Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

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Spanmacher
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Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von Spanmacher » 26.03.2018, 11:22

Gränsfors Zugmesser klein.jpg
So sieht das Werkzeug aus
Guten Tag beisammen.

Hat von euch schon jemand Erfahrungen mit dem gebogenen Zugmesser von Gränsfors beim Entrinden gemacht?
Vom Gefühl her gefällt mir das schon. Aber um es auf Verdacht zu kaufen, ist es mir einfach zu teuer.

Vielleicht kennt es ja auch jemand von einem anderen Hersteller und nicht ganz so kostspielig? Wobei ich denke, dass es seinen Preis durchaus wert ist. Mit anderen Gränsfors-Werkzeugen bin ich hochzufrieden.

Eventuell hat ja auch jemand so eines rumliegen, der nicht so richtig damit warm wird und es gerne loswerden möchte?
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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fatz
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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von fatz » 26.03.2018, 12:11

Ich glaub nicht, dass das so der Brenner ist. Und zwar nicht wegen der Biegung, sondern weil es der Typ von Ziehmesser ist, der aus einem flachen Stahlstueck mit Anschliff gemacht ist. Die finde ich relativ kraftaufwaendig in der Handhabung gegenueber den Ziehmessern, die zur Schneide hin relativ duenn ausgeschmiedet sind.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von killerkarpfen » 26.03.2018, 13:25

Je nach Arbeiten sieht mir das Messer zu wenig "führbar" aus. Irgend wie, ohne je eines in der Hand gehabt zu haben, hätte ich angst, dass es mir dieses aufstellt und sich die Klinge in den gewünschten Rückenring beisst.

Mit den anderen, die mit geschwungenem Griff arbeite ich sehr gern. Wenn sie richtig scharf sind kann man auch einen Rückenring bis auf wenige Zehntel Millimeter genau abtragen.
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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von Elbenberger » 26.03.2018, 14:11

159€ wären mir auch zu teuer. Der stumpfe Schneidenwinkel macht es mehr zum Schaber u.verhütet Einschnitte in den Jahresring.Alternativ würde ich eine alte Dreikantfeile mit der Flex bearbeiten ,zweites Feilenheft und fertig. M.f.G. Gerd
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TorstenT
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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von TorstenT » 26.03.2018, 15:57

Du fragtest ja auch konkret nach der Eignung zum Entrinden. Dafür würde ich entweder ein altes, stumpfes (bzw. stumpf gemachtes) Ziehmesser nehmen (kein scharfes, da mir da die Gefahr, den obersten Jahresring zu verletzen, zu hoch wäre), oder einfach eine Spachtel aus Stahl mit leicht abgerundeten Ecken.
Ich dachte immer, das gezeigte Gränsfors-Ziehmesser wäre so die Königsklasse unter den Ziehmessern... :o

LG
Torsten

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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von ralfmcghee » 26.03.2018, 16:48

Ich habe mit dem Gränsfors einmal gearbeitet, aber nicht sehr lange. Aufgrund des Griff-Designs hat es mir das Ziehmesser gerne aufgestellt und die Klinge ist dann schön tief in das Holz eingedrungen. Mit dem Kirschen (gewinkelte Griffe) komme ich deutlich besser zurecht.
Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.
Der Student geht zur Mensa bis er bricht.
Mein Bogen geht auf den Tillerstock bis er bricht.

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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von schnabelkanne » 26.03.2018, 17:53

Servus ich hab früher immer mit Ziehmesser entrinnen und dabei oft den Rücken verletzt, ich nehme nun immer eine stumpfe Spachtel ist einfacher und sicherer. Zum entrinden würde ich mir so ein teures Ziehmesser nicht anschaffen.
Zuletzt geändert von schnabelkanne am 26.03.2018, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von fatz » 26.03.2018, 18:27

Oder halt den Ruecken vom Ziehmesser. Das geht grad bei Hartriegel deutlich besser als Spachtel
Haben ist besser als brauchen.

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Eulenspiegel
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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von Eulenspiegel » 28.03.2018, 00:00

Ich hab keine eigenen Erfahrungen mit dem Teil.
Irgendwie sieht es schon urig aus.
Und Gränsford Bruks produziert normal keinen Müll.

Aber andererseits bin ich hin und hergerissen.
Die Griffe sind nicht nur zum Bearbeiter hin gekrümmt,
die Schneide hat auch eine Wölbung nach rechts und links unten.
Laut den Infos ist das Teil zum Entrinden von Baumstämmen für Blockhäuser gedacht.
Also vielleicht eine Spur zu grob zum Entrinden von Staves (mit dem Ziel eines intakten Rückenrings).
Hier mal ein Video aus dem Netz vom Gebrauch:
https://www.youtube.com/watch?v=mkNHkD-jpOM

Und zum Vergleich hier eins von John Neeman (quasi identisches Werkzeug):
https://www.youtube.com/watch?v=IDo5zYgfSLM
Da fliegen die Fetzen!
;)

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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von Sateless » 28.03.2018, 10:35

Ja, das ist sicher kein Müll. Für mich sieht es dennoch so aus, als wäre es zum Entrinden von Fichten und Kiefern mit 30+cm Durchmesser deutlich geegneter, als fürs Schälen am Rücken eines krummen Schlehenschösslings.
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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Re: Zugmesser zum Entrinden: Erfahrungen gefragt

Beitrag von Ravenheart » 29.03.2018, 09:35

Schließe mich an: Bogenholz entrindet man besser stumpf!
Ich nehme nen "gestumpften" Malerspachtel...

Bei nem Ziehmesser ist (selbst stumpf!) die Gefahr sehr groß, nen ggf. Astknubbel zu beschädigen!

Rabe

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