Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
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klausmann84
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Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von klausmann84 » 24.09.2021, 14:22

Hallo, Ich wollte mal nachhören, ob jemand eine Idee hat was ich beim Schärfen meiner Schweifhobelklinge falsch mache. Wurde langsam stumpf, schien mir, also habe ich sie das erste mal gleich komplett geschliffen. Heißt auch die Planseite die nicht plan war begradigt. Den Phasenwinkel habe ich eingehalten, glaube er ist relativ flach, habe es so belassen. Immer feinere Körnung, bis runter zu ner feinen Polierpaste. Ergebnis: höllisch scharf. Rasur ist gar kein Problem. Holzbearbeitung leider schon :D Das Teil rattert so stark dass man damit praktisch null arbeiten kann. Sämtliche online-Ratgeber sagen aber, dass man auf möglichst hohe Schärfe gehen soll. Ich vermute das Problem kann jede Menge Ursachen haben, aber irgendwie wüsste ich gerne zumindest ansatzweise, was das Problem sein könnte. Hat jemand ne Idee?
Achso, die Phase zeigt bei richtig eingesetzter Klinge zu mir richtig?

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Haitha
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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von Haitha » 24.09.2021, 14:38

Nein, die Hobelklinge zeugt mit der Spiegelseite üblicherweise zu Dir.

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Ravenheart
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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von Ravenheart » 24.09.2021, 15:31

Oder noch klarer: Die Spiegelseite zeigt in Zugrichtung

Rabe

PS: Eine Ausnahme bildet der Blockhobel mit sehr flachem Schnittwinkel. Details siehe:
https://www.dictum.com/de/hobel-bae
(runter scrollen!)

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von klausmann84 » 24.09.2021, 16:14

Ohje, ja ich habs irgendwie geahnt, schon als ich die Klinge rausnahm und direkt gemerkt habe dass ich nicht aufgepasst habe wie rum sie drin war. Ich probiere es mal. Kann natürlich sein dass die Klinge jetzt etwas gelitten hat. Danke für die Hilfe!

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von fatz » 24.09.2021, 17:28

Ist eigentlich einfach zu merken. Der Schnittwinkel ist immer so um die 50Grad rum. Auch bei dem den der Rabe verlinkt hat. Da bei dem die Anschliffseite oben ist, muss das Messer genau um den Anscliffwinkel flacher liegen.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von klausmann84 » 24.09.2021, 19:42

Danke für die Eselsbrücke, wobei ich hoffe, dass ich sie nie wieder brauche. Klinge hat natürlich gelitten. Kopf/ Hobel durch die Wand, das tat nicht gut. Da muss ich nochmal ran.

Mal was anderes noch zum Thema Hobel: Lohnt es sich für welliges Holz einen Schweifhobel mit abgerundeter Unterseite anzuschaffen? Meiner hat ne plane Basis und gibt in engen Kurven z.B. Fadesouts natürlichbauf, sodass ich dort die Feile nehmen muss. Hat jemand so einen Schweifhobel und wie sind da die Erfahrungswerte?

Vielen Dank und viele Grüße, Klaus

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von Neumi » 24.09.2021, 20:29

Ich hab so einen Schweifhobel mit runder Sohle, aber für Fadeouts benutze ich trotzdem Raspeln.
Aber Werkzeug kann man ja nie genug haben 👍
Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von klausmann84 » 25.09.2021, 08:55

Sohle war das Wort das ich suchte. Klingt nach kann, aber nicht nach muss. Ich lass ihn lieber erstmal im Schaufenster liegen. Man braucht auch Platz für das ganze Werkzeug. ;D Wenn der nur automatisch mitwachsen würde mit jeder Bestellung...

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von kra » 25.09.2021, 10:28

Man muss halt Prioritäten setzen 8) ...
...
...
sonst wird man nie Mitglied bei den Anonymen Werkzeugfetischisten ::)
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von fatz » 25.09.2021, 11:57

kra hat geschrieben:
25.09.2021, 10:28
Anonymen Werkzeugfetischisten ::)
Was willst mit den Kleinkrämern??? ;D ;D ;D
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von klausmann84 » 25.09.2021, 12:11

Hmmm reicht es, um in den Klub aufgenommen zu werden,
wenn man eine Buchbinder- und Bogenbauwerkstatt unter seinem Hochbett in nem 12 qm WG Zimmer hortet und nicht die Finger von dem Zeug lassen kann, obwohl man noch immer keine Werkstatt hat?

Und wenn man gerne Werkzeug statt Deko an die Wand hängt?

Und wenn man im Urlaub absurderweise Messer, Beil und Säge mitnimmt, statt nem guten Buch?
:D

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von kra » 25.09.2021, 13:52

Schon mal ein vielversprechender Ansatz ;) , weiter so!
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von fatz » 25.09.2021, 18:35

Jo! Klingt gut. Weitermachen!
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von Ravenheart » 27.09.2021, 09:24

Hihi...
Also ich habe mit der gerundeten Sohle keine guten Erfahrungen für lineare Schnitte gemacht.
M.E. nur geeignet für konkave Schnitte.

Rabe

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Re: Hobelklinge scharf und trotzdem stumpf

Beitrag von Snake-Jo » 27.09.2021, 11:35

klausmann84 hat geschrieben:
24.09.2021, 19:42
Mal was anderes noch zum Thema Hobel: Lohnt es sich für welliges Holz einen Schweifhobel mit abgerundeter Unterseite anzuschaffen? Meiner hat ne plane Basis und gibt in engen Kurven z.B. Fadesouts natürlichbauf, sodass ich dort die Feile nehmen muss. Hat jemand so einen Schweifhobel und wie sind da die Erfahrungswerte?
Ich nehme da die Raspel oder ein schmales Ziehmesser bergab. Ziehmesser wiegend bzw. seitwärts schneidend benutzen, nicht einfach nur ziehen.

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