sagen dass das ein riesen Bögle für das niedrige Zuggewicht ist.
Was du halt machen könntest wäre vllt den Bogen auf beiden Seiten bissle kürzen (auf insg. ca 165-170 cm).
Dann müssen die WA bzw der Bogen nämlich weniger "Masse" bewegen und es geht so mehr "Power" vom Bogen in den Pfeil, statt in die MAsse des Bogens ;)
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von der Alemanne » 21.11.2020, 23:40

Puuuuh, diese Woche mal das Tillern angefangen - und wenn ich eines nicht bin, dann ist es geduldig, Bilder zeige ich besser erst mal keine. Hätte ich nicht für möglich gehalten dass ein paar mickrige Zehntel Millimeter über Erfolg oder Scheitern entscheiden können - Wahnsinn - und wie "endgültig" das ist, wenn plötzlich eine Stelle dünner geworden ist, als man eigentlich wollte. Und wie schnell man zuviel abgenommen hat. Respekt vor diesen vielen schönen Bögen, die hier gepostet wurden!!! Jedenfalls ist das Verhältnis aus Länge zu Zuggewicht des Bogens derzeit meine klenste Sorge ... Gutes Nächtle, Matthias 😃

... kürzen. -warum eigentlich nicht - 35" und 175cm könnte ich mir auch noch gut vorstellen ...
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von Kemoauc » 22.11.2020, 00:29

naja,wär gut, ;)
bei deiner Größe wärs natürlich gut,wenn der Griff mitbiegt,sonst kriegst du keinen vernünftigen Auszug. ;)
Grüßle,
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von schnabelkanne » 22.11.2020, 13:57

Servus, wenn du 30“ Auszug willst dann warte mit den Kürzen noch, Kürzen geht immer, verlängern nicht.
Und zeig ein paar Bilder vom Tillern.....
Lg Thomas
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - das Tillern hat begonnen

Beitrag von der Alemanne » 28.11.2020, 11:57

Hallo Thomas,

Tillerbilder sind dann also "das Salz in der Suppe" des Bogenbaus?? :) ok, wir sehen 3 Auszüge, Sehnenlänge auf 2/3 der Standhöhe, Auszug entsprechend; Die etwas steifen Enden sind durchaus gewollt; Ist das eigentlich normal, dass der Bogen (190!) nun schon 2,5cm Set hat? Bin eigentlich sehr sorgsam vorgegangen bis hierhin??
1.jpg
2.jpg
3.jpg
die Skizze zeigt eine Verdrehung des Griffbereichs - etwa 5° - wie ist so etwas einzuschätzen?? der Bogen dreht sich von Tip zur Mitte. . .
schnitt.jpg
Zuletzt geändert von der Alemanne am 28.11.2020, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von schnabelkanne » 28.11.2020, 14:56

Servus, Set ist bei Esche ganz normal das ist absolut im Rahmen.
Aber bitte nicht den Bogen am Tillerstock festklemmen sondern besorg dir eine Umlenkrolle für ein Auszugsbild und bitte immer ein Bild vom abgespannten Bogen am Tillerstock als Vergleich zeigen.
Mir scheint er von der WA-Mitte Richtung Enden noch zu wenig zu biegen, hab aber momentan nur ein Bild am Handy, warte noch auf andere Tillerbeurteilungen.
Den Griff form ich immer erst auf Standhöhe aus, dann kann ich noch korrieieren.
Wie sind den die Breite und Dicke im Griffbereich?
lg Thomas
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von schnabelkanne » 29.11.2020, 11:17

Servus, was mir noch auffällt die Kanten sehen noch sehr eckig aus die sollten leicht gerundet sein, so wie der Rand einer Kaffeetasse, wie ein Kollege sagte.
Hast du schon oben und unten entschieden?
Wie ist denn der Max.Sehnenabstand je WA (auf Standhöhe), der sollte beim oberen WA geringfügig größer sein.
Lg Thomas
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von MrCanister123 » 30.11.2020, 09:30

Würde auch sagen dass er sich an beiden WA im letzten Drittel zu wenig biegt bzw noch steif ist.
Mach in der Mitte von beiden WA mal nix mehr weg und arbeite lieber im Bereich der WA-Enden und im Bereich der FO noch ein bissle was weg.
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von der Alemanne » 30.11.2020, 10:04

Dank Euch für die Info!!! :) Umlenkrolle ist installiert - ist aber mit seinem verdrehten Griffbereich (siehe Bild oben) der an der Auflagefläche auch noch konvex noch sehr wackelig in der Aufnahme meines Tillerstocks. Werde nun im Bereich zwischen WA Mitte bis zu den Enden / Tips arbeiten. Was ist denn mit FO gemeint? Fadeout? Spricht man an den Enden auch von Fadeout´s? sinngemäß können die am Griff- der sich mitbiegen wird - ja eigentlich nicht gemeint sein?? Bitte um Verständnis, wenn es bis zum nächsten Status etwas dauern kann, das verd....e Homeoffice hat mir eine Blockade der Halswirbelsäule beschert mit allem was dazu gehört und ich muss alles (noch) etwas langsamer angehen.

Gruß
Matthias
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von schnabelkanne » 30.11.2020, 12:01

Servus, fadeous sind nach dem Griff, lass den Griffbereich noch etwas steifer.
Wichtig ist dass die Sehne im Griffbereich annähernd mittig verläuft oder etwas zur Pfeilauflage abweicht, den Griff kannst du ja noch etwas abrunden oder auch auspolstern.
Lg Thomas
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von Neumi » 01.12.2020, 07:46

der Alemanne hat geschrieben:
30.11.2020, 10:04
Was ist denn mit FO gemeint? Fadeout? Spricht man an den Enden auch von Fadeout´s? sinngemäß können die am Griff- der sich mitbiegen wird - ja eigentlich nicht gemeint sein??
Fadeouts = Übergangszone zwischen steifem Griff und Wurfarm - Du hast das vollkommen richtig erkannt, Dein Bogen hat keine Fadeouts.
Grüße - Neumi
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Re: Astähnlicher Einschluss in der Esche - bitte um Eure Meinung

Beitrag von MrCanister123 » 01.12.2020, 09:43

Stimmt absolut, da hab ich das Bild zu ungenau angeguckt.
Dann tu ich es umformulieren: Der Bereich wo bei einem Flachbogen die Fadeouts wären ;)
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