Pfeilgeschwindigkeit mit PC messen

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
Michael Knotte
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Bogenparadox

Beitrag von Michael Knotte » 25.11.2006, 18:05

Hallo Dirk,

das ist sicher etwas, was man im Auge behalten sollte. Das Bogenparadox schlägt m.E. zu, wenn der Pfeil frei fliegt, da muss er sich von innen her stabilisieren. Nun fliegt mein Pfeil nicht frei, er wird durch die Röhre geführt, also gibts auch kein Paradoxon. Der Pfeil muss nur einen so hohen Spine haben, dass er nicht verkantet. Das Material aus dem der Pfeil besteht, welche Spitze er hat, ob Federn oder keine, ist mir Wurscht. Ich will die Anfangsgeschwindigkeit. Wie der Pfeil fliegt, ob man damit was trifft und wie, das interessiert mich nicht. Darum ist für mich nur das Pfeilgewicht und die -länge wichtig. Der Rest ist eine Frage der Abstimmung der einzelnen Komponenten.

Wie gesagt, es ist wichtig, das man genau weiß, was man messen möchte, sonst wirds zu kompliziert und teuer.
Ansonsten gilt auch hier der alte Praktikersatz: Wer misst, misst Mist!

Zum zweiten Teil, die Länge des Rohres: Wenn ich Vergleichswerte für die Effiziens meiner Bögen haben will, werde ich immer mit gleichem Auszug schiessen müssen. Der Einfachheit halber 28" minus Standhöhe, denn da beginnt die Röhre. Die Lichtschranke sitzt also 29" hinter der Standhöhe. Da könnte das Rohr auch schon enden, und ich mir eine LED sparen, weil ich mit eindringendem Tageslicht arbeite, das durch den Pfeil verdeckt wird. Mit unterschiedlichen Pfeillängen kann ich Geschwindigkeiten bei unterschiedlichen Auszugslängen messen. Ich muß das nur bei der Berechnung berücksichtigen.
Besteht das Rohr nicht gerade aus Blei, haut das schon hin.

Nix für ungut
Choir

edit: Hübscher Bogen, den Du da hällst!

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Heidjer
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Könnte Funktionieren !

Beitrag von Heidjer » 25.11.2006, 23:52

Hallo Choir,

Jetzt hab ich´s verstanden das könnte tatsächlich funktionieren.
Am besten mit einem durchsichtigen Kunststoffrohr ( zur besseren Auszugkontrolle ) und nur die vorderen 6 bis 10 Zoll abkleben oder bemalen.
Aber ein wenig Reibungsverlust wirst Du wohl haben wo man doch groß diskutiert welche Pfeilauflage die schnellste ist. :D

Es bleibt dann das Problem mit der befestigung der Röhre an verschiedenen Bögen da sie ja doch recht genau wie ein Stabbi in Schußrichtung stehen muß.
Bei meinen Selfbow´s würde soetwas recht schwierig, nur mit Tesafilm am Griff. :-(

Ich überlege mir ob ich nicht einen billigen Handscanner, wie an Baumarktkassen, so modifizieren kann das er eine Ereigniszeit misst und ihn dann so vor den Griff binde, das er mittig unter dem Pfeil sitzt.
Dann brauche ich nur einem mattierten Pfeil 5 bis 10 cm mit Alufolie vor der Befiederung bekleben ( natürlich auf einen 1/10 mm genau vermessen ) und fertig.

Gruß an alle Bastler
Dirk

PS: Es ist mein Lieblingsbogen, mein erster Osage Selfbow, >5 Jahre und bestimmt 10.000 Schuß Alt aber er muß immer wieder ran weil ich mich mit Ihm am besten verstehe und Ihm auch einen Fehlschuß verzeihe macht er aber selten. ;-)
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.

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Beitrag von LaCroix » 27.11.2006, 09:59

Also das mit der Folie funktioniert Einwandfrei, ich hab am We ein wenig getestet.

Werde jetzt noch schnell eine Halterung basteln und ein Display an einen Prozessor hängen...

Hoffentlich hab ich dafür irgendwann zeit diese Woche, das Haus wird und wird nicht fertig...
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morganalafay
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Beitrag von morganalafay » 27.11.2006, 15:58

Hallo LaCroix,

schön daß meine spontane Idee funzt.

Welche Bauteile hast Du denn verwendet und wo bekommt man sie her?
Display? Prozessor usw?

Gruß Tom
......der Morgenschiss kommt ganz gewiss, und wenns auch erst am Abend is....

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Beitrag von LaCroix » 28.11.2006, 10:42

Hab gestern mal das Display verdrahtet, heute montiere ich das fertig und schreibe das programm. Das ganze teil wird ungefähr zigarettenschachtelgroß und läuft mit 4 batterien. Anzeige in 999,9 fps-Format.

Dann noch ein paar holzplatten, wo die folien eingespannt werden.

Wenns klappt, werde ich eine Platine layouten und ätzen.

Ein 4 Digit 7-Segment Display aus restbeständen (ebay).
Und dazu ein paar widerstaände und einen PIC 16F628A-P mit der anzeige und berechnung drin. Den prozessor gibts auch bei conrad, solche displays auch.

Generell kann ich euch so einen programmierten Prozessor um 5€ machen, und wenn das ganze Teil fertig ist, kostet der chrony grademal um die 30€. Den holzrahmen bekommt ja jeder gebacken, und diese in einem fixem Abstand auf eine Platte montieren ist auch keine Hexerei.
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morganalafay
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Beitrag von morganalafay » 28.11.2006, 11:08

Moin,

meinst Du, Du könntest so ein Teil für mich mit basteln und sagen wieviel Du bekommst?

Also den rein elektronischen Teil mein ich.

Gruß Tom
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Ich auch

Beitrag von WesselCh » 28.11.2006, 11:12

Original geschrieben von morganalafay

Moin,

meinst Du, Du könntest so ein Teil für mich mit basteln und sagen wieviel Du bekommst?

Also den rein elektronischen Teil mein ich.

Gruß Tom


Hallo,

ich schließe mich der Bitte an. Eine Baubeschreibung des mechanischen Teils nehmen ich auch dazu.

Grüße aus der Lüneburger Heide, christian
Einen Bogen zu bauen ist die aufwändigste Art Brennholz zu machen. (Bard)

Karl-Heinz

Beitrag von Karl-Heinz » 28.11.2006, 11:15

Hallllooo wie seit Ihr den drauf, wenn schon ne gescheite Bauanleitung einstellen für alle, oder?

K-H

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WesselCh
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RE:

Beitrag von WesselCh » 28.11.2006, 11:17

Original geschrieben von Karl-Heinz

Hallllooo wie seit Ihr den drauf, wenn schon ne gescheite Bauanleitung einstellen für alle, oder?

K-H


Hai,

ich könnte mit dem elektronischen Teil der Bauanleitung nix anfangen, ich bin klassischer Ölpanscher :-) .

christian
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thorstain
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Beitrag von thorstain » 28.11.2006, 12:21

Wenn noch jemand aus seiner wilden Jugendzeit einen C=64 oder dergleichen im Keller herumstehen hat, findet eine Anleitung für einen Geschwindigkeitsmesser unter dieser Adresse.
Ist natürlich nicht so leicht zu transportieren... :D

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Beitrag von LaCroix » 28.11.2006, 13:40

Leute, sowie die Tests und das Feintuning der Software fertig sind, stell ich natürlich eine Anleitung ein.

Habt Geduld, bis Weihnachten ists ja nimmer lang... :D
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Uli
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Beitrag von Uli » 28.11.2006, 14:06

Da kann ich ja meinen, vor Jahren gebastelten, Digitaltacho vom Motorrad benutzen. Der funktioniertnach dem gleichen Prinzip, erster Impuls startet die Messung und zweiter Impuls stoppt die Messung.

@LaCroix
In welchem Abstand hast du die Folien angeordnet, damit es ordentlich Kontakt gibt?

Uli
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Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus!

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Beitrag von LaCroix » 28.11.2006, 14:45

Ca 1 Zentimeter abstand zwischen den Folien.

Ich habe mehr oder weniger 2 Bilderrahmen mit einem Holzrahmen als Abstandshalter dazwischen versehen.

Davon 2 Stück, und diese kurz hintereinander montiert.

Den genauen Abstand ist ansich egal (mehr dazu später), aber er sollte von der ersten Folie bis zur 2. "ersten Folie" sein.

....||....||...
....<....>
......<....>

Richtige messung des abstands - alle Folien gleich weit zur "Partnerfolie".

Das nette ist, meine Elektronik klappt eigentlich für jede Art von Auslöser, man kann also ohne weiteres eine Lichtschranke dranhängen, wenn man will.

Ich muß dafür nur eine Einstellmöglichkeit machen, damit man den Abstand zwischen den Auslösern eingeben kann. (Ist eine Kleinigkeit, das hab ich in ein paar Minuten programmiert.)

Eine Dummydiode hab ich auch vorgesehen, damit man den Akku verkehrtrum anstecken kann, ohne die Elektronik zu rösten.

Es geht voran, morgen poste ich die fortschritte...
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Beitrag von mbf » 28.11.2006, 14:53

Das mit den Folien bringt mich gerade auf eine Idee...

Bei den Folien sieht es für mich so aus, dass der Aufwand ein nicht ganz unbeträchtlicher ist - die Folien müssen nach jedem Schuss erneuert erden, oder? Also 4 Folien kleben pro Schuss.

Man könnte es auf 2 reduzieren, wenn am Rahmen ein Sensor montiert wird, der den Durchgang durch die Folie registriert, was die Anzahl der Folien halbiert. Hier sollte ein Mikro ( +Verstärker +Schmitt-Trigger) funktionieren, es muss ja nur die Vibrationen der Folie bzw. des Rahmens aufnehmen und nicht Schallwellen aus der Umgebung. Also Empfindlichkeit runter gedreht. Dann kann man auch Papier verwenden, was etwas ökologischer als Alu ist... ;-)

Habe ich was übersehen?

Ja, habe ich.

Dass diese Idee schon auf den ersten Seiten skizziert wurde. Aber ansonsten...
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
Warum nicht - er hat ja Zeit!
-- Modifiziert nach einer Vorlage von Heinz Erhardt

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Beitrag von LaCroix » 28.11.2006, 15:31

Die Folien sind eine Übergangslösung, bis was Priaktikableres erfunden wird. Was sicher passiert, wenn die Leute hier damit rumexperimentieren.

Die elektronik ist sowas wie eine Universalauswertung, und somit kann dann jeder rumbasteln, wie er will. Lichtschranke, Streifkontakt, Folien, wasauchimmer. Man hat 2 kabel, und sowie der stromkreis dazwischen geschlossen wird, zählt er bis zum schließen des zweiten Kabelpaars, rechnet das mit der eingestellten entfernung um und gibt die fps aus.

Wasimmer sich als praktikabel erweist, wird am ende übernommen. Lichtschranken sind ideal, aber von der anwendung kniffelig. ich arbeite am "lichtvorhang", aber der ist kein billiges Doityourself-Projekt. das muß hochpräzise sein. Es gibt enorme Unterschiede, wenn die Messung an verschiedenen Punkten z.b einmal Spitze und beim 2. mal Feder ausgelöst wird.

Die Röhre könnte gehen, aber ich habe meine zweifel an der wiederholgenauigkeit, da der Pfeil ja doch ein wenig spiel darin hat. Ziel ist es ja, das der Pfeil immer mit der selben position (+/- 1cm) den Trigger auslöst.

Schränken wir das Spiel ein (enge Röhre) wird das Risiko eines Verklemmens und die Gefahr für den schützen höher, bzw das treffen der Messeinrichtung schwieriger.

Ein Mikrofon hat das Problem, das jedes geräauch eine messung auslöst, das nahe genug oder laut genug ist. Oder die Elektronik muß das geräusch erkennen, was ebenfalls teuer ist.

Eine weitere Möglichkeit wären Beschleunigungssensoren an Klappkärtchen, die umgestoßen werden. Müsste man testen.

Der Hauptkostenpunkt eines Chronys sind die Auslöser. Die Auswertungselektronik bewegt sich im Taschengeldbereich (siehe oben).
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