Pfeilbau ala Heidjer

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klaus1962
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von klaus1962 » 24.01.2014, 07:31

Das ist ja mal eine Top-Luxus-Ausführung einer Schleiflade bei der Du an alle Eventualitäten gedacht hast. 8)
Danke für's zeigen. :) :) :)
Falls ich mal Pfeile tapern werde, wäre das meine Vorlage.


Gruß
Klaus

PS: Du mußt uns nur verraten, wie Du das Schleifpapier befestigst. Vollflächig mit Kleber oder 2-seitigen Teppichbodenband oder ... ;)

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Chilly
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Chilly » 24.01.2014, 08:11

Das Teil kann was! Jedes Detail durchdacht! Alleine das höhenverstellbare Schleifpapierbrett ..
Da sind einige Anregungen für einen Eigenbau dabei! Danke!

Chilly
Dass etwas nicht geht, ist auch ein Ergebnis!
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Neumi
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Neumi » 24.01.2014, 10:40

Hallo Heidjer und vielen Dank nochmal für die Fotos und Beschreibungen - jetzt hab ich kapiert, wie die Schleiflade funktioniert.
Sehr schön.
Ach und btw. auch nochmal Danke an Felsenbirne für die Bauanleitung deiner Schleiflade.

Viele Grüsse - Neumi
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Heidjer
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Heidjer » 24.01.2014, 17:16

Das müßte so die vierte oder fünfte Schleiflade von mir sein, bei jeden Vorgänger habe ich mich über irgendwas geärgert und mir eine neue gebaut. ::) Diese entstand beim Bau von Warbowpfeilen für Blacky, mit dem Vorgänger ohne Absaugung konnte ich keinen 60cm langen Taper herstellen. Also mußte schnell ein Neubau her, bei einen kurzen Blick in mein Lager für Rum-Fort-Holz fiel mein Auge auf diese Regalbretter aus dem Sperrmüll, 25cm x 80cm genau das Material der Stunde, drei Stunden später konnte ich bis 76cm tapern. ;D

Ha,der Klaus wieder, findet die einzige Schwachstelle der Konstruktion. ;D

Ja, bisher klebe ich das Schleifpapier immer mit Sprühkleber fest, ist etwas nervig beim Wechsel des Bandes den Kleber mit der HLP zu lösen und das Brett mit Aceton zu reinigen vor dem Neuaufkleben. Aber damals mußte eine Lösung her die sofort verfügbar war und sich in Minuten realisieren lies. ::)

Ich überlege schon seit Okober, wie ich die Lösung vom Christian für meine Schleiflade adaptieren kann. ???


Gruß Dirk
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kra
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von kra » 24.01.2014, 18:07

Und wenn du das Schleifband auf einen Streifen dünnes Sperrholz aufklebst? Den einfach einsetzen und dann mußt du nur verhindern, das der Streifen nach vorne, hinten oder oben wegläuft (--> je ein kleiner Überstand an der Aufnahme). Dann einen Satz Schleifmittel vorbereiten (auch verschiedener Körnung) und du kannst in Sekunden das Schleifmittel wechseln.
Alternativ zum Sperrholz: Ein Streifen Alublech.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

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Heidjer
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Heidjer » 24.01.2014, 18:57

Die Schleifbretter kann ich in Sekunden wechseln oder umdrehen (über die Längstseite) und mit der Höhenverstellung reicht so ein Brett für ca. 50 Schäfte. Ich könnte mir auch noch ein paar Schleifbretter machen, zur Zeit habe ich drei mit 60'er; 80'er und 120'er Papier drauf. Es ist aber egal auf welchen Träger ich das Papier klebe, bei einen Papierwechsel ist eben ~20 Minuten arbeit notwendig. Eine Klemmbefestigung die man spannen kann ist praktischer, wenn man die an einen 18mm dicken Brett realisieren kann. ;)


Gruß Dirk
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Neumi
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Neumi » 25.01.2014, 15:53

Hallo Heidjer, vielleicht könnte diese Befestigungs-Methode für das Schleifpapier funktionieren. Erstmal die Skizze:
250120143556.jpg


Ich denke, dass es ausreicht das Schleifpapier auf der Längsseite zu befestigen und zwar mit einer Alu, Stahl oder wie auch immer Leiste, die die Breite des Trägers hat (in diesem Fall 18 mm). D. h. das Papier wird festgeklemmt. In das Brett kommen entsprechende Muffen mit Metallgewinde. Das wird wohl im Spanbrett nicht funktionieren, vielleicht aber doch - das weisst Du besser. Diese Leiste wird mit 4-5 oder so Schrauben befestigt. Die Schraubenköpfe am besten versenkt in der Leiste. Und ich glaube, dass ein Schraubengewinde so M5 oder M6 ausreicht. Die Schrauben werden zum Wechsel des Papiers nur leicht rausgedreht, damit das Gewinde für das Schleifpapier praktisch als Anschlag funktioniert.
Insgesamt verliert man dann bei einem M6-Gewinde pro Seite ca. 6 mm Schleifpapier. Wenn man M8 nimmt sinds nur 4 mm. Und ich glaube, dass 4mm ausreichend sind zum festklemmen. Es könnte allerdings sein, dass das Einklemmen auf der 2. Seite etwas fummelig wird, vielleicht kann man den Papierstreifen vorher einseitig schon mal knicken. Aber insgesamt, wenn das so funktioniert, könnte man den Wechsel massiv beschleunigen und würde dafür lediglich mit 8-12 mm Schleifpapier "bezahlen". Ich glaube dass die Arbeitszeit wertvoller ist. So, noch was vergessen? Ach ja: das Stück altes Schleifpapier ist dauerhaft verklebt und dient dazu, dass die Leiste nicht schief sitzt.
Der Pfeilschaft hat ja ne Rechtsdrehung, also sollte es auch kein Problem sein, dass das Papier nicht vollflächig fest sitzt.
Sowei der Plan, ob's tatsächlich funktioniert - keine Ahnung
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Felsenbirne
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Felsenbirne » 25.01.2014, 18:19

Heidjer hat geschrieben:Danke Leute für das Feadback. 8)
Ich bin ja bekennender Flex-Fan, ...
Gruß Dirk


Stimmt:
Dirk_05.jpg


PS. Die Konstruktion deiner Schleiflade finde ich besser als meine. Werde mal einen Nachbau machen müssen. ;)
Gruss Matthias

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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Neumi » 27.01.2014, 22:13

Hallo, sagt mal, war die Idee für die Befestigung so bescheuert, dass das Niemand kommentiert - na da kann man schon an sich zweifeln :( .
Grüsse - Neumi
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Heidjer
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Heidjer » 27.01.2014, 22:23

Bescheuert nicht, nein nur zu einfach, der Trick auf den es ankommt, ist dass das Schleifpapier nach dem Einklemmen gespannt werden kann.
Ich habe da auch eine Lösung im Kopf, nur ist das nicht mal so eben gebaut, dafür muß ich mir mindestens 9 Aluleisten zusägen, 15 Gewinde schneiden und 6 Hülsen in die Bretter einlaminieren. ;)
Und für keinen Arbeitsschritt habe ich in den nächsten 6-8 Wochen Zeit. ::)


Gruß Dirk
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Habi » 28.01.2014, 14:43

Was haltet ihr davon...
Leiste, Keile ausgesägt, Schleifleinen anfeuchten um die Leiste legen und mit den Keilen fixieren/spannen(Schraubzwinge).
Wenn das Schleifleinen trocknet, zieht es sich etwas zusammen und ist somit auf der Leiste straff gespannt...

Grüße Habi
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Haitha » 28.01.2014, 16:55

Oder mit Rändelschrauben bzw Flügelmuttern, so in dem Stil hier:

http://www.youtube.com/watch?v=wxdJoJOwcxg
Fall down seven times, stand up eight.

Carve a little wood, pull a few strings and sometimes magic happens - Gepetto

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Neumi
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von Neumi » 29.01.2014, 12:01

Das iss doch genau das Prinzip, das ich skizziert hab! Nur mit Flügelmuttern funktioniert das nicht, weil die, ja nach Position, mit der Schleiflage kollidieren.
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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von acker » 27.11.2016, 19:55

:) Immer wieder schön zu lesen die Anleitung :)
Passt ja auch gerade zur Winterzeit.
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.

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Re: Pfeilbau ala Heidjer

Beitrag von sRookie » 27.11.2016, 20:45

@Mods: Falls noch nicht geschehen, den Thread bitte im Pfeilbau-Wiki verlinken.

@Heidjer: Danke

Lg wolfgang

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