Gummiholz
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Steilpassfänger
Gummiholz
Gummihölzer
Hallo zusammen.
So wie es aussieht, gibt’s einige Hölzer die Dampfbegradigungen oder Recurves ziemlich kalt lassen und sich in Gummiholz verwandeln.
Wer hat den mit welchen Hölzern die Erfahrung gemacht, dass sie nach dem Dämpfen/Kochen nicht mehr hart wurden? Gleiches Problem bei trockener Hitze?
Laut vieler Aussagen eignen sich Ahorn und Hainbuche nicht zum Dämpfen.
Wie sieht es mit Ulme, Wacholder, Esche und Konsorten aus?
Die Zusatzbelastung für den Bogenbauch sei bei diesen Holzern mal dahingestellt, es geht rein um die Eigenschaft, dass dampfgebogene Stellen wie z.B Recurves ihre Form behalten.
Gruß
Matthias
Hallo zusammen.
So wie es aussieht, gibt’s einige Hölzer die Dampfbegradigungen oder Recurves ziemlich kalt lassen und sich in Gummiholz verwandeln.
Wer hat den mit welchen Hölzern die Erfahrung gemacht, dass sie nach dem Dämpfen/Kochen nicht mehr hart wurden? Gleiches Problem bei trockener Hitze?
Laut vieler Aussagen eignen sich Ahorn und Hainbuche nicht zum Dämpfen.
Wie sieht es mit Ulme, Wacholder, Esche und Konsorten aus?
Die Zusatzbelastung für den Bogenbauch sei bei diesen Holzern mal dahingestellt, es geht rein um die Eigenschaft, dass dampfgebogene Stellen wie z.B Recurves ihre Form behalten.
Gruß
Matthias
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Christopher
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Re: Gummiholz
aus eigender Erfahrung: Hasel, Robinie, Kirsche, Hollunder und Osage halten die Biegung von Recurves recht gut, Hasel nicht ganz so gut wie die anderen.
Ulme soll die Biegung nicht so gut halten, ebenso wie Esche und Eibe, Ahorn hat recht gut gehalten und ist nicht zu Gummihlz geworden, ganz im Gegensatz zu den hier oft vertretenen Meinungen(eigene Erfahrung)
Marone hat eine Begradigung(Verdrehung korrigiert) nicht so gut gehalten.
Gummiholz hab ich noch nie produziert, auch Erwärmen oder Dämpfen des WA hat noch nie der Elastität geschadet.
Ulme soll die Biegung nicht so gut halten, ebenso wie Esche und Eibe, Ahorn hat recht gut gehalten und ist nicht zu Gummihlz geworden, ganz im Gegensatz zu den hier oft vertretenen Meinungen(eigene Erfahrung)
Marone hat eine Begradigung(Verdrehung korrigiert) nicht so gut gehalten.
Gummiholz hab ich noch nie produziert, auch Erwärmen oder Dämpfen des WA hat noch nie der Elastität geschadet.
Du hast die Macht, missbrauche sie!!!
- acker
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Re: Gummiholz
Hallo,
Ich finde, -Hasel macht nach dem Dämpfen was es will und biegt sich, gerade bei Recurves in alle Richtungen.
Die Hasel lässt sich besser mit trockener Hitze bearbeiten.
Wildkirsche lässt sich hervoragend mit Dampf behandeln , da lässt sich auch schnell mal ein wenig Drehwuchs korigieren und ist formstabil.
Esche behält die Form nicht und braucht ne "Stütze" am Bauch
Gruss Marcus
Ich finde, -Hasel macht nach dem Dämpfen was es will und biegt sich, gerade bei Recurves in alle Richtungen.
Die Hasel lässt sich besser mit trockener Hitze bearbeiten.
Wildkirsche lässt sich hervoragend mit Dampf behandeln , da lässt sich auch schnell mal ein wenig Drehwuchs korigieren und ist formstabil.
Esche behält die Form nicht und braucht ne "Stütze" am Bauch
Gruss Marcus
Zuletzt geändert von acker am 08.05.2008, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gummiholz
Ich hatte "Gummiholz" bisher bei Esche und Ahorn, bei beiden aber auch erfolgreiche Biegeversuche.
Sehr gut biegen lassen sich Robine und Kirsche, Osage geht auch ganz gut..
Ulme auch, neigt aber dazu, unter Last nach und nach zurück zu kriechen.
Eibe liegt so dazwischen.
Rabe
Sehr gut biegen lassen sich Robine und Kirsche, Osage geht auch ganz gut..
Ulme auch, neigt aber dazu, unter Last nach und nach zurück zu kriechen.
Eibe liegt so dazwischen.
Rabe
- the_Toaster (✝)
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Re: Gummiholz
Apropos Gummiholz...
Kann man aus einem Gummibaum eigentlich auch Bögen bauen? ...

Kann man aus einem Gummibaum eigentlich auch Bögen bauen? ...
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
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Re: Gummiholz
Ganz interessanter Link zum Thema Gummiholz:
http://www.candidus-prugger.com/content ... &IdMen=153
Die machen Geld damit
Anglia
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Re: Gummiholz
Hallo,
Hab die tage ein wenig an einem neuen Ahornselfbow rumgebastelt...
Ein Wurfarm war ein wenig aus der Flucht und lies sich per Dampf prima richten.
Dann hab ich ihm noch recurves verpasst...bei einem gings, beim anderen wars Gummiholz da.
Bekommt man das wieder fest oder muß ne Verlustmeldung gemacht werden?
Gruß Marcus
Hab die tage ein wenig an einem neuen Ahornselfbow rumgebastelt...
Ein Wurfarm war ein wenig aus der Flucht und lies sich per Dampf prima richten.
Dann hab ich ihm noch recurves verpasst...bei einem gings, beim anderen wars Gummiholz da.
Bekommt man das wieder fest oder muß ne Verlustmeldung gemacht werden?
Gruß Marcus
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Re: Gummiholz
Ich kann mich erinnern, dass es da Techniken gibt...
Allerdings brauchts dafür viel Hitze, ein paar Bar Überdruck und ein spezielles Kunstharz, welches mit eben diesem Druck in das Holz hineingepresst wird...
Nee, also ehrlich...
So weit ich weiß wars das für den Bogen. Wenn Holz zu Gummi wird sind nämlich die Faserverbünde bis auf Zellebene ziemlich zerstört.
Spleiß im Griff einen neuen Arm an.
Allerdings brauchts dafür viel Hitze, ein paar Bar Überdruck und ein spezielles Kunstharz, welches mit eben diesem Druck in das Holz hineingepresst wird...
Nee, also ehrlich...
So weit ich weiß wars das für den Bogen. Wenn Holz zu Gummi wird sind nämlich die Faserverbünde bis auf Zellebene ziemlich zerstört.
Spleiß im Griff einen neuen Arm an.
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.
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Re: Gummiholz
Hm dachte ich mir schon...dumm gelaufen.
Gruss Acker
Gruss Acker
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Re: Gummiholz
Hm,
Wat solls..egal meine Quote liegt zwar nun bei etwa 1 zu 6 aber das Anmachholz für den nächsten Winter ist gesichert
Gelernt hab ich auch aus jedem Fehlschlag, ich denke mehr als bei einem Erfolgserlebnis.
Da liest sich die Quote dann anders rum...vom Erfahrungswert her gesehen...was dann ja wieder positiv zu verbuchen ist.
Gruß Acker
Wat solls..egal meine Quote liegt zwar nun bei etwa 1 zu 6 aber das Anmachholz für den nächsten Winter ist gesichert
Gelernt hab ich auch aus jedem Fehlschlag, ich denke mehr als bei einem Erfolgserlebnis.
Da liest sich die Quote dann anders rum...vom Erfahrungswert her gesehen...was dann ja wieder positiv zu verbuchen ist.
Gruß Acker
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Re: Gummiholz
Könnte die "Wiederherstellung" mit tempern und trockener Hitze evtl klappen?
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
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Re: Gummiholz
@kra : Ich werds ausprobieren---schaden kanns ja nicht.
Gruß Acker
Gruß Acker
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Re: Gummiholz
Da das auftreten von Gummiholz eine recht mysteriöse Geschichte zu sein scheint (ein WA klappt, der andere ist Gummi etc.), habe ich mir in letzter Zeit mal Gedanken gemacht.
Grundsätzlich gibt es aus meiner Sicht zwei Fehlerquellen, wenn man das Material mal als einigermaßen homogen voraussetzt, was in Ackers "Erlebnis" wohl der Fall war:
1. Variablen während des Dämpfens, die da wären
1.1 Temperatur des Dampfes
1.2 Menge des Dampfes
1.3 Dauer des Dämpfens
2. Variablen des Werkstückes (grundsätzliche Inhomogenität vernachlässigt, da wenn das die Ursache ist, 1. es keinen Lösungsansatz für das erfolgreiche Dämpfen ist und 2. im Vorhinein offenbar nicht abzusehen ist.
Damit bleibt nur:
2.1 Form des Werkstückes
2.2 Dicke des Werkstückes
Persönlich denke ich, dass das Phänomen Gummiholz etwas damit zu tun haben könnte, dass während des Biegens wie sonst auch eine Zug- und eine Druckseite vorhanden sind. Es könnte ja nun damit zu tun haben, dass entweder die gestauchten oder die gedehnten Holzfasern in ihrer Formänderung nicht so dauerhaft sind wie die anderen (interessant dazu ist mein Link weiter oben (Patentbiegeholz)).
Wenn nun zwei Werkstücke verschiedene Querschnitte i.e. unterschiedlich breite Zug- und Druckseiten hat, variiert damit in den Werkstücken auch das Verhältnis Stauchung-Zug der Holzfasern. (ist das Versändlich
)
Weniger kann ich mir vorstellen, dass zu hohe Temperaturen für Gummiholz verantwortlich sind, habe aber mal gelesen, dass der Dampf eine Minimaltemperatur von 93 Grad haben soll. dies könnte entweder bedeuten, dass das Holz bei geringeren Dampftemperaturen noch nicht elastisch genug ist zum Biegen, oder es KÖNNTE eine mögliche Ursache für Gummiholz sein.
Die andere große Variable ist denke ich die Dauer (die evtl. ähnliche Auswirkungen haben könnte wie die Dampfmenge).
Auch irgentwo mal aufgeschnappt: Ein Überdämpfen sollte unbedingt vermieden werden (werde mal sehen, ob ich die Quellen noch finde).
Ich weiss, dass das alles noch ziemlich vage ist, aber vielleicht hat ja der Ein oder Andere noch Ideen, Beobachtungen oder Einsichten beizusteuern.
Vielleicht kriegen wir das Gummiholz ja "entmystifiziert"
Anglia
P.S. Ein ganz interessanter Link zum Biegen von Holz im Allgemeinen: http://www.infor.cl/curvadomadera/docum ... enheim.pdf
Grundsätzlich gibt es aus meiner Sicht zwei Fehlerquellen, wenn man das Material mal als einigermaßen homogen voraussetzt, was in Ackers "Erlebnis" wohl der Fall war:
1. Variablen während des Dämpfens, die da wären
1.1 Temperatur des Dampfes
1.2 Menge des Dampfes
1.3 Dauer des Dämpfens
2. Variablen des Werkstückes (grundsätzliche Inhomogenität vernachlässigt, da wenn das die Ursache ist, 1. es keinen Lösungsansatz für das erfolgreiche Dämpfen ist und 2. im Vorhinein offenbar nicht abzusehen ist.
Damit bleibt nur:
2.1 Form des Werkstückes
2.2 Dicke des Werkstückes
Persönlich denke ich, dass das Phänomen Gummiholz etwas damit zu tun haben könnte, dass während des Biegens wie sonst auch eine Zug- und eine Druckseite vorhanden sind. Es könnte ja nun damit zu tun haben, dass entweder die gestauchten oder die gedehnten Holzfasern in ihrer Formänderung nicht so dauerhaft sind wie die anderen (interessant dazu ist mein Link weiter oben (Patentbiegeholz)).
Wenn nun zwei Werkstücke verschiedene Querschnitte i.e. unterschiedlich breite Zug- und Druckseiten hat, variiert damit in den Werkstücken auch das Verhältnis Stauchung-Zug der Holzfasern. (ist das Versändlich
Weniger kann ich mir vorstellen, dass zu hohe Temperaturen für Gummiholz verantwortlich sind, habe aber mal gelesen, dass der Dampf eine Minimaltemperatur von 93 Grad haben soll. dies könnte entweder bedeuten, dass das Holz bei geringeren Dampftemperaturen noch nicht elastisch genug ist zum Biegen, oder es KÖNNTE eine mögliche Ursache für Gummiholz sein.
Die andere große Variable ist denke ich die Dauer (die evtl. ähnliche Auswirkungen haben könnte wie die Dampfmenge).
Auch irgentwo mal aufgeschnappt: Ein Überdämpfen sollte unbedingt vermieden werden (werde mal sehen, ob ich die Quellen noch finde).
Ich weiss, dass das alles noch ziemlich vage ist, aber vielleicht hat ja der Ein oder Andere noch Ideen, Beobachtungen oder Einsichten beizusteuern.
Vielleicht kriegen wir das Gummiholz ja "entmystifiziert"
Anglia
P.S. Ein ganz interessanter Link zum Biegen von Holz im Allgemeinen: http://www.infor.cl/curvadomadera/docum ... enheim.pdf
Zuletzt geändert von Anglia am 30.05.2008, 09:54, insgesamt 1-mal geändert.