Konusbohrer- Empfehlung

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
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Rotzeklotz
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Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Rotzeklotz » 23.05.2018, 10:25

Moin,
ich habe meinen Konusbohrer verlegt und bin auf der Suche nach einem neuen. 100% zufrieden war ich mit dem alten Bohrer ohnehin nicht, deswegen möchte ich jetzt einen anderen erwerben.
Habt ihr Empfehlungen, wo ich einen preiswerten (nicht billig auf Teufel komm raus) Konusbohrer für die Herstellung von Hornnocken kaufen kann?

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Grombard
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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Grombard » 23.05.2018, 10:33

Die paar, die ich gemacht habe, habe ich mit einem Bohrer vorgebohrt und dann mit einem Konischen Fräser bearbeitet.
Für mich hat das funktioniert.

Hier ein ganzes Set.... Gibt es sicher auch einzeln.
https://www.obi.de/fraesbohrer/lux-frae ... wwQAvD_BwE
irgendwas is ja immer

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Baeumchenbieger
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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Baeumchenbieger » 23.05.2018, 10:45

Servus,

ich habe sowas hier
https://www.esska.de/esska_de_s/Praezisions-Blechschaelbohrer-ALFRA-HSS-DM-05-943110900000-20090.html

einfach vorbohren ( nicht zu tief, Bohrtiefe genau auf Bohrer markieren ) und danach mit dem Konus die Bohrung weiten. Aber bitte Pausen machen, da sonst der Bohrer schnell auch mal ausglüht, weil horn echt zäh ist ;D

Oder einen dickeren Bohrer vorn einfach selbst konisch schleifen, das will ich dann mal mit nem 10er und nem 12er Bohrer versuchen um die Enden von nem leichten Elb auch mal noch schlanker zu bekommen.

Der Xaver wars
Zuletzt geändert von Baeumchenbieger am 23.05.2018, 11:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Elbenberger » 23.05.2018, 11:08

Ich benutze solch einen: https://www.ebay.de/itm/331039379973?ss ... Track=true
P1060127.JPG
Den Anspitzer kann man selbst mit dem Teil anfertigen . (Beim Alu bohren immer mit Spiritus kühlen.)
Zuletzt geändert von Elbenberger am 23.05.2018, 11:25, insgesamt 1-mal geändert.
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fatz
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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von fatz » 23.05.2018, 11:15

Ich hab mir einen aus einem Flachbohrer selber geschliffen. Tut seinen Job und ich hab den Winkel, den ich haben will.

@Xaver: der Link ist kaputt
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Baeumchenbieger » 23.05.2018, 11:30

Link repariert, allerdings muss er jetzt kopiert werde...hm :-\

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Roby-Nie » 23.05.2018, 11:31

Mach den lieber selber: So!
Geht ratzfatz, kost fast nix und taugt mehr als die fertig käuflich zu erwerbenden.
Da bleiben auch die Bogenenden dicker im Horn als bei den käuflichen, die gerade auf die Spitze zulaufen.

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von fatz » 23.05.2018, 12:49

@Roby-Nie: Mal davon abgesehen, dass das ziemlich genau das ist, wie ich meinen gebaut hat (ausser, dass meiner absichtlich nicht gewoelbt ist), wie kommst du drauf, das so ein Bohrer besser als die kaeuflichen ist? Ich hatte den Eindruck, dass diese Flachbohrer vom Material her nicht so besonders sind. Fuer die paar Nocken im Jahr, die ich bohr ist mir das zwar wurscht, aber interssieren wuerd mich das jetzt schon.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Roby-Nie » 23.05.2018, 13:32

fatz hat geschrieben:Mal davon abgesehen, dass das ziemlich genau das ist, wie ich meinen gebaut hat

Ja, das war mir bewußt, ich wollts nur mit ein paar Bildern untermauert haben ;)

fatz hat geschrieben: wie kommst du drauf, das so ein Bohrer besser als die kaeuflichen ist? Ich hatte den Eindruck, dass diese Flachbohrer vom Material her nicht so besonders sind

Ist nur meine Meinung, nachdem ich ein paar ausprobiert habe. Die Fräser kommen nicht wirklich gut im Horn voran und es wird so warm, dass das Horn zu stinken anfängt und die Kegelbohrer nehmen nicht wirklich gut das Material weg.
Vom Material her besser war mit "taugt besser" nicht gemeint, sondern das Handling.
Da die Flachbohrer aus Stahl sind, reicht das für Horn locker aus und ich sehe deshalb keinen Nachteil. Ich bohr eine Nocke mit den selbstgemachten in weniger als einer Minute und das Loch ist deutlich "sauberer".
Für mich ist allerdings auch wichtig, das die Flanken nicht gerade sind und somit mehr Holz in der Nocke bleibt.

fatz hat geschrieben:(ausser, dass meiner absichtlich nicht gewoelbt ist)
.
Nur aus Neugier: Warum machst machst du die gerade? Weils einfacher ist dann die Bogenenden einzupassen?

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von fatz » 23.05.2018, 14:06

Ah OK. Deckt sich ziemlich mit meinen Erfahrungen, ausser, dass ich die Kegeldinger noch nie probiert hab.
Roby-Nie hat geschrieben:Nur aus Neugier: Warum machst machst du die gerade? Weils einfacher ist dann die Bogenenden einzupassen?

Genau deshalb. Kegel ist einfach zu schnitzen. Noch eine Testbohrung in Holz mit dem Bleistift ausmalen und du siehst genau wo noch was wegmuss. Die gewoelbten gingen natuerlich auch, aber ich seh den Mehraufwand nicht ein. Bisher halten alle. Das hatten wir hier iwie schon mal diskutiert.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Baeumchenbieger » 23.05.2018, 14:46

Warum ist jetzt so ein gewölbter Bohrer, der mehr Holz in der Nocke lässt besser? oder vielleicht eindeutiger gefragt: was hat es für Vorteile da mehr Holz in der Nocke stehen zu haben?
Für mich schaut das auf den ersten Blick nach dünnerem Horn (da steigt auch die Gefahr, dass das Horn platzt), was schneller beim Kerbe feilen durch ist, aus. Oder man muss das Horn wieder dicker lassen und hat dann wieder mehr Gewicht am Bogenende.
Klärt mich mal bitte auf.

Der Xaver wars

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von fatz » 23.05.2018, 14:57

Baeumchenbieger hat geschrieben:Klärt mich mal bitte auf.

Ne, du. Da frag mal besser deine Mammi ;)

Fuer mich hat's eben keine wirklichen Vorteile, deswegen mach ich's kegelig.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Roby-Nie » 23.05.2018, 15:13

Baeumchenbieger hat geschrieben:Warum ist jetzt so ein gewölbter Bohrer, der mehr Holz in der Nocke lässt besser? oder vielleicht eindeutiger gefragt: was hat es für Vorteile da mehr Holz in der Nocke stehen zu haben?

Vielleicht ist das ja auch nur eine Glaubensfrage... ::) Solang beides funktioniert, paßts doch.

- Für meinen Teil: kein Bogen von der Mary Rose hatte "gerade Seiten".
- Horn ist stabiler als Holz, also lass ich lieber das Holz dicker und das Horn dünner. Das sollte dann in Summe leichter sein, da Horn schwerer ist.
- 12mm am Tip sind schon verdammt wenig und wenn ich das Holz da spitz zulaufen lassen, hab ich nach 20mm (Ich bevorzuge Sidenocks und da ist der Sehnenkerbenboden bei ca. 20mm, bei 40mm Gesamt-Nockentiefe) kaum noch Holz über.

Baeumchenbieger hat geschrieben:Für mich schaut das auf den ersten Blick nach dünnerem Horn (da steigt auch die Gefahr, dass das Horn platzt), was schneller beim Kerbe feilen durch ist, aus. Oder man muss das Horn wieder dicker lassen und hat dann wieder mehr Gewicht am Bogenende.

Schau dir mal die Nocken von Michael (Blacky) an. Die sind so filigran im Vergleich zu einigen anderen hier und halten doch. Ich glaube, dass die oft deutlich zu dick gelassen werden, weil man dem Horn zu wenig zutraut.
Aber wo Fatz recht hat ... das Anpassen der Bogenenden an den Konus ist leichter bei geraden Seiten.

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von Rotzeklotz » 23.05.2018, 16:04

Danke soweit für die Tipps :)

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Re: Konusbohrer- Empfehlung

Beitrag von killerkarpfen » 23.05.2018, 17:22

Trotzdem. Ich habe mir einen 14mm Spiralbohrer zurecht geschliffen. Das war ziemlich eine Arbeit, hat sich aber gelohnt.

Spiralbohrer sind aber freihand recht schwierig zu schleifen.
Eppur si muove

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